Daniil Kvyat: "In der Formel 1 gibt es keine Freunde"

Für Toro-Rosso-Pilot Daniil Kvyat war die Saison 2016 die schwierigste seiner bisherigen Formel-1-Karriere und er "kann es kaum erwarten", dass sie endlich zu Ende geht.

Nach nur 4 Rennen wurde Daniil Kvyat im Mai 2016 von Red Bull Racing ins Nachwuchsteam Toro Rosso zurückversetzt. Aber auch da konnte er sich nicht sicher fühlen. Red-Bull-Junior Pierre Gasly spekulierte für 2017 auf sein Cockpit. Erst am 22. Oktober 2016 bestätigte das Team aus Faenza, dass es Kvyat behalten würde.

In Mexiko gab der Russe zu, dass er seitdem viel entspannter sei. "Alles in allem läuft mein Leben gerade ziemlich gut. Es kommen noch ein paar Rennen, aber ich werde froh sein, wenn das Jahr vorbei ist. Es war wirklich lang."

2016 sei eine "Überlebenssaison" gewesen, sagte Kvyat und er sei froh, weiter bei Red Bull zu sein. "Das war keine einfache Saison. Am Anfang hatte ich große Pläne und am Ende war es eine Überlebenssaison. Das war nicht schön und ich hoffe, dass so etwas nie wieder passiert."

Er habe in diesem Jahr viel gelernt, erklärte der 22-Jährige. "Man bekommt einen weiteren Horizont, worauf man achten sollte, um nicht beschissen zu werden. Es gibt viele interessante Details, die ich gelernt habe – nicht nur auf der Strecke."

Da habe sein Lernprozess etwas stagniert, gab er zu. "Wenn so etwas passiert, ist es schwieriger, auf der Strecke etwas zu lernen, also habe ich eine Weile keine Fortschritte gemacht. Glücklicherweise arbeite ich mit einer Gruppe sehr hungriger, junger Ingenieure und wir treiben uns gegenseitig an. Ich habe das Gefühl, dass ich mich nach der Sommerpause besser auf die Geschehnisse auf der Strecke konzentrieren konnte. Das hat sich ausgezahlt und mir geht es viel besser."

Nicht zuletzt habe er auch über den gnadenlosen Konkurrenzkampf in der Formel 1 etwas gelernt, gab Kvyat zu. "Es gibt in der Formel 1 keine Freunde, leider."

Mit seinem Konkurrenten Pierre Gasly habe er "kurz" gesprochen, sagte der Russe und könne dessen Enttäuschung sicher verstehen. Aber das sein nun mal das Leben, betonte er. "Ich habe in diesem Jahr auch schon einige Dinge gefühlt."

Mit Informationen von Erwin Jaeggi und Valentin Khorounzhiy

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