EU-Steuerprüfung bei der Formel 1?

Der Formel 1 könnte eine Steuerprüfung der EU bevorstehen. Berichten zufolge habe sie in den vergangenen 10 Jahren durch clevere Praktiken mindestens 500 Millionen Dollar (472 Millionen Euro) zu wenig bezahlt.

Ein Bericht der Sunday Mail deckte auf, dass die Unternehmen der Formel 1 lediglich 6,5 Millionen Dollar (6,1 Millionen Euro) Gewerbesteuern bezahlt haben– bei Gewinnen von 463,6 Millionen Dollar (437 Millionen Euro) und Einkünften von 1,7 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro).

Das entspricht einer prozentualen Steuer von gerade mal 3,3 Prozent, beinahe 8 Mal weniger als die normale Gewerbesteuer, die Unternehmen abführen müssen.

Die Formel-1-Unternehmen sollen das durch die legitime Praxis von Verrechnungspreisen erreicht haben. Das ist eine Praxis, die internationale Unternehmen wie Amazon und Apple ebenfalls angewendet haben, um niedrigere Steuren zu bezahlen.

Erreicht wird das dadurch, dass Firmen Millionen an an eigene Offshore-Unternehmen bezahlen – was ihnen im Endeffekt einen Verlust und somit niedrigere Steuerzahlungen beschert.

Während das im Moment noch legal ist, hat es die EU nicht davon abgehalten, Apple in diesem Jahr wegen Verrechnungspreisen in Irland mit einer Strafe von 13 Milliarden Euro zu belegen.

Die EU begründete das damit, dass der Steuersatz, den Apple in Irland bezahlte, gleichbedeutend mit illegaler staatlicher Beihilfe war.

Die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagte damals: "Mitgliedsstaaten können ausgesuchten Firmen keine Steuervorteile gewähren. Das ist unter EU-Beihilfe-Regeln illegal."

Die EU weigert sich, die Möglichkeit einer ähnlichen Untersuchung gegen die Formel 1 auszuschließen.

Die Mail on Sunday zitiert einen Sprecher wie folgt: "Wir können nicht über irgendwelche künftigen Untersuchungen von staatlichen Beihilfen spekulieren."

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