Formel-1-Technik: Der Heckflügel des Red Bull RB12

In Sachen Motorleistung hat Red Bull aufgrund der Antriebseinheit Rückstand auf die Topteams, doch auf dem Gebiet der Aerodynamik ist man einmal mehr kreativ.

Der von einem als TAG Heuer bezeichneten Renault-Motor angetriebene Red Bull RB12 gilt als eines der besten Chassis im aktuellen Formel-1-Feld.

Der Großteil der aerodynamischen Performance wird vom Unterboden generiert. Bei Red Bull verfolgt man bereits seit geraumer Zeit den Weg, maximalen Abtrieb zu Gunsten eines geringeren Luftwiderstands zu opfern.

Red Bull Racing RB12 rear wing detail
Red Bull Racing RB12 rear wing detail

Photo by: Giorgio Piola

Der Heckflügel ist eines der Bauteile, die helfen können, den Luftwiderstand zu reduzieren. Dies ist für Red Bull vor dem Hintergrund des PS-Nachteils besonders wichtig.

Sowohl in Australien als auch in Bahrain wiesen die seitlichen Endplatten des Heckflügels am RB12 nur drei der sogenannten Jalousien auf. Red Bull ist das einzige Team, bei dem eine dieser Jalousien direkt mit der vorderen Abrisskante der seitlichen Heckflügel-Endplatte verbunden ist.

Die Jalousien dienen dazu, Druck zwischen beiden Seiten der Endplatte zu verteilen, um so den sogenannten Spitzenwirbel am Verbindungspunkt auf kontrollierte Art und Weise beeinflussen zu können.

Durch Veränderung des Wirbels ist es möglich, die Gesamteffizienz des Flügels zu steigern. Das heißt, es wird nicht nur der Luftwiderstand reduziert, sondern gleichzeitig der Abtrieb erhöht.

Red Bull Racing RB12 rear wing detail
Red Bull Racing RB12 rear wing detail

Photo by: Giorgio Piola

Das Foto zeigt, mit welcher Liebe zum Detail bei Red Bull vorgegangen wurde, um das Zusammenspiel des Heckflügels mit dem Diffusor zu verbessern.

Mit Informationen von Matt Somerfield

Werde Teil von etwas Großem!

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung GP Bahrain
Rennstrecke Bahrain International Circuit
Teams Red Bull Racing
Artikelsorte Analyse