Max Mosley: Formel 1 verbessern? Fahrhilfen verbieten!

Der frühere Präsident des Automobil-Weltverbands (FIA), Max Mosley, spricht sich für eine Formel 1 ohne Fahrhilfen aus.

„Das Grundproblem ist doch heutzutage, dass die Technologie so komplex geworden ist, dass sie niemand mehr versteht“, sagt er im Gespräch mit dem ZDF.

Ein aktuelles Formel-1-Lenkrad sei ein gutes Beispiel dafür, meint Mosley.

„Ich verfolge den Sport ja bereits seit 30, 40 Jahren. Aber ich habe keine Ahnung, was all diese Knöpfe und Regler bewirken.“

Außerdem sei er nicht davon überzeugt, dass der Fahrer genug im Mittelpunkt stehe.

„Wir müssen dagegen ankämpfen, dass nicht immer mehr Aufgaben vom Computer übernommen werden“, sagt Mosley. „Ich denke, wir sollten uns da auf unsere Grundlagen besinnen.“

Und eben diese Grundlagen sehen laut dem 75-Jährigen so aus: „Der Fahrer braucht wieder ein richtiges Lenkrad und vielleicht auch einen größeren Schaltknüppel.“

„Dazu kommen ein Gaspedal und die Bremse sowie ein superstarker Motor. Damit muss der Fahrer dann klarkommen.“

Mensch und Maschine sollten, so Mosley weiter, gleichbedeutend für den Erfolg sein. „Doch die technische Entwicklung stellt die menschliche Komponente immer mehr in den Schatten. In meinen Augen verliert die Formel 1 damit einen ihrer Kernwerte.“

Ein erster Schritt, um die Formel 1 wieder attraktiver zu machen, könnte daher sein: raus mit den Fahrhilfen. „Eine eben solche Regel hatten wir schon 1994 eingeführt, indem wir sämtliche Fahrhilfen verboten haben“, sagt Mosley.

„Wir könnten all diese Dinge, die von außen Einfluss nehmen – Ingenieure, Funkverkehr, Computersteuerung und dergleichen –, auch jetzt wieder über Bord werfen, indem wir eine neue Regel erlassen.“

Der Haken an diesem Ansatz: „Es wird einigen Personen ziemlich gegen den Strich gehen...“

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