Motorenhersteller, die nie einen Formel -1-Grand-Prix gewonnen haben

Von Bugatti bis Toyota - nicht immer hatten die Motorenhersteller ein so glückliches Händchen in der Formel 1 wie Mercedes oder Renault. In unserer Fotostrecke zeigen wir einige derjenigen, die es nie geschafft haben, ein Rennen zu gewinnen.

Neben den hier aufgeführten Unternehmen gab es im Laufe der Geschichte der Formel 1 auch Motorenbauer, die nur an einem einzigen Grand Prix teilgenommen haben, wie die Eisensacher Motorenwerke (Grand Prix von Deutschland 1953) oder De Tomaso (Grand Prix von Italien 1962). Und dann war da auch noch Talbot-Lago, die 1950 und 1951 gleich mit einer ganzen Reihe Teams antraten, ihr Engagement aber auch nie mit einem Sieg krönen konnten.

Bugatti: 1956

Bugatti: 1956
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Der Auftritt von Bugatti war denkbar kurz und ebenso erfolglos. Beim Grand Prix von Frankreich 1956 in Reims saß Maurice Trintignant in einem Typ 251, musste den nach 18 Runden wegen eines Kupplungsschadens aber abstellen. Der 1909 gegründete Sportwagenhersteller war daraufhin ebenso schnell wieder aus der Formel 1 verschwunden, wie er gekommen war.

Aston Martin: 1959 - 1960

Aston Martin: 1959 - 1960
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Aston Martin stieg 1959 in die Formel 1 ein, der DBR 4 war aber viel zu schwer und alles andere als konkurrenzfähig. Bei vier Starts in acht Saisonrennen kamen Roy Salvadori und Carol Shelby drei Mal ins Ziel, für ein Podium oder gar einen Sieg reichte es aber nie. 1960 startete Salvadori nur noch in den Niederlanden und in Großbritannien. Maurice Trintignant fuhr in Silverstone ein zweites Auto, danach war das Abenteuer Formel 1 für Aston Martin wieder beendet.

Subaru: 1990 Coloni

Subaru: 1990 Coloni
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Subaru versuchte 1990 mit Coloni, in der Formel 1 Fuß zu fassen, Bertrand Gachot scheiterte jedoch regelmäßig schon im Pre-Qualifying. Nach dem achten Saisonrennen (Großbritannien) war für Subaru wieder Schluss mit der Formel 1 und Coloni wechselte zu Ford-Motoren … mit denen Gachot allerdings auch nicht schneller war und es maximal bis in Qualifying schaffte.

Lamborghini: 1990 Lola und Lotus

Lamborghini: 1990 Lola und Lotus
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Aguri Suzuki stand mit Lola für Lamborghini in Japan als Dritter das einzige Mal in diesem Jahr auf dem Podium. Ansonsten gab es für Lola und Lotus (Foto) insgesamt 14 WM-Punkte in 16 Rennen, dafür aber 37 Ausfälle der vier Autos!

Lamborghini: 1991 Ligier und Modena

Lamborghini: 1991 Ligier und Modena
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1991 rüstete Lamborghini zwei Teams aus: Ligier (Foto) und Modena. Beide Teams beendeten die Saison jedoch ohne Punkte. Nicola Larini und Eric van de Poele schafften es im Modena nur sechs Mal überhaupt in die Startaufstellung. Meistens überstanden sie nicht einmal das Pre-Qualifying und erreichten nur mit etwas Glück die Qualifikation – in der sie dann scheiterten.

Lamborghini: 1992 Minardi und Venturi

Lamborghini: 1992 Minardi und Venturi
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1992 war das letzte Jahr, in dem Lamborghini mit Minardi (Foto) und Venturi zwei Teams mit Motoren belieferte. Die Probleme, sich zu qualifizieren, die im Vorjahr schon Thierry Boutsen, Erik Comas, Nicola Larini und Eric van de Poele hatten, gingen aber weiter. Dazu kamen zahlreiche Ausfälle und beide Teams holten je nur einen WM-Punkt: Bertrand Gachot wurde im Venturi in Monaco Sechster, Christian Fittipaldi im Minardi in Japan.

Lamborghini 1989 – 1990, 1993: Larrousse

 Lamborghini   1989 – 1990, 1993:  Larrousse
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Nach einer Affäre mit Larrousse 1989 und 1990, führten beide die Verbindung, die sie 1992 (als Venturi) hatten, 1993 fort. Bertrand Gachot, der schon schon bei Coloni kaum zum Fahren gekommen war, erging es bei Larrousse nur wenig besser. 1992 kam er in 16 Rennen fünf Mal ins Ziel – inklusive Platz sechs in Monaco. Die Leidenszeit für Larrousse und Lamborghini war damit aber nicht beendet. 1993 sahen Philippe Alliot und Erik Comas zwar öfter die Zielflagge, Punkte gab es aber auch nur zwei Mal – in Imola und in Monza. Ende 1993 zogen die Lamborghini-Firmenchefs nach fünf Jahren den Stecker des Formel-1-Projekts.

Yamaha: 1989 Zakspeed

Yamaha: 1989 Zakspeed
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Für Bernd Schneider und Aguri Suzuki lässt sich das Jahr 1989 ganz kurz zusammenfassen: Außer Spesen, nichts gewesen. Schneider konnte sich nur beim ersten Saisonrennen in Brasilien und beim vorletzten Rennen in Japan qualifizieren, fiel aber beide Male vorzeitig aus. In allen anderen Rennen war bereits im Pre-Qualifying Schluss – so, wie für seinen Teamkollegen bei allen Rennen.

Yamaha: 1991 Brabham

Yamaha: 1991 Brabham
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1991 lief es für Yamaha mit Brabham schon etwas besser als im Vorjahr mit Zakspeed. Martin Brundle und Mark Blundell standen bis auf wenige Ausnahmen in der Startaufstellung und kamen auch zwei Mal in den Punkterängen ins Ziel. Blundell wurde in Belgien Sechster, Brundle in Japan Fünfter. Blundell hatte bei 14 Starts allerdings auch neun Ausfälle zu verzeichnen.

Yamaha: 1992 Jordan

Yamaha: 1992 Jordan
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Stefano Modena verhinderte mit Platz sechs im letzten Saisonrennen in Adelaide in letzter Minute eine Nullrunde für Jordan. Der Italiener und sein Teamkollege Mauricio Gugelmin hatten in den 15 vorausgegangenen Rennen nämlich hauptsächlich Ausfälle zu verzeichnen gehabt oder sich gar nicht erst fürs Rennen qualifiziert. Insgesamt sahen beide Fahrer nur acht Mal die Zielflagge.

Yamaha: 1993 - 1996 Tyrrell

Yamaha: 1993 - 1996 Tyrrell
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Die Verbindung Yamaha-Tyrrell dauerte vier Jahre, einen Sieg konnte das Gespann jedoch nie feiern. 1993 gab es für Ukyo Katayma und Andrea de Cesaris noch nicht einmal eine Platzierung in den Punkterängen. Mark Blundell schaffte ein Jahr später in Spanien mit Platz drei die einzige Podiumsplatzierung für Tyrrell-Yamaha, die letzte überhaupt für das Team von Ken Tyrrell. Nach reihenweisen Ausfällen und gescheiterten Qualifikationen in den folgenden beiden Jahren kam es Ende 1996 zur Trennung und Yamaha schloss einen neuen Vertrag mit Arrows.

Yamaha: 1997 Arrows

Yamaha: 1997 Arrows
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Damon Hill und Pedro Diniz strandeten, wie schon ihre Kollegen von Zakspeed, Brabham, Jordan und Tyrrell, meist vorzeitig. Einsamer Höhepunkt der Geschichte von Yamaha in der Formel 1 war Damon Hills zweiter Platz beim Grand Prix von Ungarn. Die letzten Punkte für die Japaner holte Pedro Diniz als Fünfter beim Grand Prix von Luxemburg auf dem Nürburgring. Ende 1997 zog sich Yamaha aus der Königsklasse zurück und widmet sich seit 2002 – mit großem Erfolg – ganz der MotoGP.

Peugeot: 1994 McLaren

Peugeot: 1994 McLaren
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Das Jahr 1994 war für Peugeot und McLaren von zahlreichen Ausfällen geprägt. Mika Häkkinen kam bei 15 Starts nur sieben Mal ins Ziel, stand dabei allerdings sechs Mal auf dem Podium. Teamkollege Martin Brundle feierte zwei Podiumsplatzierungen, sah aber nur fünf Mal die Zielflagge. In Monaco und Spa kamen Brundle und Häkkinen als Zweite einem Sieg am nächsten, verpassten die oberste Stufe auf dem Treppchen aber knapp. McLaren wechselte 1995 zu Mercedes, Peugeot zog weiter zu Jordan.

Peugeot: 1995 - 1997 Jordan

Peugeot: 1995 - 1997 Jordan
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Auch mit dem irischen Team lief es für Peugeot nicht wie gewünscht. Weder Rubens Barrichello noch Eddie Irvine war 1995 ein Sieg vergönnt. Ein zweiter und ein dritter Platz in Kanada war nach 17 Rennen die gesamte Ausbeute an Podiumsplätzen. Im folgenden Jahr kamen Barrichello und sein neuer Teamkollege Martin Brundle zwar öfter ins Ziel, die nächste Platzierung auf dem Podium schaffte aber erst Ralf Schumacher 1997 in Buenos Aires. Giancarlo Fisichella legte mit Platz drei in Montreal und Rang zwei in Spa noch etwas nach, trotzdem trennten sich Jordan und Peugeot Ende des Jahres und die Franzosen wechselten zu Prost.

Peugeot: 1998 - 2000 Prost

Peugeot: 1998 - 2000 Prost
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Drei Jahre dauerte die Allianz zwischen Peugeot und den Team des viermaligen Weltmeisters Alain Prost, große Erfolge brachte sie aber nicht hervor. 1998 holte Jarno Trulli mit seinem sechsten Platz in Monza den einzigen WM-Punkt der Saison, ein Jahr später stand der Italiener in Spielberg als Zweiter auf dem Podium. Die erste und einzige Platzierung auf dem Treppchen von Prost-Peugeot! Nach einem weiteren erfolglosen Jahr und null Punkten warf Peugeot Ende 2000 das Handtuch und erklärte das Abenteuer Formel 1 für beendet.

Jaguar: 2000 - 2004

Jaguar: 2000 - 2004
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Im Juni 1999 übernahm Ford Stewart Grand Prix und schickte das Team im Jahr 2000 als Jaguar an den Start. Johnny Herbert und sein neuer Teamkollege Eddie Irvine konnten an die Ergebnisse des Teams von Jackie Stewart aber nicht anknüpfen und Irvine kam nur in Monaco und Malaysia in den Punktenrängen ins Ziel. 2001 wurde es kaum besser, der Nordire sorgte jedoch in Monaco als Dritter für den Höhepunkt des Jahres. Nach zehn Ausfällen in 14 Rennen stand er 2002 in Monza erneut als Dritter auf dem Podium. Der zweite und letzte Podestplatz des Teams und Rang 7 in der Teamwertung. Nachdem in den folgenden beiden Jahren Mark Webber und seine Teamkollegen keinen einzigen Platz unter den ersten Drei mehr erringen konnten und das Team in der Wertung Platz 7 abonniert zu haben schien, standen in Brasilien 2004 zum letzten Mal zwei Autos in "British Racing Green" in der Startaufstellung.

Toyota: 2002 - 2009

Toyota: 2002 - 2009
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2002 wagte mit Toyota ein neuer Hersteller den Schritt in die Formel 1. Die erste Platzierung auf dem Podium folgte aber erst drei Jahre später. Jarno Trulli wurde 2005 in Malaysia und Bahrain Zweiter. Mit 88 Punkten war das Team am Ende des Jahres Vierter der Teamwertung – so weit vorne wie danach nie wieder. Bis zu Timo Glocks zweitem Platz in Ungarn 2008 gab es für Toyota nur sporadische dritte Plätze. Der Deutsche beendete seine Karriere bei den Japanern mit einem weiteren zweiten Platz 2009 in Singapur, Trulli wurde in Japan ebenfalls Zweiter. Am Ende des Jahres verabschiedete sich Toyota jedoch auf Nimmerwiedersehen aus der Königsklasse.

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Fahrer Eddie Irvine , Jarno Trulli , Ralf Schumacher , Mika Häkkinen , Timo Glock
Teams Jaguar Racing , Peugeot Sport , Jordan
Artikelsorte Fotostrecke
Tags formel 1, hersteller