Nach Austin: Duell Hamilton vs. Rosberg um WM-Titel und mehr geht weiter

Wie Austin-Sieger Lewis Hamilton und der in der Gesamtwertung weiterhin führende Nico Rosberg die Situation im Formel-1-Titelkampf 2016 einschätzen.

Aus 33 Punkten Rückstand auf Nico Rosberg hat Lewis Hamilton beim Grand Prix der USA in Austin einen Rückstand von 26 Punkten gemacht. Der Titelverteidiger gewann auf dem Circuit of The Americas souverän von der Pole-Position. Rosberg brachte nach schlechtem Start noch Platz 2 ins Ziel und hat damit Schadensbegrenzung betrieben. Vollständig zufrieden ist der Tabellenführer damit aber nicht.

"Ich wollte den Grand Prix der USA gewinnen und das hat nicht geklappt. Aus diesem Grund verfalle ich natürlich nicht gerade in Riesenjubel", so Rosberg, um anzufügen: "Lewis war am gesamten Wochenende sehr stark. Es war sein Wochenende. Er fuhr ein starkes Qualifying, erwischte einen perfekten Start und fuhr auch ein perfektes Rennen."

Hamilton-Triumph im Zeichen von Sorgen um die Technik

Hamiltons Triumphfahrt stand allerdings im Zeichen von Sorgen um die Zuverlässigkeit seines Silberpfeils. "Ich hatte weniger Motorleistung als Nico und das war mir bewusst. Auf den Geraden musste ich manchmal mit Halbgas fahren und hoffte einfach nur, dass sich der Motor nicht verabschiedet", so Hamilton, der den Sieg schließlich mit 4,5 Sekunden Vorsprung auf Rosberg ins Ziel brachte.

Fotos: Lewis Hamilton beim Grand Prix der USA in Austin

Hamiltons Sorgen um die Zuverlässigkeit sind verständlich, denn speziell nach seinem in Sepang in Führung liegend erlittenen Motorschaden ist der Titelverteidiger vorgewarnt. In Austin lief für Hamilton alles nach Plan, doch er merkt an: "Die Zuverlässigkeit ist meine Sorge, wohingegen er (Rosberg; Anm. d. Red.) sich darum offenbar keinerlei Sorgen machen muss. Ich muss das schon und deshalb glaube ich, dass das wohl das einzige ist, was mir im Weg stehen kann."

Aber: Angesichts seiner 26 Punkte umfassenden Tabellenführung würden Rosberg auch bei den 3 abschließenden Saisonrennen in Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi jeweils 2. Plätze hinter Hamilton reichen, um sich erstmals in seiner Formel-1-Karriere zum Weltmeister zu krönen. Sprich: Hamilton kann den WM-Titel 2016 auch mit perfekt laufendem Auto nicht mehr aus eigener Kraft gewinnen.

Tabellenführer Rosberg will weiter angreifen

"Über die Situation in der Weltmeisterschaft bin ich mir voll im Klaren", so Rosberg, der jedoch ungeachtet seiner komfortablen Lage weiter angreifen will: "Das Beste für mich ist es, die Sache so einfach wie möglich zu halten. Wenn ich nach Mexiko komme, dann werde ich dort den Sieg anpeilen, denn ich würde dort echt gerne gewinnen", so der Vorjahressieger.

Mit seinem Triumph beim Grand Prix von Mexiko 2015 läutete Rosberg eine Phase ein, die ihn saisonübergreifend bis jetzt 12 Rennen hat gewinnen sehen. Im Gegenzug hat es Hamilton im selben Zeitraum "nur" auf 7 Siege gebracht. Der Kampf der beiden Mercedes-Piloten um den WM-Titel 2016, aber auch um die Vormachtstellung im Team, geht weiter.

Jetzt ein Teil von etwas Großem werden!

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung GP USA
Rennstrecke Circuit of the Americas
Fahrer Lewis Hamilton , Nico Rosberg
Teams Mercedes
Artikelsorte News
Tags f1, hamilton, mercedes, rosberg, stalduell, teamduell, titelkampf, wm-kampf