Neues Formel-1-Qualifying: Ferrari deutet Boykott an

Die kritischen Stimmen zum designierten neuen Qualifying-Format der Formel 1 mehren sich: Ferrari stellt sich quer, Fernando Alonso sorgt sich um die Fans.

Die Idee, das Formel-1-Qualifying beginnend mit dieser Saison in Form eines Shootouts zu gestalten, bei dem die langsamsten Fahrer in den drei Segmenten (Q1 bis Q3) jeweils nach festgelegten Zeitintervallen ausscheiden, hatte bereits vor wenigen Tagen Kritik hervorgerufen. Unter anderem Williams-Pilot Felipe Massa äußerte sich skeptisch.

Nun erfährt der neue Modus, dessen Einführung aufgrund von Software-Problemen ohnehin um mindestens zwei Monate verschoben werden muss, weiteren Gegenwind. Allen voran bei Ferrari ist man von Bernie Ecclestones Shootout-Idee alles andere als angetan.

„Ich finde, es braucht weitere Gespräche über das neue Qualifying-Format. Ich glaube nicht, dass alle Teams mit den Vorschlägen einverstanden sind“, so Ferrari-Präsident Sergio Marchionne anlässlich des Genfer Autosalons. Als Wortführer des Ferrari-Konzerns bezieht der 63-Jährige klar Stellung: „Ich bin mir nicht sicher, ob Ferrari Bernies Ideen akzeptieren kann.“

Zuspruch erfährt Marchionne von McLaren-Pilot Fernando Alonso. Gegenüber dem spanischen Radiosender COPE bezeichnet Alonso das geplante neue Qualifying als „verrückt“ und befürchtet, dass der neue Modus „den Fans Kopfschmerzen bereiten wird“.

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