Teamchefin: „Die Formel 1 ist kein fairer Wettbewerb mehr“

Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn erhebt schwere Vorwürfe gegen die Formel 1 und wünscht sich gleiche Bedingungen für alle Teilnehmer.

Denn Letzteres sei, was der Rennserie im Augenblick fehle, sagt Kaltenborn im Gespräch mit Motorsport.com.

Sie kritisiert vor allem, dass die Spitzenteams nicht nur einen Großteil der kommerziellen Einnahmen erhalten, sondern darüber hinaus auch noch in die Gestaltung des Reglements eingebunden sind. Kleinere Rennställe, so Kaltenborn, hätten in beiden Fällen das Nachsehen.

 

„Und das ist enttäuschend, denn wir haben es hier mit einem fantastischen Sport zu tun. Es bräuchte ja nicht viel, um eine Änderung herbeizuführen“, sagt sie.

Doch weil die Verantwortlichen nicht einlenken wollen, haben Sauber und Force India bereits rechtliche Schritte eingeleitet und eine offizielle Beschwerde bei der EU eingereicht – bisher jedoch ohne Ergebnis.

 

Aus diesem Grund bezeichnet Kaltenborn die Situation als „frustrierend“, zumal die aktuellen Vereinbarungen der Formel 1, wonach die Spitzenteams am meisten Gelder und Mitspracherecht erhalten, die kleineren Rennställe nur noch mehr in die Bredouille bringen.

„All dies führt dazu, dass die Formel 1 kein fairer Wettbewerb mehr ist. Wir aber wollen gleiche Bedingungen für alle. Nur dann hast du eine Chance.“ Doch das ist derzeit nicht in Sicht.

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