Toto Wolff: Keine Verschwörung hinter Mechaniker-Austausch bei Mercedes

Laut Mercedes-Chef Toto Wolff steckt hinter dem Austausch einiger Mechaniker von Nico Rosberg und Lewis Hamilton keine Verschwörung.

Hamilton hat während des Formel-1-Wochenendes in Abu Dhabi angedeutet, die Wahrheit über den Mechaniker-Tausch wäre ein spannendes Kapitel, wenn er nach seinem Karriereende ein Buch schreiben würde.

Wolff stellte klar, der Austausch von Personal sei ein natürlicher Prozess und nichts Merkwürdiges. 

"Es ist immer gefährlich, wenn ein Statement aus einer Pressekonferenz herausgepickt wird. Es ist bemerkenswert: Die beiden Fahrer gestalten ihre Beziehung immer zum Vorteil des gesamten Teams. Dabei stehen beide sehr unter Druck", sagte Wolff.

"Der Kommentar wurde also nur herausgezogen. Wenn man die Mannschaft eines Fahrers wie dessen Chef- oder normale Mechaniker austauscht, kann das einen psychologischen Effekt auf den Piloten haben."

"Wir wussten das und haben es auf dem Schirm gehabt, als wir es taten. In Brixworth und Brackley haben wir mehr als 1.500 Angestellte. Es geht uns um die Weiterentwicklung des Personals."

"Jemand, der heute für einen bestimmten Teil des Fahrzeugs zuständig ist, kann morgen eine leitende Figur sein. Danach kann er zum Chefmechaniker werden. Vielleicht hat er sogar noch mehr Potenzial, um in der Organisation aufzusteigen."

"So gehen wir im gesamten Unternehmen vor. Wir sind kein statisches Gebilde. Wir haben dynamische Strukturen und das gilt auch für die Garagen."

"Das ist ein Fakt. Ich habe den Effekt auf den einzelnen Fahrer wahrgenommen und ihn Berücksichtigt. Vielleicht schreibe ich in 10 Jahren ein Buch mit interessanten Einzelheiten."

Bildergalerie: Lewis Hamilton in Abu Dhabi

Auch wenn es wichtig sei, dem Fahrer die Dinge zu geben, die er braucht, sollte sie niemals über dem Wohle des ganzen Teams stehen, fügte der Mercedes-Chef hinzu.

"Um die Leistung der Mannschaft auf einem hohen Level zu halten, muss man seinen Top-Fahrern etwas bieten. Man muss die Entscheidungen aber auch für hunderte Leute treffen."

"Wir wollen unsere Entscheidungen zum Wohl dieser 1.500 Menschen, für unsere tolle Marke und nicht für eine einzelne Person treffen. Trotzdem denken wir daran, was für den Fahrer wichtig ist."

Bildergalerie: Nico Rosberg in Abu Dhabi

"Was man auf der Strecke sieht, ist nur die Spitze des Eisbergs. Der riesen Block, der nicht zu sehen ist, ist die Basis für die gute Leistung, welche unser Team dahin gebracht, wo es jetzt ist."

"Ein wichtiger Teil ist, die effektivste Organisation zu haben, nicht nur heute sondern auch morgen. Deshalb ist der Vorgang nur ein Element des natürlichen Prozesses."

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung GP Abu Dhabi
Rennstrecke Yas Marina Circuit
Fahrer Lewis Hamilton , Nico Rosberg
Teams Mercedes
Artikelsorte News
Tags formel 1, lewis hamilton, mercedes, verschwörungstheorien