Warum der GP Brasilien ein 2. Mal gestoppt wurde

Der umstrittene 2. Abbruch des Großen Preises von Brasilien der Formel 1 hatte einen Grund, wie Motorsport.com erfahren hat.

Die Strecke war zum Zeitpunkt der Unterbrechung nicht etwa zu nass und es gab auch nicht zu viel Regen. Die Rennleitung erkannte auf ihrem Wetterradar vielmehr, dass eine weitere Schlechtwetterzone im Anmarsch war, die den Fortgang des Rennens gefährdet hätte.

Daher ließ die Rennleitung rote Flaggen zeigen, um eine Regenfront passieren zu lassen, sodass der Grand Prix anschließend und bei besserem Wetter über die volle Distanz ausgetragen werden konnte. Ansonsten wären wohl etliche Runden mehr hinter dem Safety-Car zugebracht worden.

Die Entscheidung scheint richtig gewesen zu sein: Nach dem 2. Abbruch gab es keine weiteren Unterbrechungen mehr, lediglich eine Safety-Car-Phase nach dem Unfall von Felipe Massa.

Teamchef Christian Horner lobt die Rennleitung um Charlie Whiting daher für ihren Weitblick: "Es war wirklich schwierig für sie, aber für sie hatte die Sicherheit der Fahrer stets Priorität. Und am Ende lief das Rennen ja auch prima durch und wir haben fantastische Action gesehen."

Allerdings hagelte es auch Kritik. Niki Lauda etwa sprach von der "schlimmsten Entscheidung" in der Geschichte der Formel 1, zumal etliche Fahrer am Funk kundtaten, dass die Bedingungen einen Restart zulassen würden.

Zum 1. Mal hatte die Rennleitung den GP Brasilien nach dem Unfall von Kimi Räikkönen mit der roten Flagge unterbrochen. Anschließend wagte man hinter dem Safety-Car einen neuen Anlauf, brach aber diesen Versuch bereits nach wenigen Runden – und sehr zum Ärger der Zuschauer vor Ort – ebenfalls mit der roten Flagge ab.

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung GP Brasilien
Rennstrecke Interlagos
Artikelsorte News
Tags abbruch, charlie whiting, regen, rennleitung, restart, rote flagge, wetter