Le Mans 24h Moto: Pole-Position geht nach Deutschland

Das deutsche Penz13.com BMW Motorrad Racing Team startet bei den 24 Stunden von Le Mans von der Pole-Position. YART auf drei.

Paukenschlag nach den Qualifyings zum Saisonauftakt der Langstrecken-Weltmeisterschaft: Das deutsche Penz13.com – BMW Motorrad Team von Teamchef Rico Penzkofer wird die 24 Stunden von Le Mans für Motorräder von der Pole-Position aus aufnehmen.

Im ersten Qualifying vom Donnerstag hatten Mathieu Gines, Kenny Foray und Lukas Pesek noch auf Platz 30 rangiert, am Freitag zündeten sie den Turbo. In der verregneten ersten Session hatten allerdings alle Pirelli-Teams Probleme, im Trockenen hingegen lagen gleich drei Teams des italienischen Reifenherstellers an der Spitze.

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„Ich bin absolut glücklich und zufrieden“, so Teamchef Penzkofer. „Die große unbekannte Komponente für das Rennen wird das Wetter. Wenn es regnet wird es für uns schwierig, im Trockenen haben wir die Pace. Es wird viel über die Strategie entschieden werden hier.“

Es wird viel über die Strategie entschieden werden hier.

Das Wetter ist derzeit eh das große Gesprächsthema in Le Mans. Das Rennen findet dieses Jahr zwei Wochen früher als sonst statt – und dementsprechend sind die Witterungsbedingungen.

Im Donnerstags-Quali wechselten sich Regen- und Hagelschauer mit Sonnenschein ab. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sank das Quecksilber auf den Gefrierpunkt, Raureif und vereiste Scheiben waren nach dem Nachttraining die Folge.

Hinter Penz13 qualifizierten sich die 24-Stunden-Seriensieger vom Team SRC Kawasaki. Gregory LeBlanc, Matthieu Lagrive und Fabien Foret landeten knapp hinter der deutschen BMW.

Startplatz drei ging an das YART Yamaha Official EWC Team des Österreichers Mandy Kainz. Mit Broc Parkes, Max Neukirchner und Ivan Silva lag die Mannschaft absolut in Schlagdistanz. Allerdings gab es für YART auch einen heftigen Rückschlag, als Silva seine Qualifying-Session mit einem Sturz beendete. Die Yamaha wurde ordentlich kalt verformt, Silva klagt über Schmerzen in der Hand und soll später noch einmal geröntgt werden. Der Rennstart wackelt.

Die Weltmeister vom Suzuki Endurance Racing Team (SERT) fuhren mit Vincent Phillipe, Anthony Delhalle und Etienne Masson zum vierten Startplatz. Dabei blieben sie vor GMT94 Yamaha (Louis Rossi, Niccolò Canepa, David Checa) und Honda Endurance Racing (Julien da Costa, Sebastien Gimbert, Freddy Foray).

Man merkt einfach, dass er schon Mal Weltmeister war.

Das Schweizer Team Bolliger holte mit Horst Saiger, Michael Savary und Gianluca Vizziello den neunten Startplatz. Die Schubert-Mannschaft aus Oschersleben fuhr den 19. Startplatz heraus. Bastien Mackels, Dominik Vincon und Stefan Kerschbaumer belegten damit auch den achten Platz der Superstock-Klasse.

Action beim Training
Sascha Hommel ist zurück auf dem Renn-Motorrad.

Foto: Toni Börner

Das GERT 56 HMT by rs speedbikes Team mit Pedro Vallcaneras, Sascha Hommel und Didier Grams landete auf dem 28. Startplatz. „Damit sind wir absolut zufrieden“, so Teammanager Karsten Wolf gegenüber Motorsport.com. „Unser Ziel heißt ankommen! Wir sind froh, dass Pedro bei uns für Rixi [Rico Löwe] eingesprungen ist. Man merkt einfach, dass er schon Mal Weltmeister war.“ Löwe war ursprünglich eingeplant gewesen, hatte sich beim Testen in Portimão aber das Handgelenk gebrochen. Er ist zur seelischen und moralischen Unterstützung trotzdem nach Le Mans gereist und steht dem Team in der Box zur Seite.

Das weitere deutsche Team von Motobox Kremer Racing fuhr mit Timo Paavilainen, Martin Scherrer und Franck Gaziello den 42. Startplatz heraus.

Insgesamt sind 57 Teams und Maschinen für die 24 Stunden von Le Mans qualifiziert. Das Rennen startet am morgigen Samstag um 15:00 Uhr.

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Rennserien FIM Endurance , Motorrad
Artikelsorte Qualifyingbericht