Analyse: Reifen werden für Ducati in Österreich entscheidend sein

Ducati hofft sei 2010 auf einen ersten MotoGP-Sieg – diese Woche stehen in Österreich die Chancen darauf nicht schlecht. Allerdings wird viel davon abhängen, welche Reifen Michelin an den Red Bull Ring mitbringen wird.

Die Strecke von Spielberg ist erstmals seit 1997 wieder im Kalender des Motorrad Grand Prix Sportes vertreten, bei den jüngsten Tests hat Ducati extrem gut abgeschnitten. Das Layout des ehemaligen Österreichrings kommt den Stärken und der schieren Power der Desmosedici GP Maschinen entgegen.

Beim Test klassierten sich die beiden Werkspiloten Andrea Iannone und Andrea Dovizioso an der Spitze, Edel-Tester Casey Stoner wurde Dritter.

Für Iannone ist derweil aber klar, dass der erste Königsklasse-Sieg für Ducati in sechs Jahren nicht einfach wird – er mahnt das Reifenmanagement als entscheidenden Faktor an.

„Die Ducati-Fahrer waren beim Test alle stark“, sagt Iannone. „Die Strecke hat unserem Motorrad gut gepasst und ich hatte echt Spaß da zu fahren.“

„Aber natürlich ist ein Test nur ein Test – und ein Rennen ist ein ganz anderer Schuh. Wir müssen abwarten, welche Reifen Michelin mitbringt, ob das die gleichen wie beim Test sein werden, oder aber andere.“

Durchdrehende Reifen

Beim Test im Juli hatte Michelin drei Mischungen an Hinterreifen mit, die härteste davon war für Ducati schwerer als bei anderen Herstellern über die Renndistanz zu bringen.

„Der harte Reifen hat bei den meisten Teams zwölf bis 14 Runden gehalten, aber bei Ducati nur acht oder neun“, sagte ein Teammitglied gegenüber Motorsport.com.

„Michelin hat mit den Ingenieuren aller Teams gesprochen und eigene Schlüsse gezogen, aber sie müssen härtere Reifen mitbringen, um die Haltbarkeit zu gewährleisten.“

Der Red Bull Ring ist erst kürzlich neu asphaltiert worden, daher könnten die harten Reifen, die Michelin beim Test mit hatte, für Ducati einen Einbruch bedeuten.

„Der Grip war beim Test gut“, verriet ein weiteres Teammitglied. „Es gab kein Graining. Aber wir wissen jetzt nicht, welche Mischungen Michelin mitbringen wird.“

„Die Reifen beim Test waren nicht schlecht, aber sie konnten sich nicht auf die verschiedenen Kombinationen der Mischungen entscheiden. Wir werden es nicht wissen, bis sie es bekannt geben.“

Beim Test noch hatte Jorge Lorenzo gesagt, dass es für Ducati schwer werden wird, diese Eine-Runde-Pace über die Renndistanz zu bringen.

„Ich habe gehört, dass sie etwas Probleme mit der Haltbarkeit der Reifen haben“, so der Yamaha-Pilot, der am zweiten Testtag Rang sechs belegt hatte.

„Sie überhitzen den Hinterreifen etwas mehr, darum weiß ich nicht, ob sie diesen Speed wirklich über die Renndistanz halten werden können.“

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung GP Österreich
Rennstrecke Red Bull Ring
Fahrer Jorge Lorenzo , Andrea Iannone
Teams Ducati Team
Artikelsorte Analyse