Cal Crutchlow: Leider waren meine beiden Mädels nicht hier

Cal Crutchlow holte sich auf Phillip Island den zweiten GP-Sieg seiner Karriere und der Saison. Der Brite hatte das Feld im Griff.

Im Ziel hatte Cal Crutchlow 4,2 Sekunden Vorsprung auf Valentino Rossi. Der Italiener hatte nur zwischenzeitlich glauben dürfen, den Briten noch abzufangen. Daraufhin zog Honda-Mann Crutchlow das Tempo noch mal an.

"Ich bin natürlich richtig, richtig zufrieden", strahlte er. "Bei den Bedingungen, die wir das ganze Wochenende über hatten, ging es nur darum, die ganze Zeit konzentriert zu bleiben und in der Situation das Beste daraus zu machen."

"Leider waren meine beiden Mädels heute nicht hier, die sitzen gerade im Flugzeug nach Malaysia, dort sehe ich sie endlich wieder." - Cal Crutchlow

Nur das Warmup und Rennen selbst waren an diesem Wochenende bei gänzlich trockenen Bedingungen über die Bühne gegangen.

"Wir mussten stark bleiben. Meine Pace im Rennen war gut, besser als in den letzten Jahren – was wirklich verblüffend ist, wenn man bedenkt, wie wenig wir im Trockenen gefahren sind, vor dem Rennen nur im Warmup heute morgen."

"Da bin ich zufrieden, die Vorteile zu ziehen, wenn ich die Vorteile ziehen kann."

Crutchlows Frau Lucy und Tochter Willow haben derweil den Sieg verpasst. "Leider waren meine beiden Mädels heute nicht hier, die sitzen gerade im Flugzeug nach Malaysia, dort sehe ich sie endlich wieder."

Marquez-Sturz psychologisch nicht von Vorteil

 

Marc Marquez, Repsol Honda Team, Crash
Cal Crutchlow sah den Sturz von Marc Marquez - und das half ihm nicht wirklich.

Foto Gold and Goose Photography

 

Weltmeister Marc Marquez war wie eine Granate in das Rennen gestartet und sich schon auf drei Sekunden vom Feld abgesetzt. Crutchlow konnte den Vorsprung des Spaniers rapide schließen, dann stürzte Marquez unter dem Druck des Briten – in Kurve 4, der Honda-Corner.

"Wenn Marc in Turn 6 gestürzt wäre, hätte mich das nicht gejuckt", so Crutchlow. "Aber in Turn 4 bin ich vor zwei Jahren gestürzt, 4 Sekunden hinter Vale und 10 Sekunden hinter mir, auf der letzten Runde. Ich glaube er ist in Runde 9 gestürzt und ich habe dann das restliche Rennen über gedacht: Das ist ein Desaster." Damals hatte Crutchlow wenige Meter vor dem Ziel ein Podest weggeworfen.

"Ich habe die Boxentafel gesehen mit '1,4 Vale'. Da hab ich mir gedacht: Och bitte nicht, der kommt von 15 und holt mich schon ein." - Cal Crutchlow

"Ich habe dort keine Zeit gut gemacht, habe nicht hart gebremst, hab es locker angehen lassen. Ich habe gepusht, wenn die Sonne nicht geschienen hat, denn ich wusste, ich muss die Temperatur im Reifen halten. Als sie geschienen hat, konnte ich es etwas lockerer angehen lassen."

"Ich war dann in einem guten Rhythmus, den ich halten konnte. Ich habe die Boxentafel gesehen mit '1,4 Vale'. Da hab ich mir gedacht: Och bitte nicht, der kommt von 15 und holt mich schon ein."

"Also habe ich noch mal ein wenig Druck gemacht. Das war das große Spiel: Du musst pushen und spürst, dass noch mehr geht, aber mit dem Vorderreifen darfst du es halt nicht übertreiben, sonst stürzt du."

"Das ist natürlich ein guter Moment in meiner Karriere, das habe ich aber auch schon vor ein paar Rennen gesagt. Ich wollte in Brünn auf das Podest, geschafft, in Silverstone wollte ich auf das Podest, das habe ich geschafft und hier wollte ich gewinnen."

"Letzte Woche hat mich jemand gefragt, was ich auf Phillip Island machen will und ich habe gesagt: Gewinnen. Die haben mir das nicht geglaubt."

"Es ist auch gut, jetzt einen im Trockenen zu haben. Denn wenn du im Regen gewinnst, denken die Leute, dass du nur im Regen gewinnen kannst. Hier war es aber trocken, das ist gut."

Werde Teil von etwas Großem!

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP , Motorrad
Veranstaltung GP Australien
Unterveranstaltung Rennen, Sonntag
Rennstrecke Phillip Island Grand Prix Circuit
Fahrer Cal Crutchlow
Artikelsorte News
Tags australiangp, australien, cal crutchlow, großer preis von australien, motogp, rennen, sieger, stimmen