Der Test von Jerez: Das haben Marquez, Lorenzo und Co probiert

Der Test von Jerez: Das haben Marquez, Lorenzo und Co probiert

Marc Marquez hat den Montagstest in Jerez als schnellster beendet. Der Spanier blieb knapp vor seinen Landsleuten Jorge Lorenzo und Maverick Vinales.

Der Repsol Honda Pilot Marc Marquez, der am Sonntag Dritter im Großen Preis von Spanien geworden war, holte beim Test am Montag in 1:39,313 Minuten die Bestzeit. Mit insgesamt 91 Runden fuhr er seinen schnellsten Umlauf in der elften Runde. Er blieb 19 Tausendstelsekunden vor Jorge Lorenzo und zwei Zehntelsekunden vor Maverick Vinales.

Michelin – Probleme angreifen

Michelin-Reifen
Michelin hat einige Probleme zu lösen.

Foto: Gold & Goose Photography

Bei Michelin ist der Saisonstart im MotoGP-Comeback-Jahr sicher alles andere als gewünscht verlaufen. Reifen-Platzer von Loris Baz beim Test in Sepang, dann das Desaster von Argentinien. Und auch in Jerez blieben die Franzosen nicht von Problemen verschont. Nicht zuletzt, weil am Samstag auch die halbe Belegschaft krank im Hotelbett lag und das FP4 und Qualfiying verschoben werden musste.

Außer vielleicht Valentino Rossi, der das Rennen von der Pole Position aus gewann, klagten nahezu alle Fahrer über Probleme beim Hinterrad-Grip. Bei Scott Redding fehlte nicht viel zu einem erneuten Desaster a la Argentinien-Training.

Zum Test brachte Michelin daher heute drei neue Vorderreifen mit, die mit den Spezifikationen vom Wochenende verglichen werden sollten. Allerdings konzentrierte sich Michelin weiterhin auf die Vorderreifen, neue hintere Pellen gab es nicht. Das Problem der blockierenden Vorderräder beim Bremsen soll mit dieser neuen Mischung angegangen werden.

Yamaha

Jorge Lorenzo, Yamaha Factory Racing
Jorge Lorenzo, Yamaha Factory Racing

Photo by: Yamaha MotoGP

Im Werksteam begann Sieger Valentino Rossi erst später mit der Testarbeit, schlug erst Nachmittag auf der Strecke von Jerez auf.

Er und Noch-Teamkollege Jorge Lorenzo fuhren mit der aktuellen Maschine, bekamen dabei aber neuen Benzintanks, deren Inhalt am Motorrad weiter nach hinten versetzt wurde. Außerdem probierte Lorenzo den Auspuff, den Rossi schon fuhr.

Rossi landete auf Platz vier hinter Marquez, Vinales und Lorenzo. Er verlor auf die Tagesbestzeit 0,319 Sekunden.

Beim Satelliten-Team von Tech 3 testete Pol Espargaro neue Wege bei der Elektronik-Abstimmung, Teamkollege Bradley Smith warf ein Auge auf den hinteren Teil des Fahrwerkes.

Espargaro holte Rang neun, Smith wurde Elfter.

Honda

Tito Rabat, Marc VDS Racing Honda
Tito Rabat war fleißigster Tester.

Foto: Gold and Goose Photography

Marc Márquez und Dani Pedrosa erhielten für ihre Werks-RC213Vs neue Winglets, diese entsprechen der vierten Ausbaustufe / Spezifikation, die sich die HRC-Ingenieure erdacht haben.

Außerdem erhielten beide eine neue Schwinge und neue Mappings für die Elektronik.

Pedrosa landete auf dem fünften Testrang und verlor auf seinen Teamkollegen an der Spitze 0,333 Sekunden.

Im LCR-Team experimentierte Cal Crutchlow mit dem Fahrwerk, der Geometrie und ebenfalls Winglets. Marc VDS Honda hat derweil einen Auspuff für Jack Miller und Tito Rabat erhalten, den das Werksteam einsetzt.

Crutchlow wurde mit einer halben Sekunde Rückstand Siebter, Miller 14. und Rabat 16. Letzterer war mit insgesamt 94 Runden der fleißigste Mann auf der Strecke.

Suzuki

Maverick Viñales, Team Suzuki MotoGP
Maverick Viñales machte einen weiteren Schritt Richtung Spitze

Photo by: Suzuki MotoGP

Maverick Viñales probierte Winglets, um die Probleme aus dem gestrigen Rennen zu beseitigen. Teamkollege Aleix Espargaró testete ebenso Winglets und Elektronik-Abstimmungen.

Viñales holte Rang drei, Espargaró wurde mit 0,369 Sekunden Rückstand Sechster.

Aprilia

Stefan Bradl, Aprilia Racing Team Gresini
Stefan Bradl, Aprilia Racing Team Gresini

Foto: Gold and Goose Photography

Neuer Rahmen, neue Schwinge und neue Motorteile für die Werkspiloten aus Noale. Stefan Bradl und Alvaro Bautista fuhren dabei eine ganze Reihe von Vergleichen aus altem und neuem Material.

Bradl war eine halbe Sekunde schneller als sein Teamkollege und verabschiedete sich mit Platz 13 aus dem Test, Bautista wurde 17.

Ducati

Andrea Iannone, Ducati Team
Andrea Iannone, Ducati Team

Photo by: Ducati Corse

Andrea Iannone und Andrea Dovizioso konzentrierten sich hauptsächlich auf den Vorderreifen. Bei Aspar gab es keine neuen Teile, daher ging es um den neuen Reifen von Michelin, die Elektronik und das Setup als solches. Avintia nahm am Test nicht teil. Scott Redding versuchte herauszufinden, warum er im Rennen gestern mit dem Hinterreifen so einbrach, Ducati-Testfahrer Michele Pirro arbeitete ausschließlich mit den Vorderreifen.

Iannone war als Achter dabei schnellster Mann der Roten, Dovizioso wurde Zehnter, Hernandez Zwölfter, Redding 15., Pirro 18. und Laverty 19.

Ergebnis Jerez-Test

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Marc Marquez Repsol Honda Team 1:39,313
2 Jorge Lorenzo Yamaha Factory Racing 1:39,332
3 Maverick Vinales Team Suzuki ECSTAR 1:39,536
4 Valentino Rossi Yamaha Factory Racing 1:39,632
5 Dani Pedrosa Repsol Honda Team 1:39,646
6 Aleix Espargaro Team Suzuki ECSTAR 1:39,682
7 Cal Crutchlow Team LCR 1:39,812
8 Andrea Iannone Ducati Team 1:39,879
9 Pol Espargaro Tech 3 1:39,942
10 Andrea Dovizioso Ducati Team 1:40,027
11 Bradley Smith Tech 3 1:40,335
12 Yonny Hernandez Aspar Racing Team 1:40,351
13 Stefan Bradl Aprilia Racing Team Gresini 1:40,674
14 Jack Miller Estrella Galicia 0,0 Marc VDS 1:40,681
15 Scott Redding Octo Pramac Yakhnich 1:40,844
16 Tito Rabat Estrella Galicia 0,0 Marc VDS 1:40,919
17 Alvaro Bautista Aprilia Racing Team Gresini 1:40,960
18 Michele Pirro Octo Pramac Yakhnich 1:41,442
19 Eugene Laverty Aspar Racing Team 1:41,462

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung GP Spanien
Rennstrecke Circuito de Jerez
Fahrer Valentino Rossi , Jorge Lorenzo , Marc Marquez , Maverick Vinales
Artikelsorte Testbericht
Tags TEST, jerez, jerez de la frontera, motogp