Marquez gewinnt Rennen & WM – Rossi & Lorenzo stürzen

Marc Marquez hat den Japan GP und damit die MotoGP-Weltmeisterschaft gewonnen. Valentino Rossi und Jorge Lorenzo stürzten.

Honda-Pilot Marc Marquez hat den Japan Grand Prix gewonnen und ist zum fünften Mal Weltmeister. Der Spanier verwandelte seinen ersten Matchball, nachdem Valentino Rossi und Jorge Lorenzo im Rennen in Motegi stürzten. Andrea Dovizioso und Maverick Vinales rundeten das Podest ab.

Lorenzo hatte den besten Start erwischt und wollte sich gleich vom Feld absetzen – eine Spezialität des Spaniers aus den letzten Jahren. Doch, daraus wurde nichts. Auch Rossi war zunächst an Marquez vorbei gegangen, sah sich aber noch auf der ersten Runde unter Druck und musste klein bei geben.

18 Runden vor Schluss übergab dann Rossi den Matchball vollends an Marquez. Eine Runde, nachdem er an seinem Teamkollegen Lorenzo vorbei auf zwei gegangen war, warf der Italiener seine Yamaha weg. Er konnte zwar noch die Box ansteuern, allerdings gab er dort auf. Rossi war das Vorderrad weggerutscht.

Fünf Runden vor Schluss tat es Lorenzo dann Rossi gleich: Der Weltmeister stürzte über das Vorderrad und war damit als Champion abgelöst. Marquez lag souverän in Führung und gewann auf der Honda-Eigenen Strecke von Motegi Rennen und Weltmeister-Titel.

Marquez: Nach "Lorenzo Out" erstmal nervös geworden

Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team

Foto Gold and Goose Photography

"Ehrlichgesagt, das ist ein unglaublich geiles Gefühl", freute sich der neue Weltmeister. "Vor dem Rennen hätte ich nicht gedacht, dass es möglich ist. Aber als ich sah 'Rossi Out' habe ich mir gesagt: Jetzt gibst du alles und gehst auf Sieg. Ich habe Druck gemacht und gepusht und als ich dann sah 'Lorenzo Out', dann wurde es schwierig."

"Auf der Runde habe ich in vier, fünf Kurven Fehler gemacht, mich verschalten und so weiter. Es war echt schwer, mich dann noch zu konzentrieren. Das ist jetzt einfach unglaublich, gerade nach der letzten Saison, und dann noch hier, Honda, Motegi, alles."

"Als ich sah: 'Lorenzo Out' wurde es schwierig. Auf der Runde habe ich in vier, fünf Kurven Fehler gemacht, mich verschalten und so weiter." - Marc Marquez

"Wir haben uns stark zurückgekämpft, mit dem Team und allen. Ich möchte auch meine Großmutter nicht vergessen, die dieses Jahr gestorben ist und über diesen Titel ist sie sicher sehr froh."

Der heutige WM-Titel ist Marc Marquez' Fünfte Weltmeisterschaft in sieben Saisons.

Andrea Dovizioso, Ducati Team
Andrea Dovizioso, Ducati Team

Foto Ducati Corse

Rang zwei im Rennen ging an die Werks-Ducati mit Andrea Dovizioso, der das Ziel 2,992 Sekunden hinter Marquez sah.

"Mein Start war gut, aber Valentino ist links gekommen und ich musste das Gas zu drehen", so Dovizioso. "Das hat mich Zeit gekostet, aber die konnte ich wieder gut machen. Nachdem Valentino gestürzt war, habe ich mich dazu entschieden, es locker angehen zu lassen. Ich war hinter Lorenzo, aber der hat nicht wirklich gepusht und dann auch noch einen Fehler gemacht. Für uns war das ein wirklich gutes Wochenende, das war uns wichtig."

Suzuki zurück auf dem Podest

Maverick Viñales, Team Suzuki Ecstar MotoGP
Maverick Viñales, Team Suzuki Ecstar MotoGP

Foto Suzuki MotoGP

Maverick Vinales wurde Dritter, nachdem er sich an seinen Teamkollegen Aleix Espargaró erst heran und dann vorbei kämpfen musste.

"Das war ein schwieriges Rennen", so Vinales, der sechs Runden vor Schluss Rang drei übernehmen konnte. "Aleix ist unglaublich stark auf der Bremse, es war schwer ihn und Dovi einzuholen. Als ich aber gesehen habe, dass ich Dritter werden kann, habe ich mir gedacht, dass ich Suzuki besser dieses Podest nach Hause bringe."

Aleix Espargaró verpasste damit als Vierter das Podest, Honda-LCR-Pilot Cal Crutchlow wurde Fünfter. Pol Espargaró, Alvaro Bautista, Danilo Petrucci, Scott Redding und Stefan Bradl rundeten die Top Ten ab.

Bei seinem Debüt im Ducati-Werksteam stürzte auch Hector Barbera. Der Sturz war eine Kopie desjenigen von Rossi, nur zwei Runden später, auch Jack Miller und Eugene Laverty beendeten ihre Rennen im Kies.

Moto2: Lüthi siegt, Zarco baut WM-Führung aus

Thomas Lüthi, Interwetten
Thomas Lüthi gewinnt in Japan die Moto2-Klasse.

Foto Gold and Goose Photography

In der Moto2-Klasse ging der Sieg an den Schweizer Thomas Lüthi, der sich knapp um 0,386 Sekunden gegen Weltmeister und WM-Leader Johann Zarco durchsetzte. Rang drtei ging an den Italiener Franco Morbidelli vor Lokalmatador Takaaki Nakagami.

Sandro Cortese fuhr zu Rang fünf, sein Teamkollege Jonas Folger stürzte – genau wie Zarcos beide größten WM-Kontrahenten Alex Rins und Sam Lowes.

Zarco (222 Punkte) hat seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft auf 21 Zähler auf Rins (201) ausbauen können. Mit seinem Sieg und dem Sturz von Lowes hat Lüthi dessen dritten WM-Rang übernommen und ist mit 43 Punkten Rückstand bei 179 Zählern angekommen.

Moto3: Bastianini mit erstem Saisonsieg

Enea Bastianini hat in Japan seinen ersten Saisonsieg in der Moto3-Klasse eingefahren. Der Honda-Pilot setzte sich um hauchdünne 17 Tausendstelsekunden gegen den aus Aragon frisch gebackenen Weltmeister Brad Binder durch. Nicolo Bulega wurde Dritter und rundete das Podest ab. Philipp Öttl verpasste das Podest als Vierter knapp, zeigte aber ein starkes Rennen.

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP , Motorrad , Moto2 , Moto3
Veranstaltung GP Japan
Rennstrecke Twin Ring Motegi
Fahrer Marc Marquez
Artikelsorte Rennbericht
Tags , japan, japanesegp, motogp, rennen