MotoGP für Kawasaki zu teuer

Kawasaki erteilt einer möglichen Rückkehr in die MotoGP eine klare Absage. Ein neues Werksteam aufzubauen sei viel zu kostspielig.

Von 2003 bis 2008 waren die Japaner in der MotoGP vertreten, 2009 setzten sie nur noch ein „Hayate Racing“-Bike für Marco Melandri ein, dann zogen sie sich im Zuge der weltweiten Finanzkrise komplett zurück.

Seitdem engagiert sich Kawasaki in der Superbike-WM und holte 2013 mit Tom Sykes und 2015 mit Jonathan Rea den Titel.

Eine Rückkehr in die MotoGP käme in absehbarer Zeit jedoch nicht infrage, heißt es aus Japan, obwohl Suzuki und auch Aprilia den Schritt in diesem Jahr gewagt haben.

Die Serie sei einfach zu teuer, erklärt der Superbike-Chef bei Kawasaki, Ichiro Yoda, bei Riders Mag.

„Letzten Endes muss man Motorräder verkaufen, und andere Marken verkaufen einige Millionen mehr als wir. Für die ist die MotoGP eine Investition, die einem Prozent ihrer Verkäufe entspricht.“

Außerdem sei das Reglement viel zu restriktiv und würde so keinen Anreiz bieten, erklärte er.

Um Kawasaki in die MotoGP zurück zu locken, müsste sich einiges ändern. „Es gibt technologische Lösungen, die von anderen Herstellern übernommen wurden, wie Getriebe ohne Zugkraftunterbrechung, die wir an unseren Straßenmaschinen nie benutzen würden.“

Sollten sich die Regeln ändern und generell weiter gefasst werden, „und es allen Herstellern erlauben, frei zu experimentieren“, könnte man sich eine Rückkehr vielleicht vorstellen.

„Für den Moment konzentrieren wir uns aber auf die Superbikes.“

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