Pol Espargaro: Soll ich die Werks-Maschinen klauen?

Tech 3 Yamaha Pilot Pol Espargaro wünscht sich mehr Unterstützung. Die Satelliten-Teams, so sagt er, haben mit den neuen Regeln in vielen Punkten das Nachsehen.

Der Moto2-Weltmeister von 2013, Pol Espargaro, wünscht sich von seinem Arbeitgeber mehr Unterstützung im Kampf mit der neuen Elektronik und den neuen Reifen. Espargaro hat bereits vor dem Saisonauftakt von Katar gesagt bekommen, dass er Ende des Jahres in Valencia seine Koffer wird nehmen müssen.

Die Saison 2016 ist gerade einmal vier Rennen alt, aber der gewünschte Effekt, den sich nicht zuletzt Espargaro und sein Teamkollege Bradley Smith von den neuen Regeln erhofft hatten, ist ausgeblieben.

„Die Werks-Motorräder sind auch viel schneller als vorher, darum sind die Satelliten-Teams echt gefi**t, schlimmer als zuvor.“ - Pol Espargaro

Beide Tech 3 Fahrer hatten vor Saisonstart auf Podeste geschielt – die Gesamtränge fünf (Espargaro) und zwölf (Smith) sind derzeit bittere Realität – auch wenn beide in allen Rennen das Ziel gesehen haben.

„Mit dieser Elektronik brauchst du einfach mehr Leute und mit den Reifen musst du das Motorrad anders einstellen“, so Espargaro. „Wir können uns aber keine 20 Eletkronik-Leute leisten.“

„Die Werks-Motorräder sind auch viel schneller als vorher, darum sind die Satelliten-Teams echt gefi**t, schlimmer als zuvor.“

 "Wenn die Reifen abbauen, der Asphalt heiß ist, brauchst du ein unglaublich gutes Motorrad und ein unglaublich gutes Setting.“

„Wir brauchen Support, denn ich war 30 Sekunden hinter Valentino, das ist unglaublich“, spielte er darauf an, dass Markenkollege Rossi in Jerez gewann.

Auf die Motorsport.com-Frage, ob er als offizieller Yamaha-Fahrer frustriert sei, antwortete der Spanier: „Ja, ein bisschen. Aber was soll ich machen? Ich kann doch nicht die Werks-Bikes klauen gehen!“

„Ich verstehe ja, dass ihr Job und Hauptaugenmerk auf den Werks-Motorrädern liegt, gerade wenn man bedenkt, wo die in Jerez ins Ziel gekommen sind – auf eins und zwei.“

Pol Espargaro, Tech 3 Yamaha
Pol Espargaro: Schwer, bester Satelliten-Fahrer zu werden!

Foto: Michelin Sport

„Es ist gut, wenn Yamaha Erster und Zweiter wird und das beste Satelliten-Motorrad stellt. Aber wir haben echt Mühe, die besten Satelliten-Fahrer zu werden, gerade gegen zum Beispiel die Ducatis. Wir brauchen mehr Support.“

Espargaro glaubt, dass die WM-Tabelle derzeit das Bild etwas verzerrt. Er liegt nach Jerez mit 36 Punkten auf dem fünften Rang – nur hinter Marquez, Lorenzo, Rossi und Pedrosa, den großen vier der MotoGP-WM.

Espargaro hat als einer der wenigen Piloten im Feld in allen Rennen bislang gepunktet, bestes Ergebnis war Rang sechs in Argentinien.

„Wir konzentrieren uns darauf, nicht zu stürzen und die Rennen zu Ende zu fahren“, sagte er. „Wenn mich am Anfang eines Rennens ein paar Fahrer überholen, dann mahne ich mich derzeit zu Geduld.“

„Vielleicht sind wir nicht außergewöhnlich schnell, aber wir sind konstant und aus dem Grund liegen wir auf WM-Rang fünf.“

„Aber das ist natürlich nicht die beste Weise Fünfter zu sein – ich wäre lieber Siebter, würde aber auf der Strecke gern eine viel bessere Leistung zeigen können.“

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