Kasey Kahne 2016: Ungewöhnlicher Neustart

Endlich darf er wieder auf den Dirt-Tracks fahren: Bringt dies für Kasey Kahne den großen Umschwung?

Für Kasey Kahne endete das Wochenende nicht besonders gut. Der bekennende Fan der Seattle Seahawks musste mit ansehen, wie seine Mannschaft in den NFL-Playoffs gegen die Carolina Panthers ausschied.

Ganz im Gegensatz zu seinem Crewchief Keith Rodden übrigens, der, wie so viele aus der Gegend rund um NASCAR-Charlotte, ein Panthers-Fan ist. Beide waren vor Ort im Bank-of-America-Stadion.

"Ich habe Keith gesagt, dass er ein Seahawk-Trikot tragen muss, wenn ich ihm die Karte schenke, aber er hat sich geweigert", schmunzelte Kahne.

Der 35-Jährige kam am Sonntag direkt vom diesjährigen Chili-Bowl, bei dem Kahne nach mehrjähriger Abstinenz wieder einmal mitmischen durfte. Mit Erfolg, denn der Dirt-Track-Liebhaber schaffte den Sprung ins A-Finale und landete auf Gesamtplatz 13 (hier alle Bilder vom Chili-Bowl 2016).

Sein NASCAR-Chef Rick Hendrick hatte Kahne die gefährlichen Dirt-Track-Auftritte bisher untersagt.

"Er weiß, dass ich das sehr gerne mache und wirklich vermisst habe", sagte Kahne. "Es ist etwas, das mir richtigen Antrieb gibt. Und ich weiß auch, dass er es aus vielerlei Gründen, Sponsorenthemen und so weiter, nicht gerne gesehen hat. Das verstehe ich auch."

 

"Aber ich bin damit aufgewachsen und habe das mein ganzes Leben lang gemacht. Dann musste ich aufhören, dann kamen die Probleme im Cup-Auto. Nicht mehr auf Dirt fahren zu können, war sicherlich keine gute Sache. Es steckt einfach in mir drin."

Noch keine gute Hendrick-Saison

In der Tat: Vier Jahre sitzt Kahne nun im Hendrick-Chevrolet mit der Startnummer 5. Eine wirklich überzeugende Saison hat er in dieser Zeit noch nicht hinlegen können.

Negativer Höhepunkt war sicherlich die Saison 2015. Kein Sieg, nur Gesamtplatz 18 und eine verpasste Chase-Qualifikation.

In dieser Winterpause gab es nun eine Strategieänderung.

Kahne durfte mit seinem Dirt-Track-Team eine Woche lang in Australien aktiv sein, nun die Oklahoma-Woche beim Chili-Bowl, dem größten Midget-Rennen der USA (hier alle Infos zum Thema Dirt-Track-Racing).

"Für mich fühlt sich das alles an wie eine Art Neubeginn", philosophiert Kahne. "In gewisser Art und Weise brauchte ich diesen Wechsel. Ich kann fahren, ich kann das machen, was ich schon eine ganze Zeitlang wollte. Ich habe das für mich selbst gebraucht."

"Aber ich weiß auch, dass mir das im Cup-Auto wahrscheinlich nicht weiterhelfen wird. Auch nicht, was das Team betrifft. Trotzdem arbeitet meine Mannschaft hart daran, unsere Schwachstellen auszubügeln. Jetzt freue ich mich sehr auf die neue NASCAR-Saison und auf meine Startnummer 5."

"In den vergangenen Jahren gab es sicherlich Zeiten, in denen das nicht der Fall war. Nach einer Pause freue ich mich immer auf die neue Saison. Jeder ist in den Startlöchern, aber aus vielerlei Gründen gab es harte Zeiten für uns. Jetzt hoffe ich darauf, dass wir das alles hinter uns lassen können."

Seit Atlanta 2014 ist Kahne nun schon sieglos. Nur fünf seiner bisher 17 Einzelerfolge holte er in Diensten von Hendrick Motorsports. Im NASCAR-Powerhouse ist dies eine eher magere Ausbeute.

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Rennserien NASCAR Sprint-Cup
Fahrer Kasey Kahne
Teams Hendrick Motorsports
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