Kyle Larson triumphiert bei Truck-Spektakel auf Eldora-Dirt-Track

Nach vorübergehendem Rundenrückstand gewinnt Sprint-Cup-Pilot Kyle Larson auf dem Eldora Speedway das einzige Dirt-Track-Rennen im Kalender der NASCAR Truck-Serie.

Es hat mittlerweile (wieder) Tradition. NASCAR-Action auf losem Untergrund. Was in der Gründerzeit des Stockcar-Sports gang und gäbe war, ist seit einigen Jahren Bestandteil der dritten NASCAR-Liga: Ein Meisterschaftsrennen auf einem Dirt-Track. Austragungsort für dieses Spektakel ist seit 2013 der im Besitz von Tony Stewart befindliche Eldora Speedway.

Nach Siegen von Austin Dillon (2013), Darrell "Bubba" Wallace (2014) und Christopher Bell (2015) war es in diesem Jahr ein weiterer neuer Name, der sich im Hauptrennen auf dem unbefestigten Halbmeilen-Oval im US-Bundesstaat Ohio durchsetzte.

Bobby Pierce dominiert, Kyle Larson gewinnt

Nach den obligatorischen Qualifying-Rennen (Heat-Races) ging das Aspen Dental Eldora Dirt Derby am Mittwochabend Ortszeit mit den gewohnten Dritbildern über die Bühne. Der 19-jährige Dirt-Track-Spezialist Bobby Pierce (MB2-Chevrolet) legte von der Pole-Position los und dominierte das in drei Segmente (40-50-60-Runden) gesplittete 150-Runden-Rennen über weite Strecken. Zum Sieg reichte es für Pierce aber nicht.

Aus der NASCAR-Topliga Sprint-Cup war Kyle Larson diesmal der einzige Gaststarter. Am Steuer des GMS-Chevrolet mit der Startnummer 24 gewann Larson das erste Segment knapp und führte das Feld daher ins zweite. In diesem zweiten Segment erlitt der Kalifornier aber schon nach wenigen Runden einen Reifenplatzer hinten rechts.

Bildergalerie: NASCAR Truck-Action auf dem Eldora Speedway

Aufgrund des Reifenplatzers fiel Larson aus der Führungsrunde, schaffte es aber anschließend aber nicht nur wieder in diese zurück, sondern übernahm in Runde 119 tatsächlich wieder das Kommando von Langzeitspitzenreiter Bobby Pierce. Nur acht Runden später war das Rennen für Pierce mit einem Crash in Turn 2 gelaufen. Nach 102 Führungsrunden stand der Dirt-Track-Spezialist mit leeren Händen da.

Derweil hielt sich Larson in der Schlussphase den Busch-Toyota von Christopher Bell vom Leib und triumphierte nach 150 Runden schließlich mit einem Vorsprung von 0,7 Sekunden auf den Vorjahressieger. "Das bedeutet mir sehr, vor allem, wenn ich daran denke, dass ich dieses Rennen schon zweimal knapp verloren habe", so Larsons erste Worte in der Victory Lane.

Für den im Sprint-Cup für Chip Ganassi Racing startenden Larson ist es der zweite Sieg in der Truck-Serie. Seinen ersten hatte er in der Saison 2013 auf dem inzwischen nicht mehr im Kalender befindlichen Rockingham Speedway errungen.

Rico Abreu erstmals in den Top 3

Platz drei hinter Kyle Larson und Christopher Bell ging an den bemerkenswerten Truck-Rookie Rico Abreu. Mit seinem ThorSport-Toyota kämpfte sich der zwergwüchsige Kalifornier im 32-köpfigen Feld von Startplatz 27 kommend sukzessive nach vorn und schloss erstmals in seiner noch kurzen Truck-Karriere in den Top 3 ab.

Ergebnis: Aspen Dental Eldora Dirt Derby

Tabellenführer William Byron (Busch-Toyota) kam nach vier Saisonsiegen auf befestigtem Untergrund bei seinem Dirt-Track-Debüt immerhin noch auf Platz 14 ins Ziel, nachdem er in Segment 1 in eine Kollision mit neun Trucks verwickelt wurde und in Segment 2 bei einem Crash mit drei Trucks beteiligt war.

Altstar Ken Schrader (Contreras-Chevrolet) ging vom dritten Startplatz ins Rennen und schloss auf Position zwölf zwei Plätze hinter dem zweimaligen Truck-Champion Matt Crafton (ThorSport-Toyota) ab.

Nach dem einzigen Dirt-Track-Rennen der Saison geht es im Rennkalender der Truck-Saison 2016 am übernächsten Wochenende auf dem 2,5 Meilen langen "Tricky Triangle" in Pocono weiter.

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Über diesen Artikel
Rennserien NASCAR Truck
Veranstaltung Eldora
Rennstrecke Eldora Speedway
Fahrer Kyle Larson
Teams GMS Racing
Artikelsorte Rennbericht
Tags dirt, eldora, nascar, truck