Kyle Busch dominiert Xfinity-Heimspiel in Las Vegas

Nur eine Woche nach Atlanta streicht Kyle Busch auch Las Vegas von der Liste seiner sieglosen Strecken in der zweiten NASCAR-Liga – Dreifacherfolg für Joe Gibbs Racing.

Heimsieg für Kyle Busch (Gibbs-Toyota) am Samstag: Beim Boyd Gaming 300 auf dem Las Vegas Motor Speedway, dem dritten von 33 Xfinity-Saisonrennen 2016, hatte die Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Mit 199 von 200 an der Spitze verbrachten Runden dominierte Busch sein Heimrennen nach Belieben und hat damit direkt an seine Errungenschaft vom vergangenen Wochenende angeknüpft.

Nachdem er vor einer Woche erstmals in seiner Xfinity-Karriere in Atlanta gewonnen hatte, hat der jüngere Busch-Bruder nun auch Las Vegas von der Liste seiner in der zweiten NASCAR-Liga bislang noch sieglosen Strecken gestrichen. Somit verbliebt ihm als letzter weißer Fleck nur noch der Rundkurs in Watkins Glen.

Ganz nebenbei knackte Kyle Busch im Zuge seiner 199 Führungsrunden im Rennen auch noch die Marke von 16.000 Führungsrunden in seiner Xfinity-Karriere – genau wie seine nun 78 Siege einsame Spitze in der ewigen Bestenliste der zweiten NASCAR-Liga. „Ich kann mich nur bei Joe Gibbs Racing für dieses fantastische Auto und diesen fantastischen Motor bedanken“, so das Loblied des Las-Vegas-Dominators auf das Gibbs-Material.

Aufholjagd von Erik Jones

Für die Truppe von „Coach“ Joe Gibbs war es gar ein Dreifacherfolg. Platz zwei ging an Daniel Suarez, der damit die Tabellenführung übernommen hat. Dritter wurde Erik Jones, doch danach sah es zunächst überhaupt nicht aus. Bis zum ersten Green-Flag-Stop in Runde 50 lag Jones auf Rang zwei hinter Spitzenreiter Kyle Busch, fing sich aber eine Durchfahrtsstrafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse ein. Damit nicht genug.

Während der Durchfahrtsstrafe wurde der letztjährige Truck-Champion erneut „geblitzt“ und musste daraufhin eine Stop-and-Go-Strafe absitzen. Eine fehlerhafte Kalibrierung des Tachos war der Grund. Aus ursprünglich zwei Runden Rückstand wurde für Erik Jones dank Wave-Around zunächst eine und später dank Lucky-Dog wieder dieselbe Runde wie die Führenden. Im letzten Green-Flag-Run überholte er Gegner um Gegner und sicherte sich Platz drei hinter seinen beiden Gibbs-Teamkollegen.

Fotos: Xfinity in Las Vegas

Daytona-Sieger Chase Elliott (JR-Chevrolet) und Austin Dillon (Childress-Chevrolet) machten die Top 5 komplett. Als Sechster holte Childress-Rookie Brandon Jones bereits seine zweite Top-10-Platzierung in dieser Saison, gefolgt von Ty Dillon in einem weiteren Childress-Chevy.

Die Top 10 wurden vervollständigt von Elliott Sadler und Justin Allgaier (beide JR-Chevrolet) sowie Lokalmatador Brendan Gaughan im vierten Childress-Chevy. Indes tat sich Brad Keselowski (Penske-Ford) wie schon vor einer Woche in Atlanta extrem schwer und wurde diesmal mit drei Runden Rückstand gar nur 15. Hier geht's zum kompletten Rennergebnis.

Heftiger Crash mit "Bubba" Wallace und Justin Marks

Für den heftigsten Crash des Tages sorgte Cody Ware in Runde 137. Seinen Ware-Chevrolet verlor er in Turn 2 übersteuernd aus der Kontrolle. Quer auf der Fahrbahn stehend wurde er von Darrell Wallace (Roush-Ford) erwischt. Diesem wiederum konnte Justin Marks (Ganassi-Chevrolet) nicht mehr ausweichen.

Die Fahrzeuge wiesen erhebliche Beschädigungen auf, doch sowohl „Bubba“ Wallace als auch Marks kamen genau wie Ware mit dem Schrecken davon. Im Sinne der Aufräumarbeiten wurde das Rennen für 19 Minuten mit der Roten Flagge unterbrochen. Anschließend wehrte Kyle Busch alle Angriffsversuche von Daniel Suarez ab, während Erik Jones seine Aufholjagd bis auf Platz drei zeigte.

Suarez führt in der Xfinity-Gesamtwertung nach drei von 26 Rennen der Regular-Season vor Elliott Sadler sowie den punktgleichen Ty Dillon und Brandon Jones. Die letzten sieben Saisonrennen werden in diesem Jahr erstmals im Chase-Format ausgetragen. Saisonlauf Nummer vier steigt am kommenden Wochenende auf dem Ein-Meilen-Oval in Phoenix.

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