Ian Hutchinson: Hatte nicht die Motoren wie Michael Dunlop

Nach der Senior TT beschwerte sich Ian Hutchinson, nicht über das gleiche Material wie Michael Dunlop verfügt zu haben. Er fuhr das Hauptrennen der Isle of Man TT mit seiner Superstock-Maschine, da ihr Handling besser sei.

Ian Hutchinson sammelte bei der Isle of Man TT 2016 drei Siege: Die beiden Supersport-Rennen und die Superstock-Klasse entschied er für sich. Aber bei den beiden „großen“ Rennen, der Superbike TT und der Senior TT, wurde er jeweils von BMW-Markenkollege Michael Dunlop geschlagen.

Hutchinson glaubt nun, dass Dunlop bessere Motoren als er selbst in seiner S 1000 RR gehabt hat.

„Ich möchte mich erstmal bei Tyco und BMW bedanken, besonders bei BMW, denn die haben Michaels Team und mein Team diese Woche mit vollen Werksmotoren beliefert“, so Hutchinson.

„Die deutschen Ingenieure waren hier und haben für Michael und mich, sowie für alle BMW-Fahrer im Fahrerlager gearbeitet und einen unglaublichen Job gemacht, für alle. Und BMW hat das Rennen gewonnen.“

„Wir hatten letzte Woche etwas Probleme mit dem Motor und der Leistung, der war anders als der Motor, den Michael bekommen hat. Darum habe ich den Superstock-Motor im Superbike eingesetzt.“

„Das Bike war echt super. Aber das war scheinbar nicht genug, um das Rennen zu gewinnen.“

"Michael hatte einen Motor, der unten raus gut ging und auch oben mehr Leistung hatte.“ - Ian Hutchinson

„Beim Motor, den wir letztes Woche hatten, hat es unten und oben an Leistung gefehlt. Der war ziemlich schwer zu fahren. Michael hatte einen Motor, der unten raus gut ging und auch oben mehr Leistung hatte.“

„Das Superstock-Bike hatte unten etwas mehr Dampf, aber oben raus hat es gefehlt, aber es ließ sich auch besser fahren. Es war ein bisschen von allem. Ich habe sechs Runden lang alles gegeben, aber ich wurde geschlagen.“

„Ich habe alles gegeben, habe die ganze Woche Michael gratuliert, wenn er schneller war. Aber am Mittwoch hat es mich echt angeekelt, wie er sich verhalten hat.“

„Die Technische Abnahme hat gesagt, dass an unserem Motorrad nichts zu beanstanden war, aber Michaels Team hat dann protestiert und das Gerücht gestreut, dass wir zu große Kolben drin hatten.“

„Da muss ich mir jetzt wirklich überlegen, ehrlich gesagt, ob ich wieder zur TT zurückkomme. Da würde ich von der Orga gern mal hören, was da abgegangen ist.“

Michael Dunlop bekam sofort die Chance, auf diese Anschuldigungen zu antworten.

„Da brauche ich nicht drauf antworten“, so Dunlop. Das waren die Techniker und nicht ich. So läuft das. Es ist einfach so.“

"Mein Motor ist genau wie bei jedem anderen in den BMWs. BMW hat mir einen guten Motor hingestellt, definitiv, aber jeder kann diesen Werksmotor kaufen, da gibt es keine Unterschiede." - Michael Dunlop

„Mein Motor ist genau wie bei jedem anderen in den BMWs. BMW hat mir einen guten Motor hingestellt, definitiv, aber jeder kann diesen Werksmotor kaufen, da gibt es keine Unterschiede.“

Seit sich BMW werksseitig aus der Superbike-Weltmeisterschaft zurückgezogen hat, betreiben die Münchner ein sogenanntes Kundensportprogramm. Jeder kann den Motor kaufen, den er für seine Einsätze braucht oder möchte.

So können auch im Hobbybereich, wie zum Beispiel der Pro-Wertung im BMW S 1000 RR Cup von Bike Promotion, Motoren mit WM-Spezifikationen und mehr als 230 PS eingesetzt werden. Die Anschuldigungen Hutchinsons diesbezüglich dürften daher haltlos sein. Dunlops Motor war ein Spec-6.2.

Werde Teil von etwas Großem!

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien Straßenrennen , Motorrad
Veranstaltung Isle of Man TT
Rennstrecke Snaefell Mountain Course
Fahrer Ian Hutchinson , Michael Dunlop
Artikelsorte News
Tags bmw, ian hutchinson, isle of man, isle of man tt, michael dunlop, motoren, real road racing, senior tt, tourist trophy, tt