Simona de Silvestro: Interesse an den V8-Supercars?

Das Bathurst 1000 macht es möglich: Nach ihrem Gaststart in Bathurst hat Simona de Silvestro nun Blut geleckt.

Ein Rennen bei den australischen V8-Supercars hat Simona de Silvestro bereits absolviert, aber dabei muss es nicht bleiben: Die 27-jährige Schweizerin kann sich durchaus mehr vorstellen.

"Wir haben unsere Augen und Ohren offen, mal schauen, was passiert", sagte de Silvestro gegenüber Motorsport.com.

"Klar liegt mein Fokus nach wie vor auf den Formelautos, aber Bathurst habe ich wirklich genossen und auch Australien war richtig cool."

In den vergangenen Jahren machte sich de Silvestro einen sehr guten Namen in der IndyCar-Szene und fährt nach einem eher glücklosen Formel-1-Stint im Sauber-Team nun in der neuen Formel E.

Das Bathurst 1000 im Oktober hat jedoch Appetit gemacht.

"Ich war sehr überrascht davon, wieviel Spaß ich im Auto hatte und wie stark die Serie ist. Aber wenn ich mehr Rennen bestreiten soll, dann muss ich vorher unbedingt ein paar Tests fahren."

"Denn wenn ich so eine Entscheidung treffe, dann muss ich mich voll darauf konzentrieren. So etwas macht man nicht im Vorbeigehen und derzeit liegt mein Fokus eben auf der Formel E."

In Bathurst zog sie sich rund um den Mount Panorama im knapp 650 PS starken Ladys-Car sehr achtbar aus der Affäre.

"Es war eine tolle Erfahrung", schwärmt de Silvestro. "Alleine der V8 war eine Herausforderung. Das Auto ist fantastisch und hat jede Menge Power. Es ist richtig schnell."

Die über sechs Kilometer lange Berg- und Talbahn hatte es ebenfalls in sich.

"Die Strecke ist der Hammer. Ich war etwa eineinhalb Sekunden langsamer als die Spitze und etwas enttäuscht. Dann sagte mir das Team, dass das fürs erste Mal richtig gut war."

"Natürlich willst du sofort vorne mitfahren. Aber das war schon okay, denn ich habe keine Erfahrung im Tourenwagen und die V8 sind meiner Meinung nach extrem schwer zu fahren."

"Es war einfach eine coole Erfahrung und ich habe viel gelernt. Jedes Mal, wenn ich im Auto saß, wurde ich ein wenig schneller, aber auf dieser Strecke machen die vielen Kleinigkeiten einen großen Unterschied."

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