Nissan-Fahrer: „Es war richtig, das Projekt zu stoppen“

Der spektakuläre Nissan GT-R LM und sein jähes Ende: Nissan-Fahrer Harry Tincknell erklärt, weshalb die japanische Marke gut daran getan hat, ein erfolgloses Projekt vorzeitig zu beenden.

„Wir hatten schon im vergangenen Jahr nicht ausreichend Zeit für die Entwicklung vor dem 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Und wir wussten, dass es auch für 2016 zu Verzögerungen kommen würde“, sagt Tincknell im Gespräch mit Motorsport.com.

„Ich denke, daher war es richtig, das Projekt zu stoppen. Denn Nissan hätte sicherlich nicht zwei Jahre lang hinterherfahren wollen. Zumal Audi und Porsche die Messlatte wirklich sehr hoch gelegt haben.“

Und so geht der Nissan GT-R LM mit seinem ungewöhnlichen Design als Flop in die Motorsport-Geschichte ein.

„Schade“, wie Tincknell meint. Er fügt hinzu: „Leider haben wir das Auto niemals in der Konfiguration, für die es ausgelegt war, auf der Strecke erlebt. Wir haben also nie das wahre Leistungsvermögen gesehen.“

Und so bleiben die harten Fakten vom einzigen Rennen des Fahrzeugs, den 24 Stunden von Le Mans 2015, in Erinnerung: 20 Sekunden hinter der Pole-Position-Zeit und nur ein Auto von dreien im Ziel – mit über 150 Runden Rückstand auf die Sieger.

Am 22. Dezember 2015 wurde das Projekt offiziell eingestellt.

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