WEC in Fuji: Porsche peilt den vorzeitigen Titelgewinn an

Dazu braucht Porsche allerdings etwas Hilfe von Audi in Form von weniger guten Ergebnissen, denn die Stuttgarter haben mit 238 Zählern nur 53 Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz aus Ingolstadt.

Für einen Sieg gibt es auch beim 7. von 9 Saisonrennen wieder 25 Punkte und die räumte das aktuelle Weltmeister-Auto mit der Startnummer 1 von Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber bei den vergangen drei Rennen ab. In der Fahrerwertung führt dagegen der Porsche mit der Nummer 2. Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb führen die Tabelle mit einem Vorsprung von 37,5 Punkten auf den bestplatzierten Audi an.

"Die Leistungsdichte an der Spitze ist atemraubend. Auch beim zurückliegenden Rennen in Austin waren alle drei engagierten Werke bei der Siegerehrung vertreten“, sagt der Leiter LMP1, Fritz Enzinger, daher auch. "Angesichts der Punktestände liegen wir gut auf Kurs, um unsere beiden WM-Titel zu verteidigen. Aber in den verbleibenden 18 Rennstunden kann alles passieren.“

Die Strecke in Fuji sollte dem Porsche 919 Hybrid entgegenkommen, ist man sich im Team einig. "Nach drei Siegen hintereinander sind wir richtig in Schwung und freuen uns auf Fuji. Ich mag den Speedway, er ist gut geeignet für die WEC", sagte Brendon Hartley. "Ich erwarte ganz klar, dass es erneut eng wird an der Spitze, aber wir möchten unsere Siegesserie gerne fortsetzen.“

Mark Webber, der 2014 in Fuji als 3. auf dem Podium stand und 2015 siegte, erklärt, dass die Strecke ihre Tücken habe, er es aber "immer genossen habe, vor der imposanten Kulisse des Mount Fuji zu fahren." Die Strecke sei einzigartig, erklärte der Australier. "Eine kurze Runde, sehr technisch mit einem Mix aus schnellen und langsamen Kurven sowie einer sehr langen Geraden. Es ist nicht einfach, dort alles auf den Punkt zu bringen. Der kurvige letzte Abschnitt gefällt mir besonders, und dort kann unser 919 auch seinen Allradvorteil ausspielen. Wir wollen unseren guten Lauf fortsetzen.“ 

Teamkollege Timo Bernhard ging bei der Streckenbeschreibung noch etwas mehr ins Detail. "Bei der Abstimmung muss man die lange Gerade, den zügigen ersten Sektor und das Geschlängel am Ende der Runde unter einen Hut bekommen. Außerdem ist der Belag relativ rutschig", erklärte der Deutsche. "Die Kurve 13 hängt nach außen, man kann den Einlenkpunkt nicht sehen. In diese und die beiden folgenden Kurven fährt man nach Gefühl rein und versucht ständig, die Linie zu optimieren. Im engen WM-Kampf ist entscheidend, wer alles perfekt auf den Punkt bringt. Es sind kleine Dinge, die das Pendel in die Richtung des einen oder anderen Herstellers ausschlagen lassen. Teil einer so schlagkräftigen Truppe wie der unseren zu sein, ist ein Genuss.“

Tabellenführer Romain Dumas hofft, wie seine Teamkollegen Neel Jani und Marc Lieb, dass das Pech der vergangenen drei Rennen, in denen seine Mannschaft das Podium als 4. regelmäßig verpasste, in Japan ein Ende hat. "Wir haben ein gutes Auto, und es läuft prima für Porsche – ich hoffe, so geht es weiter", sagte der Franzose. "Unser Trio könnte mal wieder ein etwas glücklicheres Rennen haben, aber immerhin führen wir mit einigem Vorsprung in der Weltmeisterschaft, da kann man nicht meckern. Ich freue mich auf die japanischen Fans. Das Publikum dort liebt den Motorsport, das macht mir Spaß."

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Über diesen Artikel
Rennserien WEC
Veranstaltung Fuji
Rennstrecke Fuji International Speedway
Fahrer Mark Webber , Timo Bernhard , Romain Dumas , Neel Jani , Brendon Hartley
Teams Porsche Team
Artikelsorte News
Tags fuji, porsche, wec