Extreme E Kangerlussuaq 2021: Erster Sieg für Andretti-United

Timmy Hansen und Catie Munnings gewinnen nach einem dramatischen Finale den Artkis-X-Prix auf Grönland: Pech für die Teams von Hamilton und Rosberg

Extreme E Kangerlussuaq 2021: Erster Sieg für Andretti-United

Das Team Andretti-United mit Timmy Hansen und Catie Munnings hat am Sonntag den Arktis-X-Prix in Kangerlussuaq auf Grönland, das dritte Rennen der Extreme-E-Saison 2021 gewonnen. In einem packenden Finale mit harten Kämpfen und mehreren Wendungen setzte sich das Duo gegen die JBXE-Mannschaft von Jenson Button mit Mikaela Ahlin-Kottulinsky und Kevin Hansen durch.

Rang drei sicherten Acciona-Sainz (Laia Sanz/Carlos Sainz sen.), während das X44-Team von Lewis Hamilton (Cristina Gutierrez/Sebastien Loeb) und Nico Rosberg (Molly Taylor/Johan Kristoffersson) im erstmals mit fünf Teams ausgetragenen Finale der Elektro-SUV-Rennserie das Podium nach Defekten verpassten.

"Unglaubliche Fahrt von Catie, die mir ermöglicht hat, nach dem Wechsel die Führung zu übernehmen. Danach war es ein großer Kampf mit Johan, bei dem wir beide über dem Limit waren", sagt Timmy Hansen.

Reifenschaden wirft Hamiltons Team zurück

Für Spannung sorgte im Finale die Tatsache, dass die Teams unterschiedliche Strategien anwendeten. Während für Andretti-United, Acciona-Sainz und Rosberg die Damen begannen, setzten X44 und JBXE auf die Herren. Und hier machte in der ersten Runde der neunmalige Rallye-Weltmeister Loeb den Unterschied.

Nach harten Kämpfen zwischen mehreren Autos übernahm der Franzose die Führung und kam mit einem Vorsprung von 18 Sekunden in die Wechselzone. Dort bemerkte er aber einen Reifenschaden hinten links. Loeb musste selbst zum Akku-Schrauber greifen und mit Hilfe eines Mechanikers das Rad wechseln.

Dadurch fiel die Mannschaft zurück, an der Spitze kam es zu einem Dreikampf zwischen United-Andretti, Rosberg und JBXE. Dabei setzten sich rasch Timmy Hansen und Kristoffersson ab. Die Rallyecross-Weltmeister der vergangenen beiden Jahre lieferten sich ein hartes Duell, bei dem Kristoffersson zu viel riskierte.

Nach einem sehr weiten Sprung und einer harten Landung rollte sein Auto ohne Vortrieb aus. Die Sieger der ersten beiden Rennen, die sich nach einem Überschlag von Taylor im ersten Qualifying am Samstag zurückgekämpft hatten, mussten sich daher geschlagen geben.

An der Spitze verteidigte Timmy Hansen die Führung und kam mit einem Vorsprung von 4,15 Sekunden vor Ahlin-Kottulinsky ins Ziel. Spannend wurde es noch einmal im Kampf um Rang drei, bei dem Gutierrez Sainz sen. fast noch einholte. 0,04 Sekunden fehlten der X44-Manschaft im Ziel auf den letzten Podiumsrang. Allerdings erhielt das Team anschließend noch eine 5-Sekunden-Zeitstrafe, weil Guttierez einen Wegpunkt verpasst hatte.

So liefen die Halbfinals

Im ersten Halbfinale kämpften zunächst Gutierrez und Emma Gilmour, die an diesem Wochenende bei Veloce Jamie Chadwick ersetzte um die Spitze. Vom Duell der beiden Damen konnte aber Sainz sen. profitieren, der von Platz drei aus in Führung ging. Mit 13 Sekunden Vorsprung übergab er an seine Partnerin Sanz.

Diese sah sich dann den Angriffen von Loeb ausgesetzt. Doch in der felsigen Sektion "Steingarten" schlug plötzlich plötzlich Stephane Sarrazin im Veloce-Auto zu und ging mit einer mutigen Linienwahl in Führung. Doch bei dem wilden Ritt über die Felsen hatte der Franzose seinem Auto zu viel zugemutet.

Molly Taylor überschlägt sich beim Arktis-X-Prix 2021 auf Grönland

Molly Taylor überschlägt sich beim Arktis-X-Prix 2021 auf Grönland

Foto: Motorsport Images

Die linke Vorderradaufhängung des Autos kollabierte, der linke Hinterreifen ging platt. Am Ende musste Veloce mit Rang drei vorliebnehmen. Im Kampf um den Sieg behielt Loeb die Oberhand und gewann mit 0,729 Sekunden Vorsprung.

Das zweite Halbfinale wurde schnell zu einem Duell zwischen Andretti-United und dem Team Rosberg, nachdem der Abt-Cupra von Jutta Kleinschmidt und Mattias Ekström wegen einer defekten Antriebswelle chancenlos war.

Schon früh war dabei Andretti-United im Vorteil, denn Rosberg erhielt eine Zeitstrafe von zehn Sekunden, nachdem Kristoffersson eine Torfahne berührt hatte. Letztlich setzte sich das US-Team dank einer starken Runde von Munnings auch auf der Strecke durch.

Den letzten der fünf Plätze im Finale hatte sich JBXE durch einen Sieg im "Crazy-Race" gesichert. Ahlin-Kottulinsky und Kevin Hansen setzten sich trotz einer Zeitstrafe von 30 Sekunden durch, weil Ganassi (Price/LeDuc) und Xite (Giampaoli-Zonca/Bennett) aufgrund von Defekten das Rennen nicht beenden konnten.

In der Meisterschaftswertung führen Taylor und Kristoffersson nach drei Rennen mit 93 Punkten. Gutierrez und Loeb haben 84 Zähler auf dem Konto, Munnings und Timmy Hansen 71.

Weiter geht es mit der Extreme E vom 23. bis 24. Oktober 2021 mit dem Insel-X-Prix auf Sardinien, der das ursprünglich geplante Rennen in Brasilien ersetzt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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