Kleinigkeiten entscheiden über die Finalisten beim Jurassic-X-Prix

Im am härtesten umkämpften Extreme-E-Event der Saison waren es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen der Qualifikation für das Finale des Jurassic-X-Prix und dem Verpassen des Finales ausmachten

Kleinigkeiten entscheiden über die Finalisten beim Jurassic-X-Prix

Nach ihrem Podiumsplatz beim Island-X-Prix qualifizierten sich die Abt-Cupra-Fahrer Mattias Ekström und Jutta Kleinschmidt mit ihrem elektrischen Odyssey 21 als viertes von neun Teams auf dem Truppenübungsplatz in Bovington. Doch zusammen mit dem sechstplatzierten Veloce-Team schieden sie im Halbfinale aus.

Durch die nassen und schlammigen Bedingungen hatten die ersten Fahrzeuge im Qualifying zwar eine etwas weniger zerfurchte Strecke, dafür verteilten sie aber auch das Wasser und hinterließen Spuren, denen die nachfolgenden Fahrer folgen konnten.

Das Team Abt Cupra musste in beiden Qualifying-Sessions als erstes ran und fuhr in der ersten Session auf Platz vier, nur vier Sekunden hinter dem schnellsten Team X44. in der zweiten Session gab es Platz sechs, nachdem Rallye-Dakar-Siegerin Kleinschmidt ein Wegtor verpasst hatte. Dafür setzte Ekström die die drittschnellste Zeit im Supersektor.

Dadurch kam das Duo in ein schwieriges Halbfinale gegen die Meisterschaftsführenden von Rosberg X Racing und Acciona Sainz, wo Ekström von der ungeliebten Außenseite im tieferen Schlamm aus starten musste.

Wie Veloce im ersten Halbfinale wurde Pure-ETCR-Champion Ekström beim Run zur ersten Kehre abgedrängt. Trotz eines zunächst besseren Starts als Carlos Sainz sen. konnte er Sainz nicht einholen, als der zweimalige Rallye-Weltmeister seine 400kw Zusatzleistung Hyperdrive zündete.

Laia Sanz, Carlos Sainz, Sainz XE Team, Jutta Kleinschmidt, Mattias Ekstrom, ABT CUPRA XE

Laia Sanz, Carlos Sainz, Sainz XE Team, Jutta Kleinschmidt, Mattias Ekstrom, ABT CUPRA XE

Photo by: Sam Bloxham / Motorsport Images

Vom Schlamm eingedeckt, war die Sicht von Ekström stark beeinträchtigt, und er fuhr bei der Anfahrt auf die zweite Kurve in das Heck von Sainz.

Mit dem Hyperdrive konnte Ekström neben Sainz ziehen, dort auf dem unebeneren Untergrund aber nicht das Manöver abseits der Ideallinie durchziehen.

Ekströms Auto verlor bei einem Sprung Teile, was auf die Kollision zuvor zurückzuführen ist, und fuhr in der zweiten Runde langsamer. Es folgte ein längerer Boxenstopp, um die Schäden zu begutachten.

Schließlich wurde Kleinschmidt wieder ins Rennen gelassen, einholen konnte sie die beiden Führenden aber nicht und musste sich daher mit Rang drei begnügen. Das brachte dem Team am Ende Platz fünf in der Meisterschaft.

"Es war ein schwieriges Jahr, in dem wir eine völlig neue Meisterschaft entdeckt haben", fasst Xavi Serra, Chef von Cupra Racing, zusammen.

"Darum sind wir auf das gesamte Team Cupra Abt XE und natürlich auch auf unsere Fahrer Mattias und Jutta stolz, die einen tollen Job gemacht haben."

"Wir haben auf Sardinien unser erstes Podium geholt, und ich bin sicher, dass wir 2022 noch viele mehr holen werden. Das ist nur der Anfang."

Jutta Kleinschmidt, Mattias Ekstrom, ABT CUPRA XE

Jutta Kleinschmidt, Mattias Ekstrom, ABT CUPRA XE

Photo by: Sam Bloxham / Motorsport Images

geteilte inhalte
kommentare

Videos zum Thema

Extreme E 2022: Kalender mit fünf Veranstaltungen geplant
Vorheriger Artikel

Extreme E 2022: Kalender mit fünf Veranstaltungen geplant

Kommentare laden