12h Bathurst 2026: AMG besetzt erste drei Plätze am Mount Panorama
Mercedes-AMG-Festspiele im Top-10-Shootout beim Bathurst 12 Hour - Cameron Waters gewinnt Allan-Simonsen-Trophy mit zweitschnellster Runde der Geschichte
Cam Waters holte sich seine zweite Allan-Simonsen-Trophy ab
Foto: Gruppe C Photography
Der Stern drückt dem Mount Panorama Circuit seinen Stempel auf: Fünf der zehn Mercedes-AMG GT3 traten im Top-10-Shootout zum 12-Stunden-Rennen von Bathurst 2026 (hier im kostenlosen Livestream!) an. Drei von ihnen fuhren im 15-minütigen Shootout auf die ersten drei Plätze.
Am Ende ist es der Scott-Taylor-Mercedes #222 der drei Supercars-Piloten Cameron Waters, Chaz Mostert und Thomas Randle, der das Rennen von der Poleposition in Angriff nehmen wird. Waters fuhr in 2:01.079 Minuten die zweitschnellste Runde, die je in einer offiziellen Session eines GT3-Rennens auf dem Mount Panorama Circuit erzielt worden ist, nur geschlagen von Maro Engels Streckenrekord (2:00.881 Minuten) aus dem Shootout 2023.
Der 31-Jährige bleibt nach dem Qualifying auf dem Boden: "Es ist schön, von ganz vorne zu starten, aber hier stehen zwölf Stunden auf dem Programm und Fehler sind schnell gemacht. Wir müssen das Auto an einem Stück halten und am Ende in Schlagdistanz sein." Es ist Waters' zweite Pole beim Bathurst 12 Hour nach 2020. (Alle Infos zum Bathurst 12 Hour 2026)
Vorjahres-Polesetter Lucas Auer musste sich im Craft-Bamboo-Mercedes #77 (Aron/Auer/Götz) mit einem Rückstand von 0,177 Sekunden knapp geschlagen geben, gefolgt von Luca Stolz im 75-Express-Mercedes #75 (Gounon/Habul/Stolz; 3.). (Ergebnis Top-10-Shootout)
"Ich hoffe, dass es von hier an nicht nur noch bergab geht", scherzt der Neffe von Gerhard Berger auf die Verschlechterung seiner Startposition gegenüber dem Vorjahr angesprochen. "Wir sind für das Rennen gut aussortiert. Das ist das Wichtigste, und das Auto hat sich im Qualifying super angefühlt. Man weiß nie, was am Start passiert, deshalb will man von weit vorne starten. Insofern bin ich happy."
Ford Mustang GT3 im Shootout
Matt Campbell bewies im Absolute-Porsche #911 (Buus/Campbell/Picariello; 4.), dass es nicht am Auto lag, dass nur ein Porsche 911 GT3 R (992) den Sprung ins Shootout schaffte. Ihm folgte Christopher Haase im MPC-Audi #55 (Schumacher/Haase/Brown; 5.), für den nach den bärenstarken Leistungen in den Freien Trainings der fünfte Startplatz schon eine kleine Enttäuschung darstellen dürfte.
Marco Mapelli stellte den Wall-Lamborghini #93 (Deitz/Denyer/D'Alberto/Mapelli) auf den sechsten Startplatz. Da das Auto als Bronze-Fahrzeug gemeldet ist, wird es im Rennen jedoch nicht um den Gesamtsieg kämpfen. Der WRT-BMW #46 (Farfus/Marciello/Rossi; 7.) von Raffaele Marciello war überraschend als einziger BMW M4 GT3 Evo für das Shootout qualifiziert.
Der HRT-Ford #64 (Feeney/Mies/Olsen; 9.) sicherte sich zwar die Teilnahme am Shootout, kam aber nicht an die starke Leistung aus dem regulären Qualifying heran und startet hinter dem Tigani-Mercedes #44 (Andrews/Leitch/Pires/Zalloua; 8.) aus der fünften Reihe. Die Top 10 komplettierte der zweite Tigani-Mercedes #6 (Ellis/Ojeda/Schiller; 10.) mit Jayden Ojeda am Steuer.
So liefen die Qualifyings
Nur einem Fahrzeug aus der ersten Qualifying-Gruppe gelang der Sprung ins Top-10-Shootout. Auer fuhr im Craft-Bamboo-Mercedes #77 in der ersten der beiden halbstündigen Sessions die Bestzeit in 2:01.971 Minuten und löste damit als einziger Pilot aus der langsameren Gruppe das Ticket für das Shootout.
Ein Desaster erlebte der GruppeM-Mercedes #888 (Engel/Grenier/Martin), der nach Motorproblemen nicht über den 31. Startplatz hinauskam und das Feld von hinten wird aufrollen müssen. (Ergebnis reguläre Qualifyings)
Die nach den sechs Freien Trainings schnellere Hälfte des Feldes trat anschließend in Q2 an, wobei sich die Ereignisse überschlugen. Die Sitzung musste mit der roten Flagge unterbrochen werden, als der Grove-Mercedes #100 (Allen/Davison/Grove; 21.) ein Rad verlor. Dadurch mussten mehrere Fahrzeuge ihre schnelle Runde abbrechen.
Am Ende reichte es für den Wall-Lamborghini als letztes Fahrzeug für die Teilnahme am Shootout; der KRC-BMW #89 (Cunfan/Hesse/Oosten; 11.) von Max Hesse verpasste den Einzug lediglich um 0,033 Sekunden. Die Bestzeit fuhr Cam Waters im Scott-Taylor-Mercedes #222 in 2:01.563 Minuten.
Die größte Sensation war das Aus von Vorjahressieger Kelvin van der Linde im WRT-BMW #32 (Pepper/van der Linde/Weerts; 12.). Im Gegensatz dazu schaffte der HRT-Ford #64 (Feeney/Mies/Olsen; 3.) als einziges nicht-deutsches Fabrikat neben dem Lamborghini den Sprung unter die Top 10 mit der drittbesten Zeit.
Wenig überraschend verpassten sowohl der Arise-Ferrari #26 (Evans/Rigon/Serra; 19.), der bislang nicht ansatzweise an die starke Leistung aus dem Vorjahr anknüpfen konnte, als auch die JMR-Corvette #2 (Bamber/Catsburg/Sims; 25.) die Qualifikation. Weitere Pro-Fahrzeuge, die vorzeitig hängen blieben, waren der EBM-Porsche #61 (Bachler/Feller/Heinrich; 15.) und der Optimum-McLaren #95 (Barnicoat/Kirchhöfer/Patterson; 16.).
In Australien bricht nun eine kurze Nacht über die Teams herein. Das Bathurst 12 Hour 2026 beginnt am Samstagabend um 19:45 Uhr MEZ, was Sonntagmorgen 5:45 Uhr Ortszeit entspricht.
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