12h Bathurst auch für 2022 unwahrscheinlich

Das 12-Stunden-Rennen von Bathurst könnte zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden - Stephane Ratel glaubt momentan nicht an eine Durchführung des Events

12h Bathurst auch für 2022 unwahrscheinlich

Der Mount Panorama Circuit könnte im Februar 2022 erneut verwaist bleiben. Stephane Ratel glaubt momentan nicht, dass der Auftakt der Interkontinentalen GT-Challenge (IGTC) im Februar 2022 stattfinden kann. Grund dafür sind äußerst strikte Einreisebeschränkungen in Australien.

Die COVID-19-Pandemie dürfte noch nicht ausgestanden sein, wenn die finale Entscheidung fallen muss. Das muss bereits mehrere Monate im Vorausgeschehen, da die entsprechenden Transportkapazitäten für die Fahrzeuge gebucht werden müssen.

Die SRO hat darauf hingearbeitet, ähnlich wie die Formel 1 als sogenannte "Bubble" durchzugehen. Heißt: Sämtliche am Rennbetrieb beteiligte Menschen wären innerhalb dieser Blase geblieben und hätten den Kontakt zur Außenwelt aufs Nötigste beschränkt.

SRO-Chef Stephane Ratel erklärt gegenüber 'Sportsar365': "Für Bathurst dachten wir uns: 'Okay, wenn die Formel 1 als Blase durchgeht, können wir dasselbe vielleicht in Bathurst versuchen.' Aber dann wurde die Formel 1 abgesagt. Deshalb habe ich Zweifel."

Ob es vielleicht im späteren Verlauf des Jahres möglich sein wird, das Rennen nachzuholen? "Ich weiß es nicht. Das sind alles Fragen, die wir beantworten müssen, bevor der endgültige [IGTC-] Kalender verkündet wird."

Warum die IGTC nicht ausweicht

Die 12 Stunden von Bathurst sind das zweitwichtigste Rennen der IGTC nach den 24 Stunden von Spa. Zahlreiche Hersteller drängen darauf, am Mount Panorama Circuit zu fahren. "Sie alle wollen nach Bathurst zurückkehren. Hoffen wir, dass wir besser früher als später wieder dort fahren können", so Ratel.

Der Erfolg der 12 Stunden von Bathurst hat auch zum vierten Ableger der GT-World-Challenge (GTWC) in Australien geführt, die ihr erstes Jahr absolviert und mit Starterfeldern von rund 20 Autos aufwartet. Allerdings konnte wegen der Reisebeschränkungen noch kein SRO-Mitglied der Rennserie persönlich einen Besuch abstatten.

Ratel sagt auch, dass er die abgesagten 10 Stunden von Suzuka nicht im Nahen Osten nachholen möchte, weil es dort mit den 12 Stunden von Abu Dhabi, den 24 Stunden von Dubai und den Events der asiatischen Le-Mans-Serie des ACO schon ausreichend Rennen gäbe, die GT3-Teams offenstehen.

Ratels Standpunkt ist klar, Qualität statt Quantität: "Ich veranstalte keine Rennen, nur um Rennen zu haben. Ich veranstalte Rennen, wenn sie Sinn ergeben. Ich bleibe lieber beim bisherigen Konzept in der Hoffnung, dass Bathurst und Suzuka eines Tages zurückkehren werden. Wenn es vorher eine gute Gelegenheit gibt, warum nicht? Aber sie muss wirklich gut sein."

Mit Bildmaterial von BMW.

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