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Reaktion

Abseits der Kameras: Zweiter Känguru-Unfall überschattet 12h Bathurst

Erst ein Crash im TV, dann ein zweiter im Dunkeln - Zwei Känguru-Unfälle sorgten in Bathurst für Aufregung - Die Diskussion um Sicherheitsmaßnahmen läuft

Abseits der Kameras: Zweiter Känguru-Unfall überschattet 12h Bathurst

Auch der Tigani Mercedes-AMG wurde von einem Känguru getroffen

Foto: Gruppe C Photography

Die 12h von Bathurst verliefen äußerst turbulent. Schon nach 15 Minuten ereignete sich auf der Conrod Straight ein brenzliger Zwischenfall. Bei rund 250 km/h kollidierte der HRT-Ford Mustang #64 mit einem Känguru. Für das Tier ging der Unfall nicht gut aus. Christopher Mies war im ersten Moment sichtlich mitgenommen, blieb aber letztlich unverletzt.

"Im Moment, als ich das Känguru sah, habe ich es auch schon getroffen. Es gab keine Vorwarnung, keine Flaggen. Wahrscheinlich ist es gerade erst aufgewacht und losgerannt - ich war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort", beschreibt Mies die Sekunden des Unfalls.

Nach dem Rennen stellte sich heraus, dass es nicht der einzige Zwischenfall mit einem Känguru war. Schon in den ersten Rennminuten, als es am Sonntagmorgen noch dunkle Nacht war, ereignete sich ein weiterer Unfall, der deutlich glimpflicher ausging.

Der WRT-BMW, der zu diesem Zeitpunkt von Kelvin van der Linde gefahren wurde, traf ein kleines Känguru. Dieses wurde anschließend über die Motorhaube des Tigani Mercedes-AMG von Philip Ellis geschleudert.

"Wir rechnen ja immer irgendwie mit Kängurus auf der Strecke", wird Ellis von Speedcafe zitiert, "aber dieses Jahr ist es wirklich besonders schlimm. Wir hatten Schäden am Kühlergrill, was noch halb so wild war, aber auch etwas am Lufteinlass und am Splitter."

Auch ein Verschluss der Motorhaube war gebrochen, wodurch unter Grün ein weiterer Reparaturstopp nötig wurde. Den Rennsieg feierte schließlich der GruppeM Mercedes AMG #888 mit Maro Engel, Maxime Martin und Mikael Grenier.

Überschattet wurde der Triumph von mehreren Zwischenfällen: Neben Kängurus sorgten auch ein brenzliger T-Bone-Crash sowie weitere Kollisionen und anschließende Diskussionen für Aufregung und Schlagzeilen.

Der Mercedes AMG #6 von Ellis, Jayden Ojeda und Fabian Schiller war später in einen Crash mit dem Scott-Taylor-Mercedes #222 verwickelt. Auch das sorgte für dicke Luft im Fahrerlager.

Angesichts der Känguru-Zwischenfälle stellt sich die Frage, ob der Mount Panorama Circuit in Zukunft besser abgesperrt werden könnte, oder andere Vorkehrungen getroffen werden könnten, damit die großen Tiere nicht auf die Strecke gelangen.

Mies sprach sich für Maßnahmen aus. Er schlug zum Beispiel vor, den Rennstart etwas nach hinten zu verschieben, damit der Motorenlärm in der Dunkelheit der frühen Morgenstunden die Tiere nicht aufschreckt.

Ellis meint jedoch, dass ein gewisses Risiko auf dieser Strecke einfach dazugehört: "Man kann natürlich immer jemandem die Schuld geben, aber ich weiß nicht, ob das die richtige Einstellung ist. Rennfahren birgt ohnehin ein gewisses Risiko, oder?"

"Aber ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals so schlimm war. Ich glaube, das war einfach Pech, oder viele unglückliche Zwischenfälle. Ich wüsste nicht, was man ändern könnte, ohne die Strecke drastisch zu verändern - und das wäre schade, denn sie hat so viel Charakter."

Trotz der unglücklichen Zwischenfälle bleibt Bathurst auch 2026 ein Sinnbild für die besondere Faszination des Langstreckensports. Die Kombination aus Naturkulisse, Geschwindigkeit und Risiko macht den Mount Panorama Circuit einzigartig. Zugleich erinnert das Rennen jedoch daran, wie eng Motorsport und Umwelt auf diesem Kurs miteinander verwoben sind.

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