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Comeback in Macau: Mercedes-AMG nach Pause wieder beim GT-Weltcup

Mercedes-AMG startet im November beim GT-Weltcup in Macau: Drei GT3-Autos mit Lucas Auer, Maro Engel, Adderly Fong - Herausforderung Drehmomentsensoren

Mario Fritzsche

Veröffentlicht: 19.08.2026, 06:00

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Comeback in Macau: Mercedes-AMG nach Pause wieder beim GT-Weltcup

2024 war Mercedes-AMG zuletzt in Macau am Start, damals gewann Maro Engel

Foto: Qian Jun / MB Media via Getty Images

Nach einem Jahr Pause kehrt Mercedes-AMG zum GT-Weltcup in Macau zurück. Zwei Teams sind für den Hersteller aus Affalterbach mit insgesamt drei Mercedes-AMG GT3 am Start. Craft-Bamboo setzt auf dem Stadtkurs zwei Autos ein, und zwar für Maro Engel und Adderly Fong. Tigani hat Lucas Auer gemeldet.

Die diesjährige Auflage des GT3-Rennens auf dem Guia Circuit ist für 19. bis 22. November angesetzt. Das Hauptrennen findet am Sonntag (22. November) statt, aber schon den Tagen zuvor kommt eine enorme Bedeutung zu. Das gilt insbesondere für die AMG-Truppe.

Denn weil Mercedes-AMG im vergangenen Jahr nicht in Macau am Start war, hat man im Vergleich zu den anderen Herstellern den Nachteil, auf dem anspruchsvollen Stadtkurs noch nie mit Drehmomentsensoren gefahren zu sein. In den Freien Trainings wird es darauf ankommen, die optimalen Einstellungen zu finden. Das könnte sich als schwieriger als gedacht erweisen.

Denn mit nur zwei 30-minütigen Trainings gibt es in Macau nicht viel Streckenzeit vor dem Qualifying, dem Qualifikationsrennen und dem Hauptrennen. Zudem gibt es schon in den Trainings häufig Rotphasen, was es noch schwieriger macht als ohnehin schon, die optimalen Einstellungen zu finden.

Macau-Siegerpokale von Mercedes-AMG

Neun Siege: Kein GT-Hersteller war in Macau so erfolgreich wie Mercedes-AMG

Foto: Mercedes-AMG

"Macau ist ein Highlight und eine Herausforderung zugleich", sagt Stefan Wendl, Leiter Kundensport bei Mercedes-AMG Motorsport. "Seit dem vergangenen Jahr sind beim GT-Weltcup Drehmomentsensoren vorgeschrieben. Da uns damit bislang Erfahrungswerte auf dem Guia Circuit fehlen, legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Vorbereitung und Simulationsarbeit."

Mit neun Siegen aus bislang 18 GT3-Veranstaltungen ist Mercedes-AMG der erfolgreichste Hersteller in Macau. Auf dem anspruchsvollen Stadtkurs wechseln sich schnelle und langsame Passagen ab.

Der erste Teil der Runde ist schnell. Vor der Lisboa-Kurve wird ein Topspeed von 280 km/h erreicht. Anschließend geht es den Hügel hinauf in den kurvenreichen Teil der Strecke. Die langsamste Stelle ist die Melco-Haarnadel, die mit gerade mal 32 km/h durchfahren wird.

Maro Engel

Maro Engel fährt beim GT-Weltcup in Macau 2026 für Craft-Bamboo Racing

Foto: Mercedes-AMG

Maro Engel, aktueller Tabellenführer sowohl in der DTM als auch in der Intercontinental-GT-Challenge (IGTC), gehört zu den erfolgreichsten GT3-Piloten in Macau. Bei bislang zehn Starts hat er viermal gewonnen, was ihn zusammen mit Edoardo Mortara zum Rekordsieger bei GT-Rennen auf dem Guia Circuit macht.

"Ich freue mich sehr darauf, wieder bei diesem fantastischen Event in Macau am Start zu sein", sagt Engel. "In der Vergangenheit konnte ich dort gemeinsam mit Mercedes-AMG Motorsport große Erfolge feiern. Die Strecke verlangt einem fahrerisch alles ab, man muss enorm präzise sein. Diese besondere Herausforderung liebe ich, denn man kann als Fahrer den Unterschied machen."

"Enorm wichtig für ein erfolgreiches Wochenende wird wie immer das Qualifying. Jeder gibt alles und geht ans absolute Limit, denn die Startposition ist in Macau von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig gehört auch immer etwas Glück dazu", weiß Engel über die Zeitenjagd auf dem 6,12 Kilometer langen Stadtkurs mit seinen beträchtlichen Höhenunterschieden.

Lucas Auer

Lucas Auer fährt beim GT-Weltcup 2026 in Macau für Tigani Motorsport

Foto: Mercedes-AMG

Lucas Auer war in Macau in den Jahren 2012 bis 2014 in der Formel 3 am Start. In diesem Jahr nun fährt der Österreicher auf dem Guia Circuit erstmals einen GT3-Boliden.

"Es freut mich riesig, nach so vielen Jahren nach Macau zurückzukehren. Macau ist einfach eine Mega-Veranstaltung und für jeden Fahrer etwas Besonderes. Ich werde die Zeit bis dahin intensiv nutzen, um mich bestmöglich darauf vorzubereiten, mit Simulator-Sessions sowie ausführlicher Video- und Datenanalyse", so Auer.

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