Doppelstart in IGTC nicht möglich: Warum FFF die 8h Indianapolis verpasst

Eine (fehlende) Regelung in den Statuten der Interkontinentalen GT-Challenge führt zum Rückzug von FFF Racing - Die Piloten fahren nun auf anderen Lamborghinis

Doppelstart in IGTC nicht möglich: Warum FFF die 8h Indianapolis verpasst

Wirbel in der Interkontinentalen GT-Challenge (IGTC): FFF Racing hat seine Nennung für die 8 Stunden von Indianapolis zurückgezogen. Die Werksfahrer Mirko Bortolotti, Marco Mapelli und Andrea Caldarelli starten nun für K-Pax Racing auf zwei anderen Lamborghini Huracan GT3.

Hintergrund des Rückzugs ist die Doppelbelegung des Events als Teil der IGTC, aber auch der GT-World-Challenge (GTWC) America, in der das Rennen Saisonfinale ist. In dieser startet Caldarelli gemeinsam mit Jordan Pepper auf dem K-Pax-Lamborghini #3. Das Duo wurde seiner Favoritenrolle gerecht, gewann neun von bisher zwölf Rennen und krönte sich bereits in Sebring zum Meister.

Doch für die 8 Stunden von Indianapolis ist das problematisch, denn die IGTC-Regeln ermöglichen keine Doppelstarts eines Fahrers auf zwei Fahrzeugen. Caldarelli, Mitbesitzer bei FFF Racing, war neben Bortolotti und Mapelli als Fahrer vorgesehen, muss jedoch auch seinen Verpflichtungen bei K-Pax nachkommen.

Diskussionen mit dem Veranstalter hätten seit Juni stattgefunden, verrät Caldarelli 'Sportscar365'. Jedoch hat die SRO den Antrag auf einen Doppelstart abgelehnt, weil es keine entsprechende Regelung im IGTC-Reglement gibt. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, auf welchem Auto der doppelstartende Fahrer Punkte holen soll.

Unterm Strich war es also nicht möglich. "Die SRO hat es nicht ermöglicht, auf zwei Autos zu starten. Ich habe versucht, es ihnen zu erklären. Aber letztlich machen sie die Regeln", so Caldarelli. "Eine Möglichkeit wer gewesen, von ganz hinten zu starten. Aber warum sollte ich das Team in eine so schlechte Lage bringen?"

Die Möglichkeit, den FFF-Lambo mit einem anderen Fahrer zu besetzen, hätte zwar ebenfalls bestanden, aber es habe keine gute Option gegeben, so der Italiener weiter. Phil Keen und Sandy Mitchell, beide als Werksfahrer bei Lamborghini unter Vertrag, sind bei der britischen GT-Meisterschaft in Donington, Giacomo Altoe ist bereits bei TR3 Racing für Indy untergebracht.

Albert Costa und Franck Perera wären zwar theoretisch verfügbar gewesen, wären dann aber fünf Wochenenden am Stück im Einsatz inklusive Indianapolis als Überseerennen (ein Programm, das auch Bortolotti stemmt). "Wir haben uns zusammengesetzt und sind gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass es die beste Entscheidung ist [nicht zu starten]", so Caldarelli.

So werden die Fahrer nun auf die zwei K-Pax-Lamborghinis aufgeteilt. Bortolotti stößt zu Caldarelli und Pepper in die #3, Mapelli verstärkt die regulären GTWC-America-Piloten Corey Lewis und Giovanni Venturini, die in Indianapolis um den Vizetitel im amerikanischen Ableger der GTWC kämpfen werden.

Mit Bildmaterial von SRO.

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