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ADAC GT Masters Sachsenring
Nach GT-Masters-Skandal: Mercedes löst Vertrag mit Zakspeed auf
Nach der Disqualifikation des Teams Zakspeed beim GT-Masters-Lauf am Sachsenring hat Mercedes-AMG Customer Racing die Konsequenzen gezogen und den Vertrag mit dem Rennstall mit sofortiger Wirkung aufgelöst.
André Wiegold
Bearbeitet: 21.09.2017, 12:50
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Luca Stolz und Luca Ludwig dominierten das Sonntagsrennen des GT-Masters am Sachsenring. Ihre Teamkollegen Nicolai Sylvest und Yelmer Buurman landeten dahinter auf Platz 2. Der Jubel des Teams verstummte jedoch schnell, da beide Zakspeed-Fahrzeuge aufgrund der Missachtung der GT3-Homologation disqualifiziert wurden.
Nun hat Mercedes-AMG Customer Racing aufgrund der Vorkommnisse den Vertrag mit Zakspeed mit sofortiger Wirkung aufgelöst.
In einem Statement des Herstellers heißt es: "Mercedes-AMG Customer Racing distanziert sich von den Umständen, die am vergangenen Wochenende zur Disqualifikation des Teams Zakspeed beim GT-Masters am Sachsenring geführt haben. Zu keiner Zeit war Mercedes-AMG, oder auch die von uns beauftragten Ingenieure der HWA AG, in die zur Disqualifikation führenden technischen Änderungen involviert."
Die nicht der GT3-Homologation entsprechende Einstellung der Nockenwelle sei das Resultat eines veränderten Motorenkennfeldes gewesen, erklärte Mercedes-AMG Customer Racing. Es sei nicht nachvollziehbar, wie die modifizierten Kennfelder auf die Steuergeräte der Zakspeed-Boliden gelangt wären. Die Umstände würden nun vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) genau untersucht.
Im Statement heißt es weiter: "Der Hinweis an die Technischen Kommissare des DMSB über eine mögliche, nicht homologationskonforme Modifikation an den beiden Mercedes-AMG GT3 des Teams Zakspeed erfolgte direkt von Mercedes-AMG Customer Racing, beziehungsweise über die beauftragten Ingenieure der HWA AG. Zur Aufklärung dieses bedauerlichen Vorfalls kooperiert Mercedes-AMG Customer Racing vollumfänglich mit dem DMSB."
Zunächst legte das Team Einspruch gegen die Entscheidung ein. Nachdem externe Gutachter die Fahrzeuge untersucht hatten und zum selben Ergebnis wie der DMSB gekommen war, zog Zakspeed die Berufung jedoch wieder zurück.
Bildergalerie: Luca Ludwig am Sachsenring
Teamchef Peter Zakowski sagte: "Das Ergebnis vom Sachsenring ist somit endgültig und im Sinne des Sports kann in Hockenheim ein Meister gekrönt werden. Außerdem möchten wir unseren Start beim Finale nicht gefährden. Es tut mir sehr für unsere Fans und Partner leid, dass die Erinnerung an unseren ersten Doppelsieg auf diese Art einen faden Beigeschmack erhält. Wieso dieser Fall eintreten konnte, müssen wir nun mit dem Hersteller klären."
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