GT Summer Series will den GT-Sport neu denken
Die neue GT-Rennserie setzt in diesem Jahr auf Amateur- und Gentlemen-Fahrer, neue BoP-Ansätze und mehr Fan-Nähe durch die "Fan Cam" und "Heroes Arena"
Die "GT Summer Series" (GTSS) will 2026 im Rahmen des ADAC Racing Weekends mit einem fahrerspezifischen BoP für Furore sorgen
Foto: Gedlich Racing
Mit der GT Summer Series bekommt der deutsche GT-Rennsport ab der Saison 2026 eine neue Plattform. Hinter dem Projekt steht Gedlich Racing, das sich in den vergangenen Jahren mit der Winter Series in Südeuropa einen Namen gemacht hat. Nun soll das bewährte Konzept erstmals in den Sommer und nach Deutschland übertragen werden - mit einem klar definierten Ziel: Amateur- und Gentlemen-Fahrer stehen im Mittelpunkt.
Der Kalender für 2026 umfasst fünf Veranstaltungen innerhalb von sechs Monaten und wurde laut Veranstalter bewusst auf die Bedürfnisse von Teams und Fahrern zugeschnitten. Geplant sind Auftritte auf bekannten deutschen Rennstrecken sowie ausgewählten internationalen Kursen.
Eine längere Sommerpause soll zusätzliche Planungssicherheit bieten. Die Serie ist in die ADAC Racing Weekends eingebunden, was organisatorische Stabilität und ein etabliertes Umfeld verspricht.

Die GTSS richtet sich primär an Amateurpiloten und Herrenfahrer
Foto: Gedlich Racing
Ein zentrales Merkmal der GT Summer Series ist der sportliche Ansatz. Anders als in vielen bestehenden GT-Formaten richtet sich das Reglement explizit an nicht-professionelle Fahrer. Erlaubt sind zwar auch Einsätze von Profis, diese müssen jedoch mit technischen Einschränkungen rechnen.
Kern des Konzepts ist eine fahrerspezifische Balance of Performance, die nicht allein das Fahrzeug, sondern auch den Status des Piloten berücksichtigt. Ziel ist es, Amateuren realistische Chancen auf konkurrenzfähige Platzierungen zu ermöglichen.
"Wir wissen aus unserer Erfahrung sehr genau, was Amateurfahrer erwarten", erklärt Serienorganisator Stefan Lehner. Entsprechend soll die Technik mehr Freiheiten bieten, während gleichzeitig die Leistungsdichte im Feld gewahrt bleibt. Die GT Summer Series positioniert sich damit bewusst als Alternative zu zunehmend professionalisierten GT-Meisterschaften.

Im Fahrerlager der GT Summer Series wird eine "Heroes Arena" installiert
Foto: Gedlich Racing
Auch abseits der Strecke verfolgt der Veranstalter neue Ansätze. Mit der sogenannten Heroes Arena soll ein zentraler Bereich im Fahrerlager entstehen, der Fahrer, Teams und Partner stärker in den Mittelpunkt rückt. Dort sind unter anderem Fahrerpräsentationen, Interviews und weitere Aktivitäten geplant. Der Gedanke dahinter: Mehr Sichtbarkeit für die Akteure - nicht nur während der begrenzten Fahrzeit auf der Strecke.
Alle Rennen der GT Summer Series werden live übertragen. Ergänzt wird der klassische Livestream durch eine Fan Cam, die ganztägig Einblicke aus dem Fahrerlager liefern soll. Der Fokus liegt dabei weniger auf Hochglanzbildern, sondern auf unmittelbaren Eindrücken aus Boxen, Teamzelten und Gesprächen mit Fahrern.
Der Saisonauftakt ist für 17. bis 19. April 2026 am Hockenheimring vorgesehen. Ausgeschrieben sind Klassen für GT3, GT2, GT4, Cup-, Challenge- und Supertrofeo-Fahrzeuge. Die Einschreibung ist bereits geöffnet. Zur besseren Kostenkontrolle stellt der Veranstalter Teams einen Budgetplaner zur Verfügung - ein weiterer Hinweis darauf, welche Zielgruppe die neue Serie ansprechen will.
Kalender der GT Summer Series 2026
17.04. - 19.04.2026: Hockenheimring (Deutschland)
29.05. - 31.05.2026: Oschersleben (Deutschland)
25.06. - 28.06.2026: Nürburgring (Deutschland)
27.08. - 30.08.2026: Spa-Francorchamps (Belgien)
02.10. - 04.10.2026: Hockenheimring (Deutschland)
Gedlich Racing Testtage 2026
17.04.2026: Hockenheimring
28.05.2026: Oschersleben
14.07.2026: Nürburgring Sprint-Strecke
15.07.2026: Red Bull Ring
16.07.2026: Oschersleben
18.08.2026: Nürburgring Grand-Prix-Strecke
29-30.09.2026: Portimao
01.10.2026: Hockenheimring
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