ROC 2017: Montoya-Sieg und Wehrlein-Crash in Miami

Beim erstmals in den USA ausgetragenen Race of Champions im Baseball-Stadion in Miami ging es wild zur Sache: Heimsieg für Juan Pablo Montoya beim Debüt und Überschlag von Pascal Wehrlein.

Juan Pablo Montoya ist der Sieger des Race of Champions (ROC) 2017. Im Marlins Park in Miami, wo üblicherweise die Baseball-Spiele der Miami Marlins stattfinden, setzte sich Montoya, der in Miami lebt, in der Einzelwertung am Samstag gegen 15 Konkurrenten durch.

Bildergalerie: Race of Champions 2017 in Miami

Im Finale traf Montoya auf Tom Kristensen und besiegte diesen mit 2:0. Gefahren wurde im Finale zunächst mit dem Rallycross-Auto aus der Lites-Kategorie und anschließend mit dem KTM X-Bow.

Debütsieg für Montoya, 5. Finalniederlage für Kristensen

Während es für Montoya bei seiner 1. ROC-Teilnahme direkt mit dem Sieg geklappt hat, noch dazu mit einem Heimsieg, war es für ROC-Rekordstarter Kristensen beim 15. Versuch zum 5. Mal "nur" Platz 2. Gewonnen hat "Mister Le Mans" das Race of Champions in der Einzelwertung noch nie.

"Vielleicht muss das ROC mal in Dänemark stattfinden. Das könnte helfen", nahm Kristensen seine erneute Niederlage mit Humor, um anzumerken: "Juan Pablo hat es verdient, hier zu gewinnen." Der angesprochene Montoya gab zu: "Ich war schon froh, die 1. Runde überstanden zu haben. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Rennen fahren würde."

Chronologie: Der Einzelwettbewerb beim ROC 2017

Seinen Weg ins Finale hatte sich Triumphator Montoya im K.O-System mit Siegen über Petter Solberg, Pascal Wehrlein, Travis Pastrana und Felipe Massa gebahnt. Kristensen war mit Siegen über Kurt Busch, Ryan Hunter-Reay, Jenson Button und David Coulthard ins Finale eingezogen.

Titelverteidiger Sebastian Vettel, der im November 2015 in London die vorherige Ausgabe des ROC für sich entschieden hatte, schied diesmal bereits in der 1. Stufe des K.O-Systems aus. Er unterlag im entscheidenden Lauf gegen Travis Pastrana.

Wilder Crash von Pascal Wehrlein

Für das größte Spektakel neben dem Heimsieg von Montoya sorgte ein wilder Crash, der sich direkt in der 1. Stufe des K.O.-Systems zutrug. Im Duell Felipe Massa vs. Pascal Wehrlein kam es mit dem dreirädrigen Polaris Slingshot zur Kollision auf der Start/ZIel-Gerade.

Der Unfall passierte nicht beim planmäßigen Kreuzen der Bahnen, sondern bei der Zieldurchfahrt. Wehrlein, der ganz knapp hinten lag, konnte die Spur nicht halten, worauf sein Fahrzeug zunächst einen Kunststoffblock traf, daraufhin mit dem Fahrzeug von Massa aneinandergeriet und aufstieg.

Nach Überschlag über die TecPro-Barriere blieb das Auto von Wehrlein, in dem neben ihm selbst ein Gast-Beifahrer saß, schräg an einem Betonblock hängen.

Unfallgegner Massa, der komplett überrascht wurde, stieg sofort aus, um sich nach dem Wohlbefinden von Wehrlein und dessen Beifahrer zu erkunden. Nach Handzeichen der Entwarnung stiegen beide unverletzt aus.

"Der Unfall war nicht so schlimm, die Geschwindigkeit ist hier nicht so hoch. Und die Autos sind ja auch sehr sicher", sagte Wehrlein unmittelbar nach dem Crash. Zustimmung gab es von Massa: "Wir fuhren durchs Ziel. Ich hielt meine Linie. Plötzlich kam er zu mir rüber, wir berührten uns und er flog ab. Ich erschrak sehr, aber zum Glück ist alles okay."

Nationen-Cup am Sonntag: "America vs. The World"

Am Sonntag geht es ab 18:00 Uhr MEZ im Nationen-Cup rund. Dieser Teamwettbewerb, bei dem jeweils 2 Fahrer ein Team bilden, steht diesmal ganz im Zeichen des Mottos "America vs. The World".

In Gruppe A, der Amerika-Gruppe, treten die Teams USA NASCAR (Kyle Busch und Kurt Busch), USA IndyCar (Ryan Hunter-Reay und Alexander Rossi), USA Rallycross (Travis Pastrana und Scott Speed) und ROC-Factor Kanada (James Hinchcliffe und Stefan Rzadzinski) an.

Die internationale Seite setzt sich aus 2 Gruppen zusammen. Gruppe B wird gebildet von den Teams Großbritannien (Jenson Button und David Coulthard), Deutschland (Sebastian Vettel und Pascal Wehrlein) und Nordic (Tom Kristensen und Petter Solberg).

In Gruppe C treten die Teams Brasilien (Felipe Massa und Tony Kanaan), Kolumbien (Juan Pablo Montoya und Gabby Chaves) und ROC-Factor Lateinamerika (Helio Castroneves und Gabriel Glusman) an.

Im Finale nach K.O-System trifft das siegreiche Team aus der amerikanischen Gruppe A auf das siegreiche Team aus den internationalen Gruppen B und C.

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Über diesen Artikel
Rennserien ALLGEMEINES , Race of Champions
Veranstaltung Race of Champions
Fahrer Juan Pablo Montoya , Tom Kristensen , Felipe Massa , Pascal Wehrlein
Artikelsorte Rennbericht
Tags baseball-stadion, crash, marlins park, miami, race of champions, roc, überschlag