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Testen unter Corona: "Gar kein so großer Unterschied"

Für Rennfahrer ändert sich bei den ersten Tests mit Coronamaßnahmen nicht allzu viel

Testen unter Corona: "Gar kein so großer Unterschied"

Auch bei den heutigen Testfahrten des Euro-Formel Open-Teams von Timo Rumpfkeil in der Motorsportarena Oschersleben sind die Einschränkungen der Seuchenvorbeugung deutlich zu erkennen. Das zeigt ein Video auf dem YouTube-Kanal der Zeitschrift PITWALK, das heute Morgen in einer Videoschalte live in die Box vom Team Motopark entstanden ist.

Für Nachwuchsfahrer Niklas Krütten ist der Test die zweite Möglichkeit, nach der Coronapause wieder im Auto zu sitzen. "Es ist nicht ungewohnt", findet der 17-Jährige aus Trier im Videointerview. "Ich beachte den Mundschutz gar nicht - und während des Fahrens sieht man ihn eh nicht."

Teamchef Timo Rumpfkeil ergänzt: "Die jetzige Ausgangslage ist ein ganz guter Beweis dafür, dass man in Wahrheit zum Einsatz der Autos gar nicht so viele Leute braucht, wie man immer dabei hat."

Die Mindestabstandsregeln versucht der Rennstall so gut es geht einzuhalten: Die vier Monoposti sind auf vier Boxen verteilt. "Aber in gewissen Bereichen ist es nicht trennbar." Etwa wenn die Dateningenieure Schulter an Schulter vor ihren Laptops sitzen. "Deswegen haben wir das noch weiter in Gruppen aufgeteilt - in jeder Box zwei Ingenieure und zwei Fahrer."

Auch Krütten findet, fast alles sei normal; die größte Neuerung für ihn sei der Handwaschsspender mitten in der Box. "Wir haben keine richtige Vorgabe. Aber ich mache das selbständig: Nach jedem Run, nach jedem Essen, auch wenn ich Dinge angefasst habe, wasche ich mir jedes Mal die Hände."

Neben Krütten ist auch der Venezolaner Manuel Maldonado und - als Fahrlehrer - der in der Schweiz lebende Elsässer Tom Dillmann beim heutigen Test in Oschersleben im Einsatz.

Die Lockerungen der Reise- und Bewegungseinschränkungen in Deutschland haben zur Folge, dass Rumpfkeil seine Schützlinge inzwischen in Sachsen-Anhalt um sich schart. "Wir haben für Manuel Maldonado und Sergio Sette Camara es eingerichtet, dass sie in Deutschland bleiben, auch unser ehemaliger Fahrer Marino Sato kommt wieder her - denn von hier aus ist man relativ reisefähig."

"Momentan sind sie alle noch im Hotel kaserniert, werden aber bald in möblierte Zimmer in Magdeburg umziehen. Dort machen auch die Fitnessstudios wieder auf."

Mit Bildmaterial von Youtube/PITWALK.

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Urheber Norbert Ockenga