Tourenwagen-Junior-Cup: Einsteigerserie geht 2021 an den Start

2021 wird es endlich wieder ein kostengünstiges Einstiegslevel in den Tourenwagensport geben - Der Geist des Volkswagen-Lupo-Cups kehrt zurück

Tourenwagen-Junior-Cup: Einsteigerserie geht 2021 an den Start
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Ab einem Budget von 30.000 Euro soll es losgehen: Zur Saison 2021 gibt es eine neue Rennserie in Deutschland, die sich explizit an Einsteiger richtet. Die Rede in vom Tourenwagen-Junior-Cup, der mit einheitlichen Volkwagen up! GTI stark an die Zeiten des Volkswagen-Lupo-Cups erinnert.

Die Meisterschaft füllt eine Lücke zwischen dem Kartsport und der TCR-Klasse, die das Ende des Deutschen Tourenwagen-Cups (DTC) 2017 gerissen hat. Bislang wurde diese allenfalls durch den BMW-318ti-Cup gefüllt, der allerdings mit E36er-BMWs eher im Youngtimersport zu verordnen ist.

Kopf hinter der neuen Rennserie ist Matthias Meyer. Er ist Meister des Volkswagen-Polo-Cups 2004, der den Lupo-Cup beerbte. "Wir stemmen den Einsatz ohne Unterstützung von Volkswagen, aber sie stellen sich uns auch nicht in den Weg", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Volkswagen hatte sich 2020 vollständig aus dem Motorsport zurückgezogen.

Anders als in den Volkswagen-Cup-Serien der 2000er-Jahre werden die Fahrzeuge nicht vom Hersteller gestellt, sondern von Teams erworben. Daher gibt es keinerlei Testbeschränkungen. Die Jahresbudgets variieren somit, in den 30.000 Euro sei aber schon "alles inklusive", verspricht Meyer.

Weniger als eine Tonne Gewicht

Die Fahrzeuge werden für einen Stückpreis von 27.500 Euro an die Teams verkauft. Darunter befinden sich einige namhafte Rennställe wie das Team75 Bernhard, Lubner Motorsport oder auch Max Kruse Racing. Informationen von 'Motorsport-Total.com' zufolge sind bislang 15 Fahrzeuge verkauft worden, zwei weitere sollen bald hinzukommen.

Das Fahrzeug bringt ein Leergewicht von 880 Kilogramm mit sich, das Gewicht der Fahrer wird auf 80 Kilogramm angeglichen. Elektronische Fahrhilfen und Bremskraftverstärker gibt es nicht. Der 1-Liter-Dreizylindermotor bringt es auf 145 PS und 275 Newtonmeter, die über ein Sechsgang-Renngetriebe an die 205er-Vorderreifen geleitet werden.

Meyer geht damit keine Experimente ein: Das Aus des DTC zeigte, dass im Motorsport die Ära privat aufgebauter und weiterentwickelter Rennfahrzeuge zu Ende ist. Die neuen Boliden werden bei Meyer Racing Development auf Basis von Volkswagen-Neufahrzeugen aufgebaut.

Da es im Tourenwagensport in Europa momentan kaum Perspektiven für professionelle Rennfahrer gibt, verweist Meyer darauf, dass die Schule auch auf den GT-Sport vorbereitet. Er ist zuversichtlich, dass die Serie 2021 wie geplant stattfinden wird. Ein Kalender mit sieben Saisonstationen ist bereits veröffentlicht, fünf davon im Rahmen des neuen ADAC-Racing-Weekends.

Ursprünglich sollte die erste Saison schon 2020 stattfinden. Doch die COVID-19-Pandemie sorgte für so viel Unsicherheit, dass das Debüt um ein Jahr verschoben wurde.

Mit Bildmaterial von Tourenwagen-Junior-Cup.

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