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LMP2-Motor 2028: Gibson gibt Konzept bekannt

Die LMP2-Kategorie setzt ab 2028 auf Twinturbo-Aufladung und Direkteinspritzung - Alleinausrüster Gibson bringt außerdem einen bekannten Namen zurück

LMP2-Motor 2028: Gibson gibt Konzept bekannt

Gibson bringt Nissan in die LMP2 zurück und setzt auf einen 3,4-Liter-V6-Turbo

Foto: Gibson Gibson

Gibson Technology hat die Technologiepartner für das neue LMP2-Antriebsaggregat bekanntgegeben, das von 2028 bis 2032 in der Langstreckenszene zum Einsatz kommen wird. Kernstück ist ein 3,4-Liter-V6-Motor mit Twinturbo-Aufladung und Direkteinspritzung, der in Zusammenarbeit mit Nissan/Nismo entwickelt und gebaut wird.

Die Partnerschaft bringt Erfahrung aus dem Serienfahrzeugbau und dem Motorsport zusammen. Nissan war bereits in der vorherigen LMP2-Ära, als noch Offenheit beim Motorkonzept herrschte, der dominante Motorenlieferant und feierte zwischen 2013 und 2016 vier Klassensiege in Le Mans.

Mit dem neuen Projekt wollen die Partner nicht nur Performance und Zuverlässigkeit, sondern auch Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit gewährleisten. Die neuen Motoren werden deutlich leiser sein und mit 100 Dezibel auf das LMGT3-Lautstärkeniveau gedrosselt. Das war in der Ausschreibung von FIA und ACO so gewollt.

Bosch Motorsport liefert die elektronische Steuerung des Antriebsstrangs inklusive ECU, Powerbox und Kabelbaum. Zum Paket gehört auch ein neu entwickeltes Lenkrad von Motec, das seit 2022 zur Bosch-Gruppe gehört.

Für die Kraftübertragung wird Xtrac eine komplett neue, quer eingebaute Getriebeeinheit entwickeln. Der Fokus liegt auf Haltbarkeit und einfacher Wartung, um die langfristigen Betriebskosten für LMP2-Teams zu senken.

"Wir sind unglaublich stolz, mit diesen Partnern zusammenzuarbeiten", sagt Gibson-CEO Mark Brittan. "Das Projekt wird fantastische Leistung für LMP2-Teams weltweit liefern und gleichzeitig Kosten und Versorgung im Griff behalten."

Gibson (ehemals Zytek) ist seit Einführung der aktuellen LMP2-Generation im Jahr 2017 Alleinausrüster der Klasse. Der Umbruch 2028 markiert den Beginn einer neuen Ära des Unterbaus zur Hypercar-Kategorie, in der es nur noch zwei zugelassene Chassishersteller geben wird.

Das 3,4-Liter-V6-Turbokonzept ist bei den Hypercars bereits vertreten: Alpine setzt beim A424 ebenfalls auf einen solchen Motor, der in diesem Fall aber von Mecachrome kommt und auf dem Formel-2-Aggregat basiert, das ebenfalls diese Eckdaten aufweist.

Die LMP2 ist seit 2024 nicht mehr Teil der Langstrecken-Weltmeisterschaft mit Ausnahme der 24 Stunden von Le Mans. Sie ist aber weiterhin in der IMSA SportsCar Championship zugelassen und stellt die Topklasse in den Le-Mans-Serien in Asien und Europa. In der asiatischen Le-Mans-Serie werden ab der Saison 2026/27 auch private Hypercars zugelassen.

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