24h Spa 2026: Reifenschaden! Drama um führenden Ferrari
Nach vier Stunden Führung verliert der Ferrari #51 die Führungsrunde bei den 24h Spa - GetSpeed-Mercedes #17 erster Ausfall im Pro-Cup
Schwerer Rückschlag für den Ferrari #51 in Spa
Foto: SRO/JEP SRO/JEP
Drama bei den 24 Stunden von Spa 2026 (hier im Livestream!): Der AF-Corse-Ferrari #51 (Rovera/Mosca/Nielsen), der das Rennen seit dem Start angeführt hatte, hat die Führungsrunde verloren. Ein Reifenschaden nach viereinhalb Stunden an der ungünstigsten Stelle der Strecke direkt hinter der Boxeneinfahrt beendete die lange Führung von AF Corse.
Der Ferrari hatte das Geschehen von Beginn an im Griff und konnte sich sogar kleinere Zeitstrafen leisten. Lediglich die Safety-Cars pfiffen ihn immer wieder zurück. Der Reifenschaden erfolgte eine halbe Stunde nach einem Safety-Car-Restart. Der Reifen ging unvermittelt ausgangs der Bus-Stop-Schikane ein.
Es ist bereits das zweite Drama rund um einen Ferrari aus dem Pro-Cup, denn der AF-Corse-Ferrari #50 (Wadoux/Leclerc/Gelael) drohte zwischenzeitlich ebenfalls, die Führungsrunde zu verlieren, als sich Arthur Leclerc in einen Reifenstapel drehte und das Heck beschädigte. Wenig später war der Ferrari 296 GT3 Evo in langsamer Fahrt unterwegs, wurde aber durch die dritte Safety-Car-Phase nach dreieinhalb Stunden vor einer Überrundung gerettet.
GetSpeed-Mercedes #17 nach desaströsem Rennen raus
Unterdessen gibt es auch den ersten Ausfall aus dem Pro-Cup: Für den GetSpeed-Mercedes #17 (Martin/Götz/Schiller) endete ein katastrophales Wochenende, das in der Aberkennung aller Zeiten nach dem Qualifying seinen Ursprung hatte.
Von Platz 52 aus gestartet, landete der Mercedes-AMG GT3 zunächst im Chaos rund um den Startcrash, kam hier aber noch durch. Später kam es zu einer Berührung mit dem Grupo-Prom-Mercedes #177 (Hernandez/Tribaudini/Caresani/Christodoulou).
Diese sorgte zunächst für eine Durchfahrtsstrafe, die den AMG aus der Führungsrunde warf. Anschließend funktionierte der Transponder nicht richtig, was einen Reparaturstopp nach sich zog, bei dem es zu einer weiteren Berührung mit einem weiteren Fahrzeug kam. Nach dreieinhalb Stunden wurde der Bolide letztlich mit einem Folgeschaden vorn links abgestellt.
Maxime Martin, der als Tabellenführer der Interkontinentalen GT-Challenge (IGTC) nach Spa angereist war, sagt: "Aufgrund der Durchfahrtsstrafe hatten wir bereits eine Runde Rückstand, als wir erneut an die Box mussten."
"An der Boxeneinfahrt kam es zu einer Berührung zwischen Maxi (Götz) und einem anderen Auto. Dabei erlitt der vordere linke Reifen einen Reifenschaden, der weitere Schäden nach sich zog. Daher mussten wir das Auto leider aus dem Rennen nehmen."
"Das ist natürlich ziemlich enttäuschend. So habe ich mir mein 20. 24-Stunden-Rennen von Spa nicht vorgestellt, aber so ist der Motorsport manchmal. Wir kommen wieder."
Der Mercedes #177, mit dem die #17 aneinandergeraten war, ist mittlerweile ebenfalls ausgeschieden. Gleiches gilt für den Attempto-Audi #99 (Pereira/Frassineti/Aka), den Alex Aka mit einer Spätfolge seiner Berührung zu Beginn abstellen musste. Auch der indirekt in den Startcrash verwickelte AF-Corse-Ferrari #70 (Toledo/Dempsey/Vaxiviere/Molina) wurde mittlerweile als Ausfall gemeldet.
Schon dreimal SC und viermal FCY
In den brütend heißen Ardennen geht es derweil im Rennen nur in Etappen vorwärts. Nach vier Stunden gab es bereits vier kurze Full-Course-Yellows und drei Safety-Car-Phasen. Der jüngste Restart erfolgte eingangs der fünften Stunde.
Es führt nun der Winward-Mercedes #48 (Auer/Stolz/Engel), der sich langsam an die Spitze gesetzt hat. Ihm folgen die beiden Garage-59-McLaren und der Verstappen-Mercedes #3 (Juncadella/Lulham/Gounon). Alle verbliebenen 16 Fahrzeuge des Pro-Cups liegen noch in der Führungsrunde.
Vor dem Rennen hatte es noch eine weitreichende Änderung der Balance of Performance (BoP) gegeben. Lediglich der Audi R8 LMS GT3 Evo II, der Ferrari 296 GT3 Evo und die Corvette Z06 GT3.R blieben unverändert. Die Änderungen waren wie folgt:
- Aston Martin AMR GT3 Evo: -5 Kilogramm
- BMW M4 GT3 Evo: -10 Kilogramm
- Ford Mustang GT3 Evo: -5 Kilogramm
- Lamborghini Temerario GT3: - 5 Kilogramm
- McLaren 720 GT3 Evo: - 10 Kilogramm
- Mercedes-AMG GT3: -10 Kilogramm
- Porsche 911 GT3 R (992): -15 Kilogramm
Die Temperaturen kühlen aktuell nur langsam herunter und in den nächsten Stunden ist zunächst nicht mit Gewittern zu rechnen. Die Gefahr von Gewittern bleibt nach wie vor bestehen, diese lassen sich aber lokal nicht vorhersagen. Am Sonntag sollen die Höchstwerte nur noch bei 28 Grad Celsius liegen, was nach den bisherigen Tagen eine echte Abkühlung ist.
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