24h Spa - Aston Martin holt erstes GT3-Podium, aber: "Hatten Paket für Sieg"

Bei Aston Martin ist man trotz Podium bei den 24h Spa 2021 nicht ganz zufrieden: Pech bei Gelbphasen verhindert den großen Wurf

24h Spa - Aston Martin holt erstes GT3-Podium, aber: "Hatten Paket für Sieg"

Zum ersten Mal in der GT3-Ära der 24h Spa steht ein Aston Martin auf dem Siegertreppchen: Nicki Thiim, Marco Sörensen und Ross Gunn erreichten mit dem Vantage V8 GT3 #95 den dritten Platz. Doch die Enttäuschung überwiegt trotzdem.

Thiim trauert einem entgangenen Sieg hinterher: "Es ist ein seltsames Gefühl, Dritter zu werden, aber zu wissen, dass man unter anderen Umständen mehr hätte erreichen können. Das Auto war schnell, und ich denke, wir hatten das Paket, um zu gewinnen. Wir hatten definitiv den Speed und das Auto, um um den Sieg zu kämpfen, aber einfach nicht das Glück."

Ähnlich sieht die Gefühlslage bei Teamkollege Marco Sörensen aus: "Natürlich ist das nicht ganz das, was wir wollten. Wir wollten natürlich gewinnen. Am Ende ist das ein gutes Ergebnis und wir können damit zufrieden sein. Aber eben nicht vollständig zufrieden."

24h Spa: FCY-Pech verhagelt Aston-Martin-Überraschung

Wie kommen diese auf den ersten Blick überraschenden Reaktionen zustande? Eine Antwort findet sich im Rennverlauf: Der Aston Martin #95 war nämlich in der zweiten Rennhälfte neben dem Iron-Lynx-Ferrari #51 (Pier Guidi/Nielsen/Ledogar) und dem WRT-Audi #32 (D. Vanthoor/Weerts/K. van der Linde) eines von nur drei Fahrzeugen, das sich in der Führungsrunde befand.

In Sachen Strategie wähnte man sich beim Garage-59-Team im Vorteil. Nach 15 Stunden lag man mit einer Runde Rückstand in den Top-5, hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings als einziges Fahrzeug aus den besten Fünf schon den vorgeschriebenen, technischen Boxenstopp absolviert.

Doch dann hatte man Pech mit den folgenden beiden Full-Course-Yellows. Ein heftiger Abflug des Grasser-Lamborghinis #16 (di Folco/Schmid/Zimmermann/Galbiati) gegen 07:50 Uhr sorgte dafür, dass alle Konkurrenten den technischen Boxenstopp unter Gelb absolvieren konnten. Ein massiver Zeitvorteil für alle, die diese FCY für den technischen Boxenstopp nutzten.

Auch die FCY wegen des Unfalls des Huber-Porsche #23 (Leutwiler/Jacoma/Schell/Menzel) gegen 10:05 Uhr half dem Aston Martin nicht. Die #95 war kurz vor der Neutralisierung an der Box, die #51 und die #32 hingegen nicht. So konnten erneut die Gegner Profit aus einer Gelbphase schlagen.

Ross Gunn hofft auf Revanche 2022

Danach lag der Aston Martin zwar in Lauerstellung, konnte in den Kampf um den Sieg aber nicht mehr entscheidend eingreifen. Im Ziel betrug der Rückstand 1:25 Minuten. "Wir waren nahe dran am Sieg. Nach 24 Stunden nur eine Minute Rückstand zu haben ist enttäuschend", meinte auch Gunn im Parc-ferme-Interview nach dem Rennen.

Letztlich überwiegt aber dennoch die Freude über den ersten Podiumsplatz für Aston Martin beim Langstrecken-Klassiker in den Ardennen. Zudem ist markiert der dritte Rang erst das zweite Podium eines britischen Herstellers seit Beginn der GT3-Ära 2011. Die Bentley-Fahrer Maxime Soulet, Vincent Abril und Andy Soucek den zweiten Platz.

"Für einen einmaligen Auftritt hierher zu kommen und auf das Podium zu fahren ist gut", freut sich Sörensen. Und Teamkollege Gunn kündigt bereits Revanche an: "Wir müssen nächstes Jahr zurückkommen und hoffen, dass wir gewinnen können." Es wäre dann der zweite Gesamtsieg bei den 24h Spa für Aston Martin nach 1948 und erste britische Erfolg seit Jaguar im Jahr 1984.

Mit Bildmaterial von SRO.

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