GT2-Drama in Misano: Führender fliegt spektakulär über die Barrieren
Beim GT2-Rennen in Misano kommt es zu einem spektakulären Unfall: Der führende Antoine Potty hebt nach einem mutmaßlichen Defekt über die Barrieren ab
Das Wrack des Maserati von Antoine Potty nach dem Unfall
Foto: GTWorld GTWorld
Bange Minuten am 18. Juli 2026 beim Rennwochenende der GT2 European Series in Misano: Im ersten Lauf am Samstag kam es zu einem spektakulären und folgenschweren Zwischenfall des Führenden Antoine Potty.
Der belgische Pilot flog mit seinem Maserati GT2 nach einem mutmaßlichen technischen Defekt mit hoher Geschwindigkeit über die Sicherheitsbarrieren hinweg. Die gute Nachricht: Potty verließ das Wrack aus eigener Kraft und wurde offensichtlich nicht verletzt.
Das auf 50 Minuten angesetzte Samstagsrennen war gerade rund 14 Minuten alt, als das Drama an der Spitze seinen Lauf nahm. Potty, der sich am Vormittag im stark umkämpften ersten Qualifying mit einer Rundenzeit von 1:35.011 Minuten die Poleposition gesichert hatte, führte das Feld souverän an, als sein Fahrzeug vor Kurve 10 (Tramonto) plötzlich nicht mehr verzögerte.
Die TV-Bilder und die später veröffentlichten Wiederholungen verdeutlichen die ungeheure Wucht des Einschlags: Anstatt für die anstehende Rechtskurve abzubremsen, schoss der schwarz-grüne Maserati GT2 mit der Startnummer 6 fast ungebremst geradeaus über das Kiesbett.
Der Rennwagen touchierte im Kurvenscheitel lediglich kurz die Randsteine, bevor er ohne sichtbare Geschwindigkeitsabnahme die Reifenstapel am äußeren Streckenrand erreichte.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Maserati wie auf einer Rampe in die Luft katapultiert. Das Auto hob spektakulär ab, überwand die Begrenzung vollständig und schlug abseits der Strecke in einem angrenzenden Waldstück ein, wo es stark beschädigt auf den Reifenstapeln zum Liegen kam.
Eine massive Staub- und Dreckwolke markierte die Unfallstelle. Die Rennleitung reagierte umgehend und rief eine Safety-Car-Phase aus, um den Rettungs- und Bergungskräften eine schnelle und sichere Zufahrt zu ermöglichen.
Die TV-Bilder deuten aufgrund des völlig ausbleibenden Bremsvorgangs auf ein gravierendes technisches Problem - entweder durch ein hängendes Gaspedal oder ein komplett versagendes Bremssystem.
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