GTWC: In den Wald geflogener McLaren 720S GT3 in vier Tagen repariert

Der in Brands Hatch verunfallte Jota-McLaren 720S GT3 ist nach nur vier Tagen schon wieder einsatzbereit am Nürburgring - Chassis wird beibehalten

GTWC: In den Wald geflogener McLaren 720S GT3 in vier Tagen repariert

Das Jota-Team hat ein Rennen gegen die Zeit gewonnen. Nach dem heftigen Unfall von Oliver Wilkinson, bei dem er über die Streckenbegrenzung hinweg in einen Wald flog, wurde der McLaren 720S GT3 innerhalb von vier Tagen wieder aufgebaut. Er geht an diesem Wochenende auf dem Nürburgring im Endurance Cup der GT-Word-Challenge (GTWC) Europe an den Start.

Zentrale Komponenten - Chassis, Motor und Getriebe - blieben intakt, während die Karosserie einer Rundumerneuerung unterzogen werden musste. Und das ausgerechnet in der einzigen "Back-to-back"-Woche der GTWC Europe 2021. Doch das Team hat das Wunder vollbracht. Der Bolide wurde an nur vier Tagen repariert.

"Wir haben noch am Sonntag das Auto auseinandergenommen und es in die Werkstatt geschleppt", sagt Chefingenieur Nathan McColl gegenüber 'Sportscar365'. Glücklicherweise befindet sich diese in Kent in der Nähe von Brands Hatch. Der Zeitvorteil wurde aber dadurch zunichtegemacht, als dass Teams die Strecke nicht vor Ende des Meetings verlassen können.

So kam das Team erst um 19 Uhr in der heimischen Werkstatt an. Nun ging es weiter: "Wir haben eine sehr genaue Inspektion vorgenommen. Glücklicherweise war die Sicherheitszelle intakt, während alle Teile drum herum beschädigt waren. Und wir sind die Ersatzteillisten durchgegangen, um möglichst bald loszulegen."

 

Die Inspektion ergab, dass man es schaffen kann. Es folgten 24-Stunden-Schichten. "Es war nahezu alles beschädigt. Die Rahmen mussten vorne und hinten getauscht werden. Aufhängungsteile waren verbogen."

Dennoch war dies der einfachere Weg. Jota verfügt zwar über ein Ersatzchassis, das aber von Grund auf hätte aufgebaut werden müssen. Mit dem Wiederaufbau des Unfall-Fahrzeugs sparte sich Jota Arbeiten wie das Verlegen des Kabelbaums oder die Wiederherstellung der Sitzposition.

Als Glücksfall stellte sich heraus, dass der Waldboden viel Aufprallenergie geschluckt hat. "Es gab keinen abrupten Halt", so McColl. "Dafür sind wir dankbar, denn das hat Ollie und das Fahrzeug noch relativ intakt gehalten."

Das Team schaffte es, bis Mittwoch fertig zu sein und noch zum Nürburgring anzureisen. Am Sonntag steht ein 3-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf dem Programm. Der McLaren #38 mit Wilkinson und Rob Bell am Steuer nahm an beiden Test-Sessions auf dem Nürburgring am Freitagmorgen und -mittag teil und spulte zahlreiche Runden ab.

Mit Bildmaterial von SRO/Dirk Bogaerts.

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