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Porsche 911 GT4 R als Nachfolger des bisherigen Cayman GT4 präsentiert

Porsche bringt den "Neunelfer" in die GT4-Klasse: Ab 2027 erweitert der 911 GT4 R das Kundensport-Programm der Zuffenhausener - allerdings für einen stolzen Preis

Porsche 911 GT4 R als Nachfolger des bisherigen Cayman GT4 präsentiert

Porsche hat den 911 GT4 R für die Saison 2027 präsentiert

Foto: Porsche AG

Porsche präsentiert den Nachfolger des bisherigen Cayman GT4 Clubsport und setzt künftig auch in der GT4-Klasse erstmals auf den "Neunelfer": Der neue Porsche 911 GT4 R soll ab der Saison 2027 in den bekannten GT4-Serien, beispielsweise der ADAC GT4 Germany und der GT4-European-Series, an den Start gehen.

Mit dem neuen Modell hebt Porsche sein GT4-Engagement "auf ein neues Niveau und erweitert die Modellpalette gezielt im oberen Leistungsbereich", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Die GT4-Kategorie zählt derzeit zu den weltweit am stärksten wachsenden Segmenten im globalen Kundensport.

Durch die Kombination aus seriennaher Fahrzeugtechnik und vergleichsweise geringen Einsatzkosten bildet die GT4-Kategorie mittlerweile eine wichtige Nachwuchs- und Einstiegsklasse unterhalb des GT3-Segments. Und genau dort möchte Porsche auch in Zukunft weiterhin erfolgreich vertreten sein.

"Mit dem neuen Rennwagen auf Basis des Porsche 911 GT3 heben wir unser erfolgreiches GT4-Programm auf ein neues Niveau", erklärt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. "GT4 hat sich vom Einstiegssegment zu einer hochkompetetiven, global relevanten Rennplattform entwickelt."

Porsche 911 GT4 R als Nachfolger des Cayman

Seit dem Einstieg von Porsche in die GT4-Kategorie im Jahr 2016 war der Cayman das absolute Erfolgsmodell der Stuttgarter: Mehr als 1.500 Rennfahrzeuge wurden seither entwickelt, produziert und an Kunden in aller Welt verkauft. Nun tritt der 911 GT4 R in die großen Fußstapfen seines Vorgängers.

Das Cockpit des Porsche 911 GT4 R

Das Cockpit des Porsche 911 GT4 R

Foto: Porsche AG

Zwar gab es in der Vergangenheit schon einmal GT4-Rennwagen auf Basis des Neunelfers, allerdings handelte sich dabei lediglich um private Projekte. Der neue Porsche 911 GT4 R ist deshalb das erste offizielle Modell, das von Porsche Motorsport selbst entwickelt wurde.

"Unsere Kunden profitieren von einer deutlich größeren Bandbreite im GT4-Segment", stellt Michael Dreiser, Leiter Vertrieb bei Porsche Motorsport, klar. "Der neue 911 GT4 R schließt sich an das bestehende Cayman-Programm an und bietet ambitionierten Teams eine weitere leistungsstarke Option."

GT4-Motor könnte bis zu 520 PS leisten

Als technisches Fundament für den neuen GT4-Renner dient die aktuelle Cup-Version auf Basis des straßenzugelassenen 911 GT3 der Generation 992.2. Heißt im Klartext: Der 911 GT4 R wird vom bekannten 4,0-Liter-Sechszylinder-Boxermotor angetrieben, der im ungedrosselten Zustand bis 520 PS leistet.

Weil allerdings auch die GT4-Klasse über die Balance of Performance (BoP) reguliert wird, liefert Porsche den neuen Rennwagen bereits werksseitig mit 53,7 Millimeter großen Restriktoren aus, die die Spitzenleistung nominell auf klassenübliche 430 PS reduzieren.

Der Porsche 911 GT4 R ist der Nachfolger des bisherigen Cayman GT4

Der Porsche 911 GT4 R ist der Nachfolger des bisherigen Cayman GT4

Foto: Porsche AG

Die Kraftübertragung erfolgt über ein sequenzielles Sechsgang-Klauengetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad und eine Vierscheiben-Rennkupplung. Zwar ist der neue GT4-Elfter optisch und strukturell stark an den Cup-Bruder angelehnt, allerdings musste die Ingenieure beim Fahrwerk reglementbedingt einige Anpassungen vornehmen.

So sucht man den gewohnten Zentralverschluss vergeblich, denn in der seriennahen GT4-Kategorie ist die klassische Fünf-Loch-Anbindung vorgeschrieben. Zudem fallen die Räder im Vergleich zum Cup-Auto um jeweils einen Zoll schmaler aus. Für das perfekte Set-up sorgen zweifach einstellbare Dämpfer sowie drei wählbare Federraten.

Neuer Porsche 911 GT4 R ist kein Schnäppchen

An der Karosserie setzt Porsche wie beim bisherigen Cayman verstärkt auf Nachhaltigkeit: Türen, Motorabdeckung, Aerodynamik-Komponenten sowie Teile des Cockpits bestehen aus einem Naturfaser-verstärkten Kunststoff in Kombination mit Epoxidharz.

Der Heckflügel lässt sich manuell in elf Positionen arretieren, um die aerodynamische Balance anzupassen. Im Cockpit blickt der Pilot auf ein 10,3-Zoll-Farbdisplay, flankiert von einem integrierten Datenlogger und GPS-System zur Datenanalyse.

Interessierte Kundenteams müssen für den neuen Breitensport-Elfer allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen: Porsche ruft für den 911 GT4 R einen Basispreis von 265.000 Euro auf, natürlich zuzüglich der länderspezifischen Mehrwertsteuer. Die Bestellung ist ab sofort möglich, die Auslieferung erfolgt vor Beginn der Saison 2027.

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