Testfahrten 24h Spa 2021: Neuer BMW Schnellster vor altem BMW

Der BMW M4 GT3 holt sich bei einem Gastauftritt die Bestzeit bei den Testfahrten zu den 24 Stunden von Spa 2021 - Kuriose Rote Flagge wegen Track Limits

Testfahrten 24h Spa 2021: Neuer BMW Schnellster vor altem BMW

61 GT3-Boliden von neun verschiedenen Marken haben sich mit Testfahrten auf dem Circuit de Spa-Francorchamps auf die 73. Ausgabe der 24 Stunden von Spa vorbereitet. Zu Ende gingen die zweitägigen Testfahrten mit einer Bestzeit für einen Gaststarter.

Ergebnis Testfahrten 24h Spa 2021

Nick Yelloly fuhr die mit großem Abstand schnellste Runde des gesamten Tests. Natürlich gilt es hier zu bedenken, dass das Auto über noch keinerlei Homologation verfügt und auch nicht in der Balance of Performance (BoP) der SRO eingestuft ist.

Bilder Vortest 24h Spa 2021

Dennoch nimmt BMW die Werbung für sein neuestes GT3-Fabrikat sicher gerne mit, bevor das Auto am Samstag in der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, vormals VLN) starten wird.

Die beste Zeit der regulären Teilnehmer des 24-Stunden-Rennens fuhr mit Timo Glock ebenfalls ein BMW-Pilot. Im M6 GT3 #35 von Walkenhorst Motorsport war der ehemalige Formel-1-Pilot mit einer Zeit von 2:18.621 Minuten unterwegs.

 

Dahinter landete der KCMG-Porsche #18 in 2:18.646 Minuten, der sich bei allen Witterungsverhältnissen als schnell erwies. Für Abwechslung sorgen der Winward-Mercedes #57 (2:18.679) und der CMR-Bentley #107 (2:18.706). Alle Zeiten wurden am Mittwochnachmittag in der letzten Testsession erzielt.

BMW dominierte die trockenen Sessions, denn auch am Mittwochvormittag ließ sich Walkenhorst eine Bestzeit in 2:18.798 Minuten notieren, diesmal allerdings mit Fahrzeug #34. Der enge Zeitplan mit dem DTM-Rennwochenende in Monza schien kein großes Hindernis zu sein, allerdings griff die #34 erst am Mittwoch ins Geschehen ein.

Regen am Dienstag willkommen für Teams

Am Dienstag herrschten regnerische Bedingungen, was den Teams wertvolle Kilometer mit einem weiterentwickelten Pirelli-Regenreifen ermöglichte. Die Zeiten gingen am Dienstagvormittag bei Starkregen an den Iron-Lynx-Ferrari #51 in 2:30.777 Minuten und am Nachmittag bei feuchter Strecke an besagten KCMG-Porsche #18 in 2:22.155.

Es gab an den zwei Testtagen mehrere Unterbrechungen, von denen es eine auf die Kuriositätenliste des Motorsports schaffen dürfte. Zunächst einmal gab es Abflüge des Getspeed-Mercedes #2 und des Emil-Frey-Lamborghinis #163 in der gefürchteten Raidillon-Kurve, beide am Mittwochnachmittag.

 

Auch der Akka-ASP-Mercedes #87 und der Car-Collection-Audi #24 sorgten mit Unfällen für Unterbrechungen. Für Car Collection war der Test schon mit der ersten Session gelaufen.

Die kurioseste Rote Flagge vielleicht der gesamten Saison der GT-World-Challenge (GTWC) Europe und Interkontinentalen GT-Challenge (IGTC) dürfte am Mittwochnachmittag vom Rennleiter ausgerufen worden sein.

Alle Fahrzeuge wurden nach zahlreichen Warnungen für Track Limits an die Box gerufen, wo die Rennleitung dann über den Zeitenmonitor mit den Teams kommunizierte und ihnen ordentlich auf Finger klopfte. Danach wurde die Sitzung wieder freigegeben.

Eine bemerkenswerte Personalie gibt es bei Lamborghini: Super-GT-Pilot Bertrand Baguette wurde in den Huracan #19 geholt, der im Silver Cup normalerweise mit Phil Keen und Hiroshi Hamaguchi besetzt ist. Für den Meister der Formel Renault 3.5 von 2009 ist Spa Heimstrecke., denn er stammt aus Verviers. Er wurde von der Strecke bei seinem Titelgewinn gesponsert.

Mit Bildmaterial von SRO/Dirk Bogaerts.

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