Etappenbericht
Rallye Dakar Rallye Dakar
Dakar 2018: Peterhansel mit Frust zur Bestzeit
Stephane Peterhansel prügelt seinen Peugeot am Sonntag zum Etappensieg - De Villiers verliert reichlich an Zeit - Sainz bleibt an der Spitze

Heiko Stritzke
Bearbeitet: 15.01.2018, 20:31
Link kopieren
Auf Viber teilen
Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Er war, wie er selbst sagte, "richtig angepisst" nach den Ereignissen vom Samstag. Stephane Peterhansel (Peugeot) hat nach dem Verlust von einer Stunde und 45 Minuten seinem Frust freie Bahn gelassen. Auf dem achten Teilstück der Rallye Dakar 2018, das von Uyuni nach Tupiza führte, machte der Rekordsieger keine Gefangenen. Ohne Rücksicht auf Verluste knallten er und sein Teamkollege Caril Despres in ihren Peugeot 3008 DKR Maxi Bestzeiten hin. Am Ende war Peterhansel 49 Sekunden schneller. Es ist seine 40. Bestzeit in der Auto-Kategorie.
Die Autos fuhren am Sonntag dieselbe 498 Kilometer lange Wertungsprüfung wie die Motorräder. Es handelte sich um die längste Prüfung der Rallye Dakar 2018, die sich darüber hinaus auch noch bis auf 4.800 Meter Höhe hinaufschraubte. Der höchste Punkt der diesjährigen "Dakar" wurde erst auf den letzten 100 Kilometern überschritten, bevor es wieder talwärts ging. Noch einmal wird nun auf 4.000 Metern übernachtet. Da die neunte Prüfung abgesagt wurde, handelte es sich um die letzte Prüfung im kargen bolivianischen Hochland.
An der Spitze der Gesamtwertung befindet sich weiterhin Carlos Sainz (Peugeot). Der Dakar-Sieger von 2010 geht an der Spitze keine Risiken mehr ein und ließ es entsprechend etwas vorsichtiger angehen. Am Ende steht für ihn die fünftbeste Zeit zu Buche. Er verlor fünf Minuten auf Nasser Al-Attiyah (Toyota) und sieben auf Peterhansel, womit er im Soll ist. "Heute gab es einige Fallen: Kamelgras, Dünen, Flussdurchfahrten... Wir sind kein Risiko eingegangen. Der zweite Teil der Prüfung auf den Straßen war einfacher", erklärt er. "Cyril wird auf der nächsten Prüfung sicher auf uns warten und uns Geleitschutz geben."
De Villiers verliert Anschluss ans Podest
Al-Attiyah kann es nicht so ruhig angehen lassen: Der Katari ging ebenfalls viel Risiko, um den Leistungsnachteil seines Toyota Hilux mit Saugmotor in der großen Höhe zu kompensieren. Zwischenzeitlich führte er die Etappe sogar an, bis ins Ziel konnte Peterhansel allerdings 2:12 Minuten Vorsprung herausfahren. Sein Teamkollege Bernhard ten Brinke war weitere 2:48 Minuten langsamer und wurde Vierter.
Den größten Zeitverlust des Tages hatte Giniel de Villiers (Toyota) zu verkraften. Als Zweiter hinter Sainz in den Tag gestartet, verlor er bereits früh auf der Prüfung 20 Minuten und kam schließlich mit 23:19 Minuten Rückstand auf Peterhansel im Ziel an. Damit verlor er den vierten Platz in der Gesamtwertung wieder an ten Brinke und hat nun schon eine halbe Stunde Rückstand auf Al-Attiyah und immerhin 14 Minuten auf ten Brinke.
Nach großen Problemen auf der siebten Etappe (den Grund für den Zeitverlust hat X-Raid noch immer nicht kommuniziert) hat Orlando Terranova (Mini) sich auf dem achten Teilstück rehabilitiert. Er fuhr die sechstbeste Zeit mit genau zehn Minuten Rückstand. Sein Teamkollege Kuba Przygonski kam dahinter auf die siebte Position.
Trucks: Erster Etappensieg für Sotnikow
Dimitri Sotnikow (Kamaz) holte sich den ersten Etappensieg bei der diesjährigen Rallye Dakar und den dritten seiner Karriere. Mit seinem Kamaz 43509 hatte er das Geschehen nach dem ersten Checkpoint fest im Griff und gewann die Etappe mit einem Vorsprung von 5:11 Minuten vor Federico Villagra (Iveco). Gesamtführender bleibt Eduard Nikolajew (Kamaz), der am Sonntag Vierter hinter seinem Teamkollegen Airat Mardejew wurde. Er hat einen beruhigenden Vorsprung von 46:25 Minuten auf Villagra.
Top 10 der Auto-Wertung nach Etappe 7 von 14
Pos. Fahrer/Beifahrer Auto Zeit/Abstand 1
Carlos Sainz
Lucas Cruz
Peugeot 27:04:00 Stunden 2
Nasser Al-Attiyah
Matthieu Baumel
Toyota +1:06:37 3
Stephane Peterhansel
Jean Paul Cottret
Peugeot +1:13:42 4
Bernhard ten Brinke
Michel Perin
Toyota +1:23:00 5
Giniel de Villiers
Dirk von Zitzewitz
Toyota +1:37:09 6
Jakub Przygonski
Tim Colsoul
Mini +2:28:36 7
Martin Prokop
Jan Tomanek
Ford +2:43:30 8
Khalid Al Qassimi
Xavier Panseri
Peugeot +2:55:42 9
Peter van Merkstejin
Maciej Marton
Toyota +4:59:41 10
Nicolas Fuchs
Adrian Mussano
Borgward +6:34:09
Wir wollen Deine Meinung!
Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?
An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen
- Das Motorsport.com-Team
Weiterlesen :
Diese Story teilen oder speichern
Link kopieren
Auf Viber teilen
Vorheriger Artikel Dakar 2018: Meo Schnellster, schwerer Sturz von de Soultrait
Nächster Artikel Neunte Etappe der Rallye Dakar 2018 abgesagt

Mehr von
Heiko Stritzke

Trotz bevorstehendem WM-Titel: Kimi Antonelli sieht noch Fehler bei sich
Formel 1
Formel 1
Austin
1 T.
Trotz bevorstehendem WM-Titel: Kimi Antonelli sieht noch Fehler bei sich

Mit Max Verstappen und Sebastian Vettel? Ricciardo will nach Le Mans
Formel 1
Formel 1 2 T.
Mit Max Verstappen und Sebastian Vettel? Ricciardo will nach Le Mans

Daniel Ricciardo: Diese "Superkraft" macht Kimi Antonelli so stark
Formel 1
Formel 1 2 T.
Daniel Ricciardo: Diese "Superkraft" macht Kimi Antonelli so stark
Aktuelle News

Kollision mit Bezzecchi: Ogura gesteht Fehler ein und entschuldigt sich
MotoGP
MGP MotoGP
Sepang
20 Min.
Kollision mit Bezzecchi: Ogura gesteht Fehler ein und entschuldigt sich

Oscar Piastri erlebt Qualifying-Desaster in Mexiko: Teamchef findet deutliche Worte
Formel 1
F1 Formel 1
Mexiko-Stadt
1 h
Oscar Piastri erlebt Qualifying-Desaster in Mexiko: Teamchef findet deutliche Worte

Unsichere Lage im Nahen Osten: Yamaha boykottiert Katar-Rennen
MotoGP
MGP MotoGP
Lusail
1 h
Unsichere Lage im Nahen Osten: Yamaha boykottiert Katar-Rennen

Zu viel Sprit im Tank? Diese Details kosteten George Russell die Mexiko-Pole
Formel 1
F1 Formel 1
Mexiko-Stadt
1 h
Zu viel Sprit im Tank? Diese Details kosteten George Russell die Mexiko-Pole
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.
Du hast 2 Optionen:
- Registrieren
- Deaktiviere bitte Deinen Adblocker.
Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!
Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden
Benachrichtigungs-Einstellungen
Registrieren