Dakar-Direktor kontert Sainz-Kritik: "Ich wache über den Geist der Rallye"

Dakar-Direktor David Castera hat die Kritik von Sebastien Loeb und Carlos Sainz an der Navigation gekontert - Dennoch strebt er nach Verbesserungen

Dakar-Direktor kontert Sainz-Kritik: "Ich wache über den Geist der Rallye"

Im Jahr 2021 fand die berühmte Rallye Dakar zum zweiten Mal in Saudi-Arabien statt, doch obwohl die Wertungsprüfungen viel Action und eine atemberaubende Kulisse boten, waren die Rallye-Legenden Carlos Sainz und Sebastien Loeb mit der Navigation unzufrieden. Die Kritik hat Rallye-Direktor David Castera jetzt gekontert, aber er gelobt auch Besserung.

Sainz, der die Rallyes in den Jahren 2010, 2018 und 2020 gewonnen hat, sagte damals, dass er "demotiviert und aufgebracht" sei, da die Rallye eher einer "Gymkhana anstelle einer Rallye-Raid" gliche. Er betonte damals: "Ich habe an 14 Dakars teilgenommen und habe niemals innerhalb von zwei Tagen eine halbe Stunde verloren oder jemanden herumirren sehen. Das ist nicht die Dakar! Was wir bisher gesehen haben, ist keine Rallye. Ich mag es so einfach nicht."

Bevor die Route für die Ausgabe 2022 präsentiert wird, hat Castera Stellung zur Kritik von Sainz und Loeb genommen. "Na gut, die Kritik kam von einer Person von 300 bei der Dakar", witzelt der Rallye-Direktor. "Aber es stimmt, dass sie von zwei Fahrern mit Rallye-WM-Erfahrung, Sebastien Loeb und Carlos Sainz, kam. Ich bin der Geist, der über die Rallye wacht: Langstrecke, mehr Abenteuer, mehr Fahren, mehr Navigation. Ich bin hier, um die Balance aus diesen Säulen zu finden."

Sebastien Loeb

Auch Loeb war mit der Navigation bei der Dakar unzufrieden

Foto: Red Bull

Castera erklärt, dass die eine Säule auf einer Rallye wichtiger sein kann als eine andere. Bei der 2021er-Dakar sei die Navigation ein wichtiges Puzzlestück gewesen, so der Dakar-Strippenzieher. "Wir wollen in diesem Jahr eine bessere Balance finden", stellt Castera klar, der damit auf die Kritik der Pilooten eingeht. "Die Fahrer verstehen aber nicht, dass ich es nicht extrem schwierig machen möchte."

Allein die Zeit zwischen der Erkundung der möglichen Wertungsprüfungen und der eigentlichen Rallye sei eine Herausforderung, so Castera weiter. "Im Oktober sind die Straßen perfekt sichtbar, aber dann regnet es, es kommt Wind auf und viele Menschen nutzen die Parallelstraße, dann wird es für die Fahrer schwieriger, aber manchmal kann es dadurch auch einfacher werden."

Der Rallye-Direktor wird an den Stellschrauben drehen: "Es ist kompliziert, die richtige Balance zu finden, aber das ist mein Job und ich werde versuchen, sie zu verbessern. Aber ich werde die Navigationssäule niemals herausnehmen, denn sonst müsste ich die Disziplin verraten. Loeb, Sainz und auch die anderen müssen das verstehen. Sollten sie das nicht tun, haben sie bei der Dakar nichts zu suchen."

Mit Bildmaterial von X-raid.

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