Danilo Petrucci berichtet: Warum er in Etappe 2 in der Wüste gestrandet ist

Danilo Petrucci berichtet die Umstände seiner Aufgabe in der zweiten Dakar-Etappe - Er konnte sein Team nicht kontaktieren, weil er sein Telefon verloren hatte

Danilo Petrucci berichtet: Warum er in Etappe 2 in der Wüste gestrandet ist

Danilo Petrucci durfte die Rallye Dakar in Saudi-Arabien nach seiner Aufgabe am Montag fortsetzen. In der zweiten Etappe war der Italiener wegen eines technischen Defekts an seiner KTM in der Wüste gestrandet. Da er den Schaden nicht reparieren konnte, wurde sein Motorrad per Helikopter ins Biwak geflogen.

Der Defekt betraf die Benzinpumpe. Als Petrucci vom vorderen auf den hinteren Tag umschalten wollte, funktionierte das nicht. Was die Sache noch schlimmer machte, war, dass er seine persönlichen Sachen verloren hatte und sein Team nicht kontaktieren konnte.

"Ich fühlte mich auf dem Motorrad sehr gut", berichtet Petrucci in einer Live-Session bei Instagram. "Nach 115 Kilometern musste ich vom vorderen auf den hinteren Tank umschalten, aber das Motorrad ging aus." Unglücklicherweise hatte er nicht das Material dabei, um den Schaden zu beheben.

"Ich wollte meine Mechaniker im Biwak anrufen, aber dann entdeckte ich, dass mein Telefon nicht mehr in der Rückentasche war. Mein Reisepass, mein Führerschein und mein Bargeld waren weg. Ich hatte keine Chance mein Team zu kontaktieren."

Deshalb drückte Petrucci den roten Knopf, um die Veranstalter zu kontaktieren. Sie brachten schließlich ihn und das Motorrad per Helikopter ins Biwak. "Ich hörte dann, dass ich um die Top 5 gekämpft habe. Das war sehr ärgerlich zu hören", merkt der ehemalige MotoGP-Fahrer an.

"Aber es ist wie es ist. Ich bin hier, um zu lernen und Spaß zu haben. Dann wird das Ergebnis kommen." Mit einer Strafzeit von elfeinhalb Stunden durfte Petrucci das Rennen am Dienstag fortsetzen. Er beendete die dritte Etappe als 22.

In der Gesamtwertung war er Dienstagabend auf Platz 135 zu finden. Es geht für ihn in erster Linie darum, Erfahrungen zu sammeln. Außerdem muss er aufpassen, denn Anfang Dezember hat sich Petrucci beim Wüstentraining in Dubai einen Knöchel verletzt.

"Ich muss vorsichtig sein, denn mein Knöchel ist gebrochen. Ich möchte nicht, dass es noch schlimmer wird", sagt Petrucci, der sehr glücklich ist, dass er wieder fahren kann. "Ich genieße es sehr. Nach dem Desaster am Vortag war es wirklich schön."

Mit Bildmaterial von KTM.

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