David Castera stellt klar: Rallye Dakar wird trotz Explosion nicht abgebrochen

Es gab eine Explosion im Rahmen der Rallye Dakar 2022 in Saudi-Arabien - David Castera schließt einen Abbruch des Events aus

David Castera stellt klar: Rallye Dakar wird trotz Explosion nicht abgebrochen
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Die 44. Ausgabe der Rallye Dakar wird trotz der Explosion des Sodicar-Fahrzeugs nicht abgebrochen. Das stellte Dakar-Direktor David Castera in Saudi-Arabien klar. Die fünf Mitfahrer blieben unverletzt, jedoch wurde der Fahrer Philippe Boutron schwer an den Beinen verletzt. Er musste notoperiert und nach Frankreich gebracht werden, wo er aus dem künstlichen Koma geholt wurde.

Die französische Regierung hat nach dem Vorfall am 30. Dezember Ermittlungen aufgenommen und einen Terroranschlag nicht ausgeschlossen. Im Zuge hat das Außenministerium der ASO einen Abbruch der Rallye vorgeschlagen. Am 4. Januar hat die französische Anti-Terrorabwehr beschlossen, eigene Ermittlungen anzustellen.

Die Dakar-Organisatoren haben auf die Explosion reagiert und die Sicherheitsmaßnahmen rund um die berühmteste Rally-Raid-Veranstaltung der Welt verbessert. Deshalb kommt laut Castera kein Abbruch des Events in Frage. "Zumindest jetzt nicht, da die Ermittlungen noch andauern", sagt er. "Wie der Minister richtig gesagt hat, müssen wir herausfinden, was am 30. Dezember passiert ist."

"Das ist die Frage, die wir heute für Philippe und seine Familie gerne beantworten würden", so Castera weiter. "Wir haben in Abstimmung mit den saudischen Behörden viele zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Das sieht man im Biwak, rund um das Biwak, am Start und am Ziel der Wertungsprüfung - alles, um ein optimales Sicherheitsniveau zu gewährleisten."

Der Fall beschäftigt die Verantwortlichen der Dakar dennoch, weil es bisher keine konkreten Antworten auf die Frage, was genau passiert ist, gibt. "Wir werden keine verfrühten Schlussfolgerungen ziehen. Für den Moment werden wir diese Rallye beenden und dann sehen wir weiter", stellt der Dakar-Direktor klar.

"Ich bin sehr traurig", so Castera weiter. "Ich habe vor zwei Tagen mit Philippe gesprochen. Das erste, was ich sagen muss, ist, dass er ein unglaublicher Kerl ist. Wir veranstalten ein Sportereignis, dessen Ziel es ist, Spaß zu haben, unsere Leidenschaft zu leben und auf keinen Fall Opfer von Anschlägen zu werden, falls sich diese Hypothese bestätigen sollte."

Am 8. Januar bleiben die Motoren bei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien stumm, damit die Teams und Fahrer die Möglichkeit bekommen, ihre Batterien wieder aufzuladen und sich auszuruhen. Bisher wurden sechs Wertungsprüfungen bestritten. Nasser Al-Attiyah führt vor Yazeed Al Rahji. Wertungsprüfung 7 startet am Sonntag, den 9. Januar 2022.

Mit Bildmaterial von A.S.O..

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