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Fischer/Peterhansel: Wie deutsches Damenteam die Dakar erlebt hat

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Fischer/Peterhansel: Wie deutsches Damenteam die Dakar erlebt hat
Autor:
Co-Autor: Ellen Lohr
22.01.2019, 21:00

Annett Fischer und Andrea Peterhansel kamen bei der Rallye Dakar 2019 auf Platz 14 ihrer Klasse ins Ziel - Wie ein "blöder Spruch" die Zusammenarbeit einleitete

Weitestgehend unbemerkt von der internationalen Berichterstattung ging bei der in der vergangenen Woche in Lima zu Ende gegangenen Rallye Dakar 2019 ein reines Damenteam aus Deutschland an den Start. Die Rede ist von Annett Fischer und Andrea Peterhansel. Die beiden traten in der Side-by-Side-Wertung (SxS) mit ihrem unter dem Banner von Racing4Charity eingesetzten Fahrzeug nicht nur an, sondern sahen die Zielflagge auf dem 14. Platz der Klasse.

Für Fischer war die Dakar 2019 die erste ihrer aktiven Laufbahn. Nach zuvor sechs Teilnahmen als Service-Mitglied bei X-raid setzte sich die Berlinerin nun erstmals selbst hinter das Lenkrad. Dank der Navigation von Peterhansel ließen die beiden Damen in ihrer Klasse 16 Teams hinter sich (sechs davon in Wertung).

Für Peterhansel war die Dakar 2019 bereits die elfte ihrer Karriere. Nach Teilnahmen als Fahrerin in der Motorrad-, der Auto- und der Truck-Wertung hat die als Andrea Mayer geborene Bayerin nun auch in der SxS-Wertung teilgenommen. Ihr bislang bestes Ergebnis erzielte sie 2004, als sie mit Beifahrer Andreas Schulz auf P5 der Auto-Wertung ins Ziel kam. Die Dakar 2019 war für Peterhansel nun ihre erste auf dem Beifahrersitz.

Für Andrea Peterhansel (geb. Mayer) war es die elfte Dakar, die erste als Beifahrerin

Für Andrea Peterhansel (geb. Mayer) war es die elfte Dakar, die erste als Beifahrerin

Foto: Frederic Le Floch / DPPI

Fischer erinnert sich, wie die Zusammenarbeit mit Peterhansel ihren Anfang nahm: "Es entstand eigentlich aus einem blöden Spruch. Wir waren zusammen mit dem X-raid-Team in Marokko beim Testen. Andrea hatte mich gefragt, ob ich das Side-by-Side-[Auto] für ein paar Kilometer fahren kann, damit sie noch ein bisschen üben kann für Stephane." Hintergrund: Peterhansels angesprochener Ehemann, der 13-malige Dakar-Sieger Stephane Peterhansel, bestritt kurz darauf gemeinsam mit ihr die Marokko-Rallye.

"Dann haben wir [Fisher/Peterhansel] das also gemacht und als wir wieder im Workshop waren, stellten wir uns die Frage: 'Was ist mit Dakar? Wollen wir nicht Dakar fahren?'", denkt Andrea Peterhansel mit einem Grinsen zurück. Ursprünglich wollte sie die Rallye Dakar 2019 auf dem Beifahrersitz ihres Ehemanns bestreiten. Dann aber kam es doch noch einmal anders und der "blöde Spruch" zusammen mit Annett Fischer wurde in die Tat umgesetzt. Für 2020 bleibt eine Dakar-Paarung Peterhansel/Peterhansel trotzdem "ein großer Traum", wie die Frau des Dakar-Rekordsiegers kürzlich anmerkte.

Grundsätzlich aber kann sich auch Fischer weitere Starts mit Frau Peterhansel sehr gut vorstellen. "Sie merkt sofort, wenn ich irgendwo unsicher werde und hilft mir einfach ungefragt. Das ist schon eine tolle Sache", sagt die Racing4Charity-Fahrerin, gesteht in diesem Zusammenhang aber auch: "Es ist kein großer Unterschied, ob ein Mann oder eine Frau neben mir sitzt. Es geht grundsätzlich darum, ob man sich mit dem Co gut versteht oder nicht. Dass man harmoniert, ist die Hauptsache daran."

Als größte Herausforderung in der SxS-Klasse beschreibt Fisher die Tatsache, dass diese Autos ohne Windschutzscheibe daherkommen, was insbesondere in dem als "Fesh Fesh" bekannten weichen Wüstensand ein Problem darstellt: "Wenn man in den weichen Sand hineinfährt, der quasi um einen herum explodiert und wie eine Welle ins Auto schwappt, sieht man teilweise für Minuten einfach nichts mehr."

Das SxS-Fahrzeug von Racing4Charity mit Fischer/Peterhansel hat keine Scheiben

Das SxS-Fahrzeug von Racing4Charity mit Fischer/Peterhansel hat keine Scheiben

Foto: Red Bull Content Pool

Dabei hilft auch die Helm-Belüftung nur bedingt, wie Beifahrerin Peterhansel dazu anmerkt: "Wir haben so einen Blower im Helm, aber das ist keine Anlage, die dicht ist. Das Ganze dient einfach dazu, um von oben noch Luft in den Helm zu bekommen. Wenn es aber ganz viel [Sand] ist, bin ich nicht sicher, ob es wirklich besser ist."

Trotz oder gerade wegen der Herausforderungen, die ein Dakar-Start in der SxS-Klasse bereithält, kann sich Fischer die Dakar 2019 durchaus als Beginn einer längeren Karriere als Fahrerin vorstellen. "Schauen wir mal, wie es weitergeht. Aber klar ist es ein großer Wunsch, dass man in diesem Sport weitermachen und irgendwo weiterfahren kann", sagt die Berlinerin.

Mit Bildmaterial von Ellen Lohr Media.

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Rennserie Rallye Dakar
Urheber Mario Fritzsche