Rallye Dakar 2022: 6. Etappe abgebrochen, Tagessieg für Sanders

Weil die Strecke von den Autos und Trucks stark beschädigt wurde, muss die 6. Etappe der Motorräder abgebrochen werden - Walkner im Gesamtergebnis Zweiter

Rallye Dakar 2022: 6. Etappe abgebrochen, Tagessieg für Sanders

Die sechste Etappe der Rallye Dakar 2022 in Saudi-Arabien musste bei den Motorrädern nach 101 Kilometern abgebrochen werden, weil die Strecke nicht mehr befahrbar war. Als Ergebnis wurde das Klassement bei diesem Checkpunkt herangezogen. Daniel Sanders (GasGas) lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz eins und bekam den Tagessieg zugesprochen.

In der Gesamtwertung änderte sich an der Spitze nichts. Sam Sunderland (GasGas) hat die erste Hälfte der Rallye als Führender beendet. Matthias Walkner (KTM) geht als Zweiter in den Ruhetag. Der Österreicher hat zwei Minuten und 39 Sekunden Rückstand auf Sunderland.

Auch die sechste Etappe war eine Schleife in der Umgebung der Hauptstadt Riad. Die Motorräder und Quads fuhren jene Strecke, die gestern von den Autos, Side-by-Side und LKW bewältigt worden war. Diese fuhren jene Route, die gestern die Motorräder genommen haben.

Ursprünglich hätte die Strecke der Motorräder 421 Kilometer umfassen sollen. Allerdings stellte sich heraus, dass vor allem die Trucks tiefe Spuren gezogen haben. Das machte das Terrain für die Motorradfahrer und Quads kaum befahrbar. Normalerweise starten die Motorräder vor den Autos.

Danilo Petrucci (KTM) musste nach seinem gestrigen Etappensieg die heutige Route eröffnen. Aber schon nach drei Minuten stürzte der ehemalige MotoGP-Fahrer. Der Italiener konnte weiterfahren. Das zeigte wie schwierig die Verhältnisse waren.

Auch Ross Branch, der als Zweiter losgefahren war, stürzte schon nach den ersten Kilometern. Der Yamaha-Fahrer klagte über Schmerzen und wurde vom medizinischen Team ins Biwak gebracht. Außerdem war die Navigation für die vorderen Starter schwierig.

Daniel Sanders mit Abbruch nicht glücklich

Schließlich entschied sich die Rennleitung, die Etappe abzubrechen und sie nach 101 Kilometern zu werten. "Beim Tankstopp haben sich viele Fahrer beklagt, wie hart es war", berichtet Sanders. "Sie meinten, dass es mit den Felsen und so gefährlich war."

Daniel Sanders

Dass sich Fahrer beschwert haben, findet Daniel Sanders nicht gut

Foto: GasGas

"Für mich war es einfach. Ich bin meinen Rhythmus gefahren. Das Terrain und die Situation war für mich in Ordnung. Für mich gab es kein Problem. So sind wir schon viele Rennen gefahren, in Marokko war es genauso. Leider haben sich viele Fahrer beschwert."

"Sie haben sich bei den Offiziellen gemeldet und sich beklagt und beklagt. Dann wurde abgebrochen. Die Fahrer wissen, wofür sie hier sind. Wir wussten, dass es heute verrückt sein wird. Leider haben einige Leute die Oberhand über diese Situation bekommen."

"Ich bin von dieser Entscheidung enttäuscht", betont Sanders. "Ich weiß, dass ich derzeit der schnellste Fahrer bin. Viele hatten hier Mühe, aber mein Motorrad funktioniert hier am besten. Mein Enduro-Hintergrund und die Tatsache, dass ich das Motorrad ein Jahr entwickelt habe, hilft mir."

Matthias Walkner bei Halbzeit der Rallye Zweiter

Im Tagesergebnis folgten hinter Sanders auf den Plätzen zwei und drei Sunderland und Walkner. "Es war ein schöner, aber kurzer Tag", berichtet der Österreicher. "Das Fahren habe ich sehr genossen, aber es war sehr gefährlich. Man musste sehr genau aufpassen."

Matthias Walkner

Nach 6 von 12 Etappen hält Matthias Walkner den zweiten Platz

Foto: KTM

"Körperlich war es anstrengend, weil die Straßen von den Autos und Trucks gestern beschädigt waren. Es war etwas enttäuschend, dass sie uns durch diese Etappe geschickt haben und dann nach 100 Kilometern abbrechen, nachdem wir schon so viel riskiert haben."

In der Gesamtwertung hat sich Sanders auf den dritten Platz verbessert. Adrien van Beveren ist als Vierter der beste Yamaha-Fahrer. Dahinter folgt mit Pablo Quintanilla auf Rang fünf der beste Honda-Verteter.

Gestern ist Joan Barreda bei Kilometer 250 gestürzt und hart mit der linken Schulter aufgeprallt. Der Honda-Fahrer hat starke Schmerzen im Bereich des Schlüsselbeins. Aufgeben will der Spanier nicht. Er war auch heute am Start.

Am Samstag steht in Riad der einzige Ruhetag der Rallye auf dem Programm.

Ergebnis der 6. Etappe (Top 10):

Pos. Fahrer Motorrad Zeit
1

Australia Daniel Sanders

GasGas 0:51:43 Stunden
2

United Kingdom Sam Sunderland

GasGas +2:26 Minuten
3

Austria Matthias Walkner

KTM +2:36
4

Chile Pablo Quintanilla

Honda

+3:15
5

United States Ricky Brabec

Honda +3:19
6

United States Mason Klein

KTM +3:33
7

Czech Republic Stefan Svitko

KTM

+4:05

8

France Adrien van Beveren

Yamaha +4:10
9

Australia Toby Price

KTM +4:16
10 Portugal Joaquim Rodrigues Hero +4:29

Gesamtwertung nach 6 von 12 Etappen (Top 10):

Pos. Fahrer Motorrad Zeit
1

United Kingdom Sam Sunderland

GasGas 19:55:59 Stunden
2

Austria Matthias Walkner

KTM +2:39 Minuten
3

Australia Daniel Sanders

GasGas +5:35
4

France Adrien van Beveren

Yamaha

+7:43
5

Chile Pablo Quintanilla

Honda +15:43
6

Spain Lorenzo Santolino

Sherco +18:22
7

Czech Republic Stefan Svitko

KTM

+24:29

8

Argentina Kevin Benavides

KTM +24:56
9

Spain Joan Barreda

Honda +25:59
10 United States Mason Klein KTM +37:08

Mit Bildmaterial von GasGas.

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