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Rallye Dakar 2026: Ekström gewinnt Etappe 7 - Al-Attiyah verteidigt Führung

Henk Lategan (Toyota) verliert auf den letzten Kilometern den Tagessieg - Mattias Ekström (Ford) profitiert und verkürzt den Rückstand auf Nasser Al-Attiyah (Dacia)

Rallye Dakar 2026: Ekström gewinnt Etappe 7 - Al-Attiyah verteidigt Führung

Mattias Ekström hat am Sonntag etwas Zeit auf Al-Attiyah gutgemacht

Foto: Kin Kin

Ford-Fahrer Mattias Ekström griff zu Beginn der zweiten Woche bei der Rallye Dakar 2026 in Saudi-Arabien an und gewann die siebte Etappe. Nasser Al-Attiyah (Dacia) verlor zwar einige Minuten, verteidigte aber die Führung in der Gesamtwertung. Bei den Motorrädern spitzte sich der Dreikampf zu.

Vor dem Start in die zweite Woche gab es eine Entscheidung der Rennleitung. Die Zeitstrafe von 1:10 Minuten gegen Nani Roma in der fünften Etappe wurde zurückgenommen. Dadurch wurde der Ford-Fahrer zum Sieger von Etappe 5 erklärt. Dies bedeutete den 27. Tagessieg in seiner Karriere.

Die siebte Etappe führte die Teilnehmer von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad Richtung Wadi ad-Dawasir. Auf dem Programm stand eine gewertete Speziale von 459 Kilometern. Die Route für Motorräder und Autos war wieder gleich.

Toyota-Fahrer Henk Lategan war auf dem besten Weg, sowohl den Etappensieg als auch die Gesamtführung zu übernehmen, denn er führte die virtuelle Wertung am letzten Kontrollpunkt vor dem Ziel an und hatte einen Vorsprung von 1:46 Minuten auf Ekström.

Doch der Südafrikaner verlor seinen gesamten Vorsprung auf den letzten Kilometern. Als Lategan die Ziellinie der Etappe überquerte, war zunächst nicht klar, was den Zeitverlust verursacht hatte, doch sein Toyota wies bei der Ankunft sichtbare Schäden auf.

"Es lief richtig gut, bis wir an einer Stelle kamen: Da war eine kleine Bodenwelle und danach eine Senke", berichtet Lategan. "Man konnte sehen, dass schon viele dort durchgefahren waren. Als wir in die Senke einfuhren, ist uns der Dämpfer gebrochen.

"Der Kolbenstangenschaft ist in der Mitte glatt abgerissen. Das war's dann - das Auto hing auf einer Seite runter. Wir haben angehalten, zum Glück hatten wir einen Ersatzdämpfer dabei. Also haben wir den alten ausgebaut und einen neuen eingebaut."

Stattdessen eroberte Ekström den Etappensieg. Nach dem Prolog, der nicht für die Gesamtwertung zählte, war es für den Schweden der zweite Erfolg bei der diesjährigen Dakar. Platz zwei ging an Joao Ferreira (Toyota).

"Es ist natürlich großartig, eine Etappe zu gewinnen", freut sich Ekström, "das fühlt sich immer gut an. Trotzdem war es schwierig, wegen des Staubs und auf manchen schnellen Abschnitten konnte man einfach nicht nah genug dranbleiben."

"Ich war ein bisschen überrascht, als ich im Ziel die Zeitdifferenz gesehen habe - sie war größer, als ich erwartet hatte, aber kleiner, als ich mir gewünscht hätte. Wir kämpfen weiter, wir visieren das Gesamtklassement. Wir greifen jeden Tag voll an und versuchen immer, unser Bestes zu geben."

Dritter wurde Mitch Guthrie (Ford), gefolgt von Toby Price (Toyota) und Lucas Moraes (Dacia). Al-Attiyah, der mit seinem Dacia die Etappe eröffnen musste, büßte 7:24 Minuten auf Ekström ein und belegte im Tagesergebnis Rang elf.

Al-Attiyah verliert Zeit, behält aber die Spitze

In der Gesamtwertung verteidigte Al-Attiyah die Führung. Sein Vorsprung auf Ekström beträgt nun 4:47 Minuten. "Wenige Minuten sind nicht viel", kommentiert der fünfmalige Gesamtsieger. "Wir sind mit unserer Performance recht zufrieden."

Nasser Al-Attiyah

Nasser Al-Attiyah verteidigte die Führung in der Gesamtwertung

Foto: Kin Marcin / Red Bull Content Pool

"Die Etappe war nicht einfach. Von Beginn an gab es kniffligen Sand. Man musste viel navigieren und es gab auch steinige Passagen. Einmal haben wir links vorne einen großen Baum touchiert. Aber es ist okay, wir sind recht zufrieden."

Mit sieben Minuten Rückstand folgen Roma und Lategan in der Gesamtwertung auf den Plätzen drei und vier. Carlos Sainz (Ford) hält mit zehn Minuten Rückstand den fünften Platz. Sebastien Loeb (Dacia) folgt als Sechster (+15:39 Minuten).

(Hier gibt es die Ergebnisse in der Übersicht)

Motorräder: Dreikampf um den Gesamtsieg

Das Honda-Duo Tosha Schareina und Ricky Brabec eröffnete die Etappe. Etwa bei der Hälfte der Distanz wurden sie auf der Strecke von Daniel Sanders (KTM) eingeholt. Mit Blick auf die Gesamtwertung war das ein wichtiger Schritt für den Australier.

Den Tagessieg sicherte sich sein KTM-Teamkollege Luciano Benavides. Für den Argentinier war es der zweite nach Etappe 5. Platz zwei ging an Edgar Canet (KTM). Aufgrund seines Reifenschadens in Etappe 5 hat der Spanier in der Gesamtwertung elf Stunden Rückstand.

Daniel Sanders

Daniel Sanders baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung etwas aus

Foto: Marcelo Maragni / Red Bull Content Pool

Adrien van Beveren (Honda), Sanders und Skyler Howes (Honda) komplettierten die Top 5. Inklusive Zeitgutschriften verlor Brabec, der Zehnter wurde, einige Minuten auf Sanders. Somit führt Sanders die Gesamtwertung 4:25 Minuten vor Brabec an.

Benavides ist mit 4:40 Minuten Rückstand Dritter. Es entwickelt sich ein Dreikampf um den Gesamtsieg, denn Schareina hat als Vierter bereits eine Viertelstunde Rückstand. Der fünftplatzierte Howes liegt schon eine halbe Stunde zurück.

Am Montag steht eine Schleife rund um Wadi ad-Dawasir auf dem Programm. Die gewertete Route beträgt 481 Kilometer.

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